Stabbing - Eon Of Obscenity | |
|---|---|
| Review von Paddel vom 04.02.2026 (763 mal gelesen) | |
Texas - Der Lone Star State und seine Death Metal-Bands. Texanische Death Metal-Bands wachsen und gedeihen, spätestens seit den späten 2010er Jahren, prächtig. FROZEN SOUL, CREEPING DEATH und STABBING fallen mir da als Vorzeige-Bands ein. Letztere haben sich dem Subgenre Brutal (!!) Death Metal verschrieben. SANGUISUGABOGG haben mit "Hideous Aftermath" meiner Meinung nach das beste Brutal Death Metal-Album in 2025 veröffentlicht. Kann "Eon Of Obscenity" diesen Titel im aktuellen Jahr für sich beanspruchen? Darauf komme ich zu gegebener Zeit (wahrscheinlich im Jahresrückblick 2026) noch mal zurück. Ich möchte an dieser Stelle aber die individuelle Leistung von Bridget Lynch hervorheben. Der gutturale Gesang der Frontfrau ist nicht von dieser Welt. Auf 'Inhuman Torture Chamber' imitiert sie zum Beispiel DIE Science Fiction-Ikone schlechthin: Den PREDATOR! Die rasselnden Klackgeräusche in ihren Vocals hören sich auf jeden Fall nach Yautja an. Gitarrist Marvin Ruiz schüttelt richtig schön fleischige Caveman-Riffs aus dem Ärmel. Der neue Drummer Aron Hetsko ist vor zwei Jahren bei STABBING eingestiegen. Hetsko ist eine gefragte Personalie in Death Metal-Kreisen. Die Schießbude von ENTERPRISE EARTH wird nämlich auch noch von ihm bedient. Schießbude ist ein beliebter Euphemismus für das Schlagzeug und hier passt es auch wie die Faust aufs Auge. Hetsko ist ein menschliches Maschinengewehr! Nur leider ist das Songmaterial auf "Eon Of Obscenity" überhaupt nicht erinnerungswürdig. Ich kann keinen Song besonders hervorheben. Das Album verschmilzt zu einem einzigen Hassbrocken. Dennoch: Die Songs fräsen sich regelrecht in meine Gehörgänge und versetzen mich in einen angenehm stumpfen Gemütszustand. 7/10 geht schon klar. Gesamtwertung: 7.0 Punkte
| |
| Trackliste | Album-Info |
| 01. Rotting Eternal 02. Inhuman Torture Chamber 03. Masticate the Subdued 04. Eon of Obscenity 05. Reborn to Kill Once More 06. Ruminations 07. Nauseating Composition 08. Their Melted Remains 09. Sonoluminescent Hemoglobinopathy 10. Symphony of Absurdity 11. Sinking Into Catatonic Reality | Band Website: Medium: CD, LP Spieldauer: VÖ: 30.01.2026 |
Alle Artikel
Texas - Der Lone Star State und seine Death Metal-Bands. Texanische Death Metal-Bands wachsen und gedeihen, spätestens seit den späten 2010er Jahren, prächtig. FROZEN SOUL, CREEPING DEATH und STABBING fallen mir da als Vorzeige-Bands ein. Letztere haben sich dem Subgenre Brutal (!!) Death Metal verschrieben. SANGUISUGABOGG haben mit "Hideous Aftermath" meiner Meinung nach das beste Brutal Death Metal-Album in 2025 veröffentlicht. Kann "Eon Of Obscenity" diesen Titel im aktuellen Jahr für sich beanspruchen? Darauf komme ich zu gegebener Zeit (wahrscheinlich im Jahresrückblick 2026) noch mal zurück. Ich möchte an dieser Stelle aber die individuelle Leistung von Bridget Lynch hervorheben. Der gutturale Gesang der Frontfrau ist nicht von dieser Welt. Auf 'Inhuman Torture Chamber' imitiert sie zum Beispiel DIE Science Fiction-Ikone schlechthin: Den PREDATOR! Die rasselnden Klackgeräusche in ihren Vocals hören sich auf jeden Fall nach Yautja an. Gitarrist Marvin Ruiz schüttelt richtig schön fleischige Caveman-Riffs aus dem Ärmel. Der neue Drummer Aron Hetsko ist vor zwei Jahren bei STABBING eingestiegen. Hetsko ist eine gefragte Personalie in Death Metal-Kreisen. Die Schießbude von ENTERPRISE EARTH wird nämlich auch noch von ihm bedient. Schießbude ist ein beliebter Euphemismus für das Schlagzeug und hier passt es auch wie die Faust aufs Auge. Hetsko ist ein menschliches Maschinengewehr!
