Ellefson-Soto - Unbreakable

Review von Eddieson vom 16.02.2026 (3510 mal gelesen)
Ellefson-Soto - Unbreakable Hä?! Ist das nicht das Cover der letzten JUDAS PRIEST-Platte? Naja, nicht ganz, aber es ist schon verblüffend ähnlich. Na egal, letztendlich zählt ja der musikalische Inhalt mehr als das äußere Erscheinungsbild. Man soll ja auch nicht ein Buch nach seinem Einband bewerten. Also, "Unbreakable" angeworfen und der Musik lauschen. Für ELLEFSON-SOTO ist "Unbreakable" nach dem 2022er-Album "Vacation In The Underworld" das zweite Album, das allerdings in den USA schon im August erschienen ist und Europa kommt halt jetzt erst in den Genuss. Und ja, man kann sagen, dass "Unbreakable" wirklich ein Genuss geworden ist.

Starten tut das Album mit dem Titelsong und dieser macht gleich deutlich, in welche Richtung das Album gehen soll. Klassischer Heavy Metal ist natürlich die Grundausrichtung, doch hat 'Unbreakable' einen leicht hymnischen Charakter und der Refrain setzt sich direkt im Ohr fest. Soto macht sowieso auf Albumlänge einen wirklich guten Job. Seine stimmliche Variabilität nutzt er hier voll aus, er kreischt, geht gut in die Höhen und das Raue in seiner Stimme passt unheimlich. Da kann man auch mal über die peinlichen Texte von 'SOAB' oder 'Hate You, Hate Me' hinwegsehen. Passt eh irgendwie nicht zu Ellefson. Auf der anderen Seite sind ELLEFSON-SOTO richtig stark, wenn sie den Songs einen hymnischen Charakter verleihen. Das hat nicht nur schon gut beim Titeltrack funktioniert, sondern auch 'Poison Tears' mit einem Gastbeitrag von Laura von den BURNING WITCHES kommt da richtig gut. Auch das instrumentale 'Ghost' kann fast eine Gänsehaut erzeugen, zu der sich dann 'Shout' gesellen kann. "Unbreakable" kann also mit einem absolut starken Mittelteil überzeugen.

'Vengeance' ist dann ein brachiales Stück, bei dem Tim "Ripper" Owens aushilft, was auch durchaus Sinn macht, denn der Track hat schon einen gewissen PRIEST-Vibe. 'Snakes And Bastards' ist dann leider ein Track, den man gerne skippen kann. Zwar zackig gehalten, aber irgendwie kann man den Track nicht ernst nehmen und dieses melodisch gesungene "Fuck You!" klingt etwas deplatziert. Dafür ist dann 'It's Over When I Say It's Over' sehr eingängig und 'The Day We Built Rome' könnte vor allem live eine Menge Spaß bereiten.

Ich bin ganz ehrlich, ich hätte nicht gedacht, dass "Unbrekable" mir so viel Spaß bereitet. Klar, von den genannten schwachen Songs mal abgesehen, hat das Album tatsächlich einige ohrwurmstarke Tracks in sich, die ganz bestimmt nicht das letzte Mal hier gelaufen sind.



Gesamtwertung: 7.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Unbreakable
02. SOAB
03. Shout
04. Hate You, Hate Me
05. Poison Tears
06. Ghosts
07. Vengeance
08. Snakes And Bastards
09. Its Over When I Say Its Over
10. The Day We Built Rome
11. Death On Two Legs (QUEEN Cover)
Band Website:
Medium: CD, Vinyl
Spieldauer: 42:46 Minuten
VÖ: 13.02.2026

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