Staghelm - Natura Semper Praevalet

Review von Dead_Guy vom 05.03.2026 (445 mal gelesen)
Staghelm - Natura Semper Praevalet Einmann(-frau)projekte gibt es gerade im Atmosphärischen Black Metal zu Hauf und STAGHELM aus Finnland reiht sich in diese endlose Reihe ein. Genauso weit verbreitet ist die thematische Hinwendung zur Natur. In den drei Kompositionen, die es zusammen auf über eine halbe Stunde Spielzeit bringen, geht es um den Wald in seinen verschiedensten Facetten. Dabei fängt 'These Winds Know My Name' sehr gemächlich an, ein ruhiges, gezupftes Intro, bevor sich das Stück schleppend durch die Botanik schleicht. Dabei schafft der Macher hinter dem Projekt, sowohl Melancholie als auch das Majestätische der Natur einzufangen, man bekommt beim Hören direkt ein Stück Fernweh. Dabei pendelt das Gitarrenspiel gerne zwischen skandinavischem Tremolo-Riffing und von Folk beeinflussten Melodien und vergisst so bei aller Schönheit nie die stürmischen und abweisenden Seiten des Waldes zu vertonen. Verziert wird das Ganze durch akustische Verschnaufspausen, Keyboards mehr atmosphärisch im Hintergrund denn bombastisch im Vordergrund und immer wieder kleinere Passagen, wo das Bassspiel spannende Akzente setzen kann. So zum Beispiel im ruhigen Break vom zweiten Stück 'Wrath Of The Barked Ones', wo der Bass gleich ein Highlight setzen kann und der ganze Song getragen voller melodischer Raserei ist, die zwar andeutet harsch zu sein, aber nicht ins Feindselige überschwappt. Hier musste ich, vor allem zum Ende, dank der Melodien auch entfernt an die zeitgenössische Szene aus Polen denken; die ein oder andere Melodie schielt in meinem Empfinden ein wenig in die Richtung. Der finale Song 'Altar Of Oblivion' lebt dann von seiner interessanten Dynamik, wo sich in einem ganzen Part Blasts und Midtempo in kurzem Abständen immer wieder abwechseln, und dem fantastischen, erhabenen Klargesang zum Finale.

Neues oder Aufregendes wird hier zwar nicht geboten, aber die bekannten Zutaten werden gutklassig verarbeitet, die Stücke sind allesamt gut geschrieben und die Atmosphäre lädt einen zu einem ausgiebigen Waldspaziergang ein. Damit hat das Album alles bewirkt, was ich von einem in diesem Stil erwarten kann. Minimaler Kritikpunkt ist, dass gerade bei solch atmosphärischer Musik die Spielzeit recht kurz ist. Kaum ist man so richtig in der Stimmung angekommen, schon ist das Album auch schon wieder vorbei und man legt es nochmals auf.


Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. These Winds Know My Name
02. Wrath Of The Barked Ones
03. Altar Of Oblivion
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 33:42 Minuten
VÖ: 23.01.2026

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