Soen - Reliance

Review von Krümel vom 30.01.2026 (623 mal gelesen)
Soen - Reliance Als ich das Review zum 2023er Album "Memorial" geschrieben habe, hoffte ich noch, SOEN endlich zum allerersten Mal live erleben zu dürfen. Heute, über zwei Jahre später, liegen schon zwei magische Konzerterlebnisse hinter mir und mindestens eines im kommenden Sommer noch vor mir. Wie man an diesen Worten unschwer erkennen kann, bin ich ein ziemlicher Fan der schwedischen Progressive Rock/Metal-Band. Denn wenn es eine Stimme gibt, die überall heraussticht und mich fesselt, dann ist es die von Joel Ekelöf - seines Zeichens Sänger und zusammen mit Drummer Martin Lopez Hauptsongwriter. Gemeinsam mit Lars Enok Åhlund (Keyboards und Gitarre), Cody Ford (Leadgitarre) und dem im letzten Jahr in die Reihen zurückgekehrten Bassisten Stefan Stenberg bilden sie eine ziemlich unschlagbare Einheit. Was nicht nur während der Liveperformances, sondern natürlich auch auf den Veröffentlichungen deutlich wird.

Und damit kommen wir zum neuesten Werk mit dem vielsagenden Namen "Reliance" (=Vertrauen). Darauf beweisen SOEN einmal mehr, wie unglaublich vielschichtig sie sind. Die Schweden verfügen über diese unverwechselbaren Trademarks, welche sie in jedem der insgesamt zehn Tracks ausleben, und auch der Sound ist unverkennbar mit dieser Truppe verbunden. 'Primal' und 'Mercenary' sind gute Beispiele dafür. Es ist aber insbesondere der unfassbar intensive Song 'Discordia', der diesen typischen SOEN-Vibe perfekt einfängt: diese Mischung aus fragiler Melancholie, kraftvoller Energie und Intensität. Sowohl die Instrumente als auch Joels Gesang sind hierauf besonders ausdrucksstark. Das macht ihn eindeutig zu meinem Album-Favoriten. Unten findet ihr das sehr sehenswerte Video dazu, ebenso wie das zum Opener.

Doch auch die anderen Kompositionen wie zum Beispiel 'Huntress', das sehr reduzierte 'Indifferent' (nur die weiche Stimme, Klavier und hier und da ein wenig Gitarre) oder der fast epische Abschlusstrack 'Vellichor' verfügen über diese fesselnde Intensität, die es mir als Hörer sehr leicht macht, die Aufmerksamkeit während der knappen Dreiviertelstunde nicht von der Musik zu lassen. Im Gegenteil, gerne drücke ich erneut die Starttaste, um "Reliance" erneut durchlaufen zu lassen. Für mich haben SOEN damit ihr bisher reifstes Album erschaffen.





Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. Primal
02. Mercenary
03. Discordia
04. Axis
05. Huntress
06. Unbound
07. Indifferent
08. Drifter
09. Draconian
10. Vellichor
Band Website: soenmusic.com
Medium: CD, digital
Spieldauer: 43:30 Minuten
VÖ: 16.01.2026

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten