Supralunar - Dead Come To Dance

Review von derkleinekolibri vom 02.02.2026 (1099 mal gelesen)
Supralunar - Dead Come To Dance Makaber, makaber! Die Toten kommen, um zu tanzen? Bitte sehr, aber dass da bloß nicht die Skelette zu sehr klappern. Doch die schwedische Classic Rock-Truppe SUPRALUNAR sorgt dafür, dass auf ihrem dritten Album "Dead Come To Dance" Knochen keine unliebsamen Geräusche machen. Den gewollten Klangteppich erzeugen Petri Tuulik (Gesang, Gitarre, Keyboard), Georgios Vamvatsicos (Bass, Gesang) und Akana Delle Fave (Schlagzeug, Gesang). Es ist eine Mischung aus Classic, Hard- und Pop Rock, wobei Letzteres nur in sehr geringem Maße zutage tritt. Das Coverartwork erinnert an den Film Coco - Lebendiger Als Das Leben aus dem Jahre 2017, dessen Handlung sich ebenfalls um Musik dreht. 11 Songs mit einer durchschnittlichen Länge von jeweils vier Minuten werden ab dem 6. Februar 2026 überall dort erschallen, wo man sich für das kurzweilige Album entschieden hat.

Hört man sich das Album an, fühlt man sich wie in einer Achterbahn. Einige Songs preschen ordentlich nach vorne und halten die Fahne hoch, andere wiederum bremsen zwangsweise, während sie auf Talfahrt gehen. Bei 'Whispers In The Wind' möchte man die Arme in die Höhe recken und mitwippen, während man gemächlich auf den Schienen dahingleitet. Beim nachfolgenden 'Leviathan (Power To Reason)' legt man die Hände in den Schoß und zieht schnell den Kopf ein, aus Angst vor einem Zusammenprall mit dem Gestänge der Achterbahn. Leicht chaotisch kommt dieser Song daher, lediglich die Gitarre weiß gut zu gefallen. Aber es gibt auch vielfältige Stücke, in denen Genregrenzen verwischen und sogar düstere Töne hörbar werden - der Titelsong ist dafür der beste Beweis.

Petri entdeckte bei Facebook eine junge japanische Schlagzeugerin namens Akana Delle Fave, die nicht nur wegen ihrer schwarz-roten Haarpracht auffiel, sondern wegen des mit einer wahnsinnigen Präzision nachgespielten RAINBOW-Songs. Es dauerte nur ein paar Minuten, dann standen die beiden miteinander in Kontakt und als sie schließlich zum ersten Mal miteinander spielten, war nach 30 Sekunden klar, dass Akana Delle Fave genau die Richtige für SUPRALUNAR war. Warum, das lässt sich eindeutig heraushören, wenn man sich "Dead Come To Dance" zu Gemüte führt. Ebenso ist nichts gegen das Spiel der Saitenfraktion einzuwenden. Manchmal wünscht man sich zwar etwas mehr Druck, Geschwindigkeit und Härte, doch Classic Rock an sich ist nun mal kein Teufelswerk. Herausragend, wahrscheinlich weil ein wenig an DEEP PURPLE und Konsorten erinnernd, fegt dann der Rausschmeißer 'Justice Be Done' über die Bühne und erschafft eine fantastische Atmosphäre, der man sich nur allzu gerne hingibt.

Es bleibt abzuwarten, was SUPRALUNAR 2030 abliefern werden, wenn sie ihren Vier-Jahres-Veröffentlichungs-Rhythmus beibehalten ...

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Bit By The Bug
02. Dead Come To Dance
03. Whispers In The Wind
04. Leviathan (Power To Reason)
05. Maybe Tomorrow
06. Picture In Your Head
07. Straight Into The Sun
08. Ashes
09. So Long
10. Heavens Gate
11. Justice Be Done
Band Website:
Medium: CD, Digital
Spieldauer: 43:59 Minuten
VÖ: 06.02.2026

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