Winter Eternal - Unveiled Nightsky | |
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| Review von ReviewRalle vom 18.02.2026 (2203 mal gelesen) | |
Der erste Gedanke, der mir bei WINTER ETERNALs neuem Album "Unveiled Nightsky" in den Kopf schießt, ist "was für ein fantastisches Artwork". Ein kleiner Blick auf das stilvolle Cover verrät auch sofort, dass man es mit einem Melodic Black Metal Album zu tun hat. Es ist immer schön, wenn Kunst und Musik Hand in Hand gehen. "Unveiled Nightsky" ist das fünfte Album der ursprünglich griechischen (seit 2018 schottischen) Band, die unter dem Banner WINTER ETERNAL seit 2011 aktiv ist und erschien am 13.02.2026. Dabei ist "Unveiled Nightsky" ein richtiger Full Circle Moment, denn die Band hieß früher ursprünglich nämlich genau so. Dass Soulreaper, das Mastermind hinter der Band, seinen eigenen Stil unlängst gefunden hat, zeigt sich auch mal wieder in der Album Spiellänge, denn diese fällt mit etwas mehr als 30 Minuten sehr kurz aus und fügt sich damit nahtlos in die restliche Diskografie ein. Bei der kurzen Spielzeit und nur sieben vollwertigen Songs (der achte und letzte Song ist ein kurzes Outro) bleibt natürlich keine Zeit für ausufernde und epische Stücke, wer also eher im überschwänglichen und ausuferndem Melodic Black Metal zu Hause ist, wird möglicherweise enttäuscht. Wer es aber auf den Punkt und ohne Schnickschnack braucht und sich einfach nur einer kühlen, unheiligen Atmosphäre mit ordentlich Feuer im Arsch hingeben will, ist hier genau richtig. Der Opener 'Born Of Winter's Breath' bietet einem dann eben auch genau das. Direkt ab der ersten Sekunde gibt es flotte und atmosphärische Tremolo Riffs und rasende Drums, die wie ein Wintersturm über die Zuhörer hinwegfegen. Der Gesang wechselt zwischen Melodic Death Metal-lastigen und eher im Melodic Black Metal heimischen Screams und hebt sich so aus der Masse ab und gibt der Musik einen eigenen Charakter. Trotz des hohen Tempos und der tief verwurzelten Aggression ist die Musik zu jeder Zeit melodisch und geht gut ins Ohr. Die Melodien haben ein Wiedererkennungsmerkmal und klingen nicht wie von der Stange. Dass WINTER ETERNAL aber nicht nur Vollgas können, sondern auch im Midtempo zu Hause sind, zeigt 'Omen Of The Cosmic Order' gekonnt. Der Song kommt weniger wütend, dafür deutlich hymnischer daher. Das heißt aber nicht, dass es hier keine Vollgas-Momente gibt, denn diese sind natürlich auch vorhanden und bauen sich sinnig und gewaltig aus den gemäßigteren Momenten auf. Damit seien diese beiden Songs auch als Hörprobe empfohlen, denn diese geben ein gutes Bild davon, was man auf "Unveiled Nightsky" zu erwarten hat. Auch die Produktion verdient Anerkennung, denn diese passt wie die Faust aufs Auge zum Artwork, Bandnamen und eben zur Musik. Roh, kraftvoll und kalt. Die Gitarren klirren wunderschön, das Schlagzeug scheppert und der Gesang ist herrlich mächtig. Selbst der Bass ist gut spürbar, vor allem in 'Nurtured By The Night'. "Unveiled Nightsky" ist Melodic Black Metal der brachialeren Spielweise in Reinform. Innovationen gibt es keine, dafür aber die pure Essenz des Genres. Für Genre-Liebhaber ein Pflichtkauf. 8/10 Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Born of Winter's Breath 02. Omen of the Cosmic Order 03. Nurtured by the Night 04. Unveiled Nightsky 05. Descent into Hades Embrace 06. The Deceiver's Tale 07. Echoes of a Fallen Crown 08. Drifting into the Depths of Oblivion | Band Website: wintereternal.bandcamp.com/ Medium: CD Spieldauer: 30:28 Minuten VÖ: 13.02.2026 |
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Der erste Gedanke, der mir bei WINTER ETERNALs neuem Album "Unveiled Nightsky" in den Kopf schießt, ist "was für ein fantastisches Artwork". Ein kleiner Blick auf das stilvolle Cover verrät auch sofort, dass man es mit einem Melodic Black Metal Album zu tun hat. Es ist immer schön, wenn Kunst und Musik Hand in Hand gehen. "Unveiled Nightsky" ist das fünfte Album der ursprünglich griechischen (seit 2018 schottischen) Band, die unter dem Banner WINTER ETERNAL seit 2011 aktiv ist und erschien am 13.02.2026. Dabei ist "Unveiled Nightsky" ein richtiger Full Circle Moment, denn die Band hieß früher ursprünglich nämlich genau so.
