Slagmaur - Hulders Ritual | |
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| Review von Eddieson vom 21.02.2026 (1404 mal gelesen) | |
Okay, über diese sackdämliche PR-Aktion, dass Snorre W. Ruch (THORNS) sowie Rune "General Gribbsphiiser" Røstad (SLAGMAUR) Ende letzten Jahres irgendwo in den Bergen Norwegens als verschollen galten, muss man nicht weiter reden. Da haben die beiden den Bogen tatsächlich mehr als überspannt. Aber, und das gehört auch zur Wahrheit dazu, "Hulders Ritual" ist einfach zu stark geworden, als das man jetzt das Album sträflich ignorieren sollte ob dieser Aktion, die die beiden sich da geleistet haben.Also legen wir das neue Album in den Player und lauschen den Klängen, die "Hulders Ritual" bietet. SLAGMAUR hatten ja schon immer einen Hang zum Verrückten, und das ist im absolut positiven Sinn gemeint. Die Norweger wichen immer so ein wenig von der üblichen Norm des Black Metals ab, bauten überraschende Parts in die Songs ein, so dass es aber immer noch stimmig wirkte und es nicht völlig drüber klang. Das finden wir auch auf dem neuen Album. Allein schon das Coverartwork, das eine Person im Mönchsgewand zeigt, der eine Ziege füttert und auf dem Rücken/Hintern einen dicken Farbklecks prangt. Was will uns die Band damit sagen? Egal. Musikalisch sagen sie uns aber einiges. Das Album startet mit 'Ritual Dogs', ein doch eher typischer Norwegischer Black Metal-Track, der ein bisschen Melodie mit einbaut. Harsche Vocals tragen zur nordischen Kälte mit bei. Der Sound ist kratzig, was vor allem bei 'Wildkatze' deutlich wird. Die immer wiederkehrende Melodie lullt den Hörer gut ein und schafft es fast, diesen in eine Art Trance zu versetzen. 'Huldergeist' entstand dann unter der Mithilfe von D.G. (MISÞYRMING), Hoest (TAAKE) und Maria Charlotte Lund. Vor allem letztere kann gegen Ende des über acht Minuten laufenden Songs nochmal einen besonderen Akzent setzen. Bei 'Hexen Herjer' besticht nicht nur der Gesang, sondern er hat dann mit dem Einsatz eines Pianos einen fast symphonischen Touch und ist eher im Midtempo gehalten, während 'Warlok' dann wieder straighter nach vorne geht und vor allem mit seinem teils choralartigen Gesang punkten kann. Das abschließende "Rathkings" ist unter der Mithilfe von D.G. (MISÞYRMING) und Silenoz von DIMMU BORGIR entstanden und katapultiert den Hörer ein wenig in den Black Metal der Neunziger Jahre zurück. Roh und brachial. SLAGMAUR liefern auch auf dem neuen Longplayer nicht den typischen Black Metal, sondern mit viel Idee und Abwechslung ein innovatives und trotzdem kaltes Album. Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Ritual Dogs 02. Wildkatze 03. Huldergeist 04. Hexen Herjer 05. Warlok 06. Rathkings | Band Website: Medium: CD, LP Spieldauer: 39:50 Minuten VÖ: 27.02.2026 |
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Okay, über diese sackdämliche PR-Aktion, dass Snorre W. Ruch (THORNS) sowie Rune "General Gribbsphiiser" Røstad (SLAGMAUR) Ende letzten Jahres irgendwo in den Bergen Norwegens als verschollen galten, muss man nicht weiter reden. Da haben die beiden den Bogen tatsächlich mehr als überspannt. Aber, und das gehört auch zur Wahrheit dazu, "Hulders Ritual" ist einfach zu stark geworden, als das man jetzt das Album sträflich ignorieren sollte ob dieser Aktion, die die beiden sich da geleistet haben.
