Cryptic Shift - Overspace & Supertime

Review von Metal Guru vom 28.02.2026 (305 mal gelesen)
Cryptic Shift - Overspace & Supertime CRYPTIC SHIFT wurden 2015 in Leeds/UK von Alexander Bradley (Gitarre, Stimme) und Ryan Sheperson (Schlagzeug) gegründet. Nach Rekrutierung von John Riley (Bass) veröffentlichte das Trio seine Debüt-EP "Beyond The Celestial Realms” (2016). Kurz darauf kam noch Joe Bradley (ebenfalls Gitarre) hinzu, und zusammen zelebrierten die somit vierköpfigen CRYPTIC SHIFT ihre erste Full Length "Visitations From Enceladus" (2020). Direkt danach (und for reasons unknown) übergab Joe Bradley seine "Guitar Duties" an Joss Farrington. Geschlagene sechs Jahre später meldet sich das Quartett zurück:

"Overspace & Supertime" besteht aus gerade mal fünf Songs in imposanten 78 Minuten und 58 Sekunden mit amorphen Titeln wie 'Cryogenically Frozen', 'Hexagonal Eyes (Diverity Trepaphymphasyzm)' oder 'Stratocumulus Evergaol'. Im Ernst: Was soll Mensch davon halten? Die amorphen Titel entsprechen den nicht minder radioUNfreundlichen/massenUNkompatiblen/chartUNtauglichen Längen der einzelnen Stücke (9:24 bis 29:26) und werden mehr durch Aneinanderreihung audio-intuitiver Ausbrüche, weniger durch Vorstellung von Themen und deren kompositorische Entwicklung innerhalb der jeweiligen Stücke erreicht. Soll heißen: Song A fängt irgendwann irgendwie an, durchläuft den einen absichtlichen/bewussten Turn, den anderen unbewussten/zufälligen Twist und hört dann - mittlerweile in Song E angelangt - irgendwie irgendwo auf. Von menschlich fühlbarer (= Strophen?) Dramaturgie beziehungsweise musikalisch erklärbarer (= Refrains?) Dynamik keine Spur. Unnötig zu erwähnen, dass die technisch zweifellos talentierten Herren Kryptiker das reine Dur-Universum hinter sich und die saubere Moll-Welt schon laaange verlassen haben. AN sich nicht "schlecht" (was auch immer DAS bedeuten soll), aber alles amorph, chaotisch, ungreifbar, willkürlich, zufällig ...

Uh, DAS ist schwierig! Für meine Ohren klingen CRYPTIC SHIFT mal wie Chaos Core, mal wie Death Fusion, mal wie Grind Jazz, mal wie Math Prog, meistens wie alles zusammen. Zeitgleich! Auf jeden Fall not exactly "normal" (und Metal nur bedingt). BLS (BLACK LIGHT SYNDROME), Fred Frith, Bill Laswell, die deutschen SIEGES EVEN (in ihren übelsten Zeiten) und John Zorn kommen mir in den Sinn, aber alle immer nur sekundenweise und mit deutlich weniger Verzerrung. Ohne Scheiß: Ich weiß nicht, was ich von CRYPTIC SHIFT und ihrer "Overspace & Supertime" halten soll ...

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Cryogenically Frozen (09:24)
02. Stratocumulus Evergaol (29:26)
03. Hyperspace Topography (09:40)
04. Hexagonal Eyes (Diverity Trepaphymphasyzm) (10:06)
05. Overspace & Supertime (20:22)
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 78:58 Minuten
VÖ: 27.02.2026

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