Lost Society - Hell Is A State Of Mind | |
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| Review von Eddieson vom 07.03.2026 (503 mal gelesen) | |
Es ist ja völlig an mir vorbeigegangen, dass LOST SOCIETY einen musikalischen Stilwechsel vollzogen haben. Ich hatte sie doch immer noch im Thrash Metal verortet, und das, obwohl ich sie letztes Jahr noch live gesehen habe. Da ist mir aber vor allem das neue Outfit von Sänger Samy aufgefallen. Na okay, nun haben sie also mit dem letzten Album die Richtung des Modern Metal eingeschlagen, die sie auf ihrem neuen Album "Hell Is A State Of Mind" fortführen. Das wird schon direkt mit dem Opener 'Afterlife' deutlich. Es gibt orchestrale Passagen, Sprechgesang und Riffs im Nu Metal-Stil. 'Blood Diamond' bietet dann starke AVENGED SEVENFOLD-Einflüsse, was sich vor allem im Gesang deutlich macht, ansonsten machen auch hier die orchestralen Passagen einen großen Teil der Musik aus. Auf Albumlänge wirkt es stellenweise, dass LOST SOCIETY zu viel wollen, ihre ganzen Ideen in einen Song packen wollen, was vor allem bei 'Synthetic' sehr deutlich wird. Vor allem die eleketronischen Einlagen sind extrem nervig. Schmalzig-kitschig wird es dann bei 'Is This What You Wanted'.Klar, in der musikalischen Neuausrichtung bieten LOST SOCIETY mehr Vielfalt und auch Sänger Samy zeigt sich sehr variabel, allerdings müssen sich die Finnen auch den Vorwurf gefallen lassen, mit den neuen Songs mehr auf den Mainstream zielen zu wollen. 'Kill The Light' ist zwar ein guter Song, könnte aber auch problemlos im öffentlichen Radio laufen, was vor einigen Jahren bei LOST SOCIETY nicht möglich gewesen wäre. Ebenso verhält es sich mit 'No Longer Human'. 'Dead People Scare (But The Living Make Me Sick)' ist dann wieder von der etwas anstrengenderen Sorte und 'Personal Jesus' ist nicht etwa eine Coverversion von DEPECHE MODE, sondern eher wieder ein Beispiel dafür, dass LOST SOCIETY wieder zu viel in einen Song gepackt haben und der dadurch viel zu überladen wirkt. Der abschließende Titeltrack ist dann eher Metalcore mit Streichern. Nee, als Thrasher haben sie mir besser gefallen. Klar können LOST SOCIETY Songs schreiben und Elbanna ist ein gute Sänger, aber es gibt so unendlich viele Bands da draußen, die sich schon vor ihnen dem Modern Metal und Nu Metal verschrieben haben, dass LOST SOCIETY es schwer haben werden, mit ihrer neuen Musik dort zu bestehen. Gesamtwertung: 6.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Afterlife 02. Blood Diamond 03. Synthetic 04. Is This What You Wanted 05. L'appel Du Vide 06. Kill The Light 07. No Longer Human 08. Dead People Scare Me (But The Living Make Me Sick) 09. Personal Judas 10. Hell Is A State Of Mind | Band Website: www.facebook.com/lostsocietyfinland Medium: CD, LP Spieldauer: 38:14 Minuten VÖ: 06.03.2026 |
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Es ist ja völlig an mir vorbeigegangen, dass LOST SOCIETY einen musikalischen Stilwechsel vollzogen haben. Ich hatte sie doch immer noch im Thrash Metal verortet, und das, obwohl ich sie letztes Jahr noch live gesehen habe. Da ist mir aber vor allem das neue Outfit von Sänger Samy aufgefallen. Na okay, nun haben sie also mit dem letzten Album die Richtung des Modern Metal eingeschlagen, die sie auf ihrem neuen Album "Hell Is A State Of Mind" fortführen. Das wird schon direkt mit dem Opener 'Afterlife' deutlich. Es gibt orchestrale Passagen, Sprechgesang und Riffs im Nu Metal-Stil. 'Blood Diamond' bietet dann starke AVENGED SEVENFOLD-Einflüsse, was sich vor allem im Gesang deutlich macht, ansonsten machen auch hier die orchestralen Passagen einen großen Teil der Musik aus. Auf Albumlänge wirkt es stellenweise, dass LOST SOCIETY zu viel wollen, ihre ganzen Ideen in einen Song packen wollen, was vor allem bei 'Synthetic' sehr deutlich wird. Vor allem die eleketronischen Einlagen sind extrem nervig. Schmalzig-kitschig wird es dann bei 'Is This What You Wanted'.
