Mayhem - Liturgy Of Death | |
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| Review von Eddieson vom 04.02.2026 (1101 mal gelesen) | |
Seit 40 Jahren bilden MAYHEM eine verlässliche Konstante im Black Metal. Mal mit absolut starken, dann wieder mit "nur" guten Alben und egal, welchen Stil sie nun fahren, ein wirklich schlechtes Album haben die Norweger nie veröffentlicht. Und das soll auch so bleiben. Auch wenn sie mit den letzten Alben immer erst ein wenig sperrig wirkten, kristallisiert sich nach einigen Durchläufen immer eine gut geölte Maschine heraus, die mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks und der Finesse eines Skalpells tiefe Wunden in den Gehörgang schneidet. Dies zeigen sie mit ihrem neuen Output "Liturgy Of Death" wieder mehr als deutlich.Dieses startet mit dem knapp sieben Minuten laufenden 'Ephemeral Eternity'. Ein erst mal sehr chaotisch klingender Song, der aber immer wieder straighte und auch melodische Parts offenbart. Die eben genannte Maschine läuft sich hier also warm und fährt langsam zu Hochtouren auf. 'Despair' und auch 'Weep For Nothing' zeigt dann die Präzision der Band. Gerade in den schnellen Parts. Hellhammers Schlagzeugspiel ist einfach überragend, über Attilas Gesang muss man keine großen Worte verlieren. Er faucht, zischt, hält Rituale ab, er keift, knurrt oder gibt einfach nur kranke Töne von sich. Er ist und bleibt einer der variabelsten Sänger im Black Metal. 'Aeon's End' ist dann voll auf Geballer ausgelegt, was auf Dauer vielleicht etwas eintönig klingen mag; dies verhindern MAYHEM aber durch die starke Gitarrenarbeit. Viele kleine Details zeigen sich erst nach mehreren Durchläufen, ebenso die vielen kleinen Details in Attilas Gesang, was "Liturgy Of Death" natürlich sehr spannend und aufregend macht. Auf der anderen Seite regiert hier nun mal das Chaos und die stetigen Kurswechsel bringen eine gewisse Vertracktheit mit sich, aber wenn man heute zu einem MAYHEM-Album greift, dann ist einem das hoffentlich bewusst, denn wirklich neu ist das nicht. Zwar ist hier auf dem Album auf den ersten Blick nicht gleich alles Gold, was so schön dunkel glänzt, aber dennoch ist "Liturgy Of Death" ein echtes Biest von Album geworden. Sperrig und düster auf der einen Seite, dann aber doch wieder klar und logisch. Auch nach all den Jahren zeigen sich MAYHEM also immer noch kompromisslos und vielseitig und als Band mehr als gefestigt. Die immer mal wieder aufblinkenden kleinen Momente, die ein wenig an die vergangenen Klassiker-Alben erinnern, zeigen schon, dass die Band mittlerweile eine Einheit bildet und somit gestärkt in die fünfte Dekade ihres Bestehens aufbrechen kann. Gesamtwertung: 8.5 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Ephemeral Eternity 02. Despair 03. Weep For Nothing 04. Aeon’s End 05. Funeral Of Existence 06. Realm Of Endless Misery 07. Propitious Death 08. The Sentence Of Absolution 09. Life Is A Corpse You Drag (Bonustrack) 10. Sancta Mendacia (Bonustrack) | Band Website: www.moonfrost.net/mayhem/ Medium: CD, LP, digital Spieldauer: 58:41 Minuten VÖ: 06.02.2026 |
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Seit 40 Jahren bilden MAYHEM eine verlässliche Konstante im Black Metal. Mal mit absolut starken, dann wieder mit "nur" guten Alben und egal, welchen Stil sie nun fahren, ein wirklich schlechtes Album haben die Norweger nie veröffentlicht. Und das soll auch so bleiben. Auch wenn sie mit den letzten Alben immer erst ein wenig sperrig wirkten, kristallisiert sich nach einigen Durchläufen immer eine gut geölte Maschine heraus, die mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks und der Finesse eines Skalpells tiefe Wunden in den Gehörgang schneidet. Dies zeigen sie mit ihrem neuen Output "Liturgy Of Death" wieder mehr als deutlich.
