Ian Highhill - A Hymn Among Gravestones | |
|---|---|
| Review von Stormrider vom 12.02.2026 (3156 mal gelesen) | |
Dass IAN HIGHHILL schon seit Anfang der 80er Jahre in der Szene unterwegs ist, hört man seinem neuen Album "A Hymn Among Gravestones" vom ersten Akkord an durchaus an. Denn der Sound ist eine bunte Mischung aus BLACK SABBATH, JUDAS PRIEST und allem was aus den Ausläufern dieser Bands kam, also DIO, OZZY et cetera. Der Opener 'In The Eye Of The Storm' ist denn auch clever gewählt, startet der Track doch mit einem knackigen Riff und geht direkt in Beine und Nacken. Immer wieder garniert mit kleinen Melody-Licks, findet der geneigte NWoBHM-Fan hier direkt das Albumhighlight. Die Drums sind etwas monoton geraten, was sich leider durch das gesamte Album zieht und vielleicht der Tatsache geschuldet ist, dass Ian sich laut Promozettel um wirklich alles an diesem Album selber gekümmert hat. Und wer noch einen weiteren Beweis braucht, dass dieser Mann tief in der Vergangenheit wildert: Der Track endet nicht wirklich, sondern hat noch ein klassisches Fade Out. Dieses Stilmittel findet sich immer wieder auf "A Hymn Among Gravestones". Hach, was waren das für Zeiten, als man dachte, dass ein Song einfach immer weiterlaufen würde. Der folgende Titeltrack ist dann musikalisch hörbar stark von Tony Iommis Songwriting inspiriert. Fast schon doomig zeigt sich der Groove und setzt einen Gegenpol zum treibenden Opener. Das IAN HIGHHILL aber auch abseits der NWoBHM seine Inspirationen zu finden scheint, lassen die an PINK FLOYD gemahnenden Soundspielereien in 'In The Name Of Greed' erahnen. Wer neben den genannten Trademarks gerne noch etwas balladesker unterwegs ist, könnte an 'Wild Winds' Gefallen finden. Mir ist diese Pianoschnulze aber leider viel zu nichtssagend geraten und plätschert folglich auch recht emotionslos an mir vorbei. Zum Glück wird man vom Riff von 'The Guardians' wieder aufgeweckt und zum Mitwippen animiert!Am Ende kann man IAN HIGHHILL definitiv solide Hausmannskost attestieren, die besonders in den Gitarren ihre Momente hat. Da merkt man zu 100 Prozent, wo die musikalische Sozialisation stattgefunden hat. Die Vocals sind solide, stechen aber auch nicht so hervor, dass man sie unter tausenden wieder heraushören würde. So bleibt "A Hymn Among Gravestones" ein Album, das durchaus seine Hörer finden könnte, aber eben vor allem die Fans bedient, die sich auf die Neuentdeckung von seit über vierzig Jahren unveränderten Mustern freuen. Gesamtwertung: 6.5 Punkte
| |
| Trackliste | Album-Info |
| 01. In The Eye Of The Storm 02. A Hymn Among Gravestones 03. In The Name Of Greed 04. The Oath Breaker 05. Wild Winds 06. The Guardians 07. Insomnia 08. Death Sentence 09. Deal With The Devil 10. King Of Ashes | Band Website: Medium: CD Spieldauer: 40:43 Minuten VÖ: 13.02.2026 |
Alle Artikel
Dass IAN HIGHHILL schon seit Anfang der 80er Jahre in der Szene unterwegs ist, hört man seinem neuen Album "A Hymn Among Gravestones" vom ersten Akkord an durchaus an. Denn der Sound ist eine bunte Mischung aus BLACK SABBATH, JUDAS PRIEST und allem was aus den Ausläufern dieser Bands kam, also DIO, OZZY et cetera. Der Opener 'In The Eye Of The Storm' ist denn auch clever gewählt, startet der Track doch mit einem knackigen Riff und geht direkt in Beine und Nacken. Immer wieder garniert mit kleinen Melody-Licks, findet der geneigte NWoBHM-Fan hier direkt das Albumhighlight. Die Drums sind etwas monoton geraten, was sich leider durch das gesamte Album zieht und vielleicht der Tatsache geschuldet ist, dass Ian sich laut Promozettel um wirklich alles an diesem Album selber gekümmert hat. Und wer noch einen weiteren Beweis braucht, dass dieser Mann tief in der Vergangenheit wildert: Der Track endet nicht wirklich, sondern hat noch ein klassisches Fade Out. Dieses Stilmittel findet sich immer wieder auf "A Hymn Among Gravestones". Hach, was waren das für Zeiten, als man dachte, dass ein Song einfach immer weiterlaufen würde. Der folgende Titeltrack ist dann musikalisch hörbar stark von Tony Iommis Songwriting inspiriert. Fast schon doomig zeigt sich der Groove und setzt einen Gegenpol zum treibenden Opener. Das IAN HIGHHILL aber auch abseits der NWoBHM seine Inspirationen zu finden scheint, lassen die an PINK FLOYD gemahnenden Soundspielereien in 'In The Name Of Greed' erahnen. Wer neben den genannten Trademarks gerne noch etwas balladesker unterwegs ist, könnte an 'Wild Winds' Gefallen finden. Mir ist diese Pianoschnulze aber leider viel zu nichtssagend geraten und plätschert folglich auch recht emotionslos an mir vorbei. Zum Glück wird man vom Riff von 'The Guardians' wieder aufgeweckt und zum Mitwippen animiert!
