Solstice Rider - Death & Rebirth

Review von ReviewRalle vom 19.01.2026 (548 mal gelesen)
Solstice Rider - Death & Rebirth Die amerikanische Melodic Death/Folk/Power Metal Band SOLSTICE RIDER veröffentlichte am 14.11.2025 ihr zweites Album "Death & Rebirth". Für eine Independent-Band, die erst seit 2020 existiert, hat die mittlerweile zum Trio herangewachsene Band schon ein ordentliches Portfolio. Zwei EPs und zwei Alben lassen sich mehr als sehen. Vor allem, da die Qualität der bisherigen Veröffentlichungen wirklich stark ist - kann "Death & Rebirth" das bisherige Niveau halten?

Das Album-Artwork sticht durch seinen einzigartigen Stil auf jeden Fall aus der Menge hervor und transportiert die Musik optisch gut nach außen. Denn wer es durch die Kombination der Genres noch nicht erkannt hat, sollte spätestens beim Blick aufs Artwork Schlüsse zu gewissen finnischen Bands ziehen können und liegt damit goldrichtig. SOLSTICE RIDER machen Musik, die der von WINTERSUN, ENSIFERUM und in Teilen auch CHILDREN OF BODOM gar nicht so unähnlich ist. Dennoch haben SOLSTICE RIDER ihren eigenen Sound entwickelt, den man durchaus als Trademark ansehen kann. Das Rad wird deswegen zwar nicht neu erfunden, aber definitiv sinnvoll erweitert.

Die zehn Songs auf "Death & Rebirth" belaufen sich zusammen auf eine Spielzeit von über 53 Minuten und laden so durchaus zum Verweilen ein. Die Songs folgen einem roten Faden und befinden sich meist im Uptempo oder hymnischen Midtempo-Bereich. Generell wirkt das Album sehr erhaben und eben hymnisch, was an den wunderbar melodischen Gitarren liegt, die wirklich auf ganzer Linie abliefern. Aber auch der Einsatz des Keyboards sowie gelegentliche Klargesänge und akustische Intermezzos tragen ihr Übriges zu diesem Gefühl bei. Die ziemlich harschen Screams kontrastieren das sehr angenehm und geben dem sehr warmen Sound eine ordentliche Portion Härte und einen guten Arschtritt. Auch das ist ein Alleinstellungsmerkmal der Band: Die Instrumente sind extrem klar produziert und der Druck am Bass und Schlagzeug hält sich in Grenzen, wodurch eben die großen Melodien und die heldenhaften Refrains besonders scheinen können.

Mit "Death & Rebirth" ist der Band auch ein Kunststück gelungen, was nicht immer aufgeht, denn sowohl der kurze Intro-Song 'Eventide's Greeting' als auch das Zwischenspiel 'Deep Stillness (Rest For A While)' und auch der Outro-Song fühlen sich nicht fehl am Platze, sondern halten das Album geschickt zusammen und führen quasi in neue Kapitel über oder schließen die Reise eben würdig ab. Skiptaste? Fehlanzeige! Als Hörprobe schmeiße ich gerne noch 'Queen Of Autumn Leaves' in den Ring.

"Death & Rebirth" ist ein technisch hochwertiges, schönes und hymnisches Stück Melodic Death/Folk/Power Metal-Album, das in dieser Genrekombination nur wenig Wünsche offen lässt und die Band hoffentlich aus dem amerikanischen Untergrund herausheben wird.

8/10

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Eventide's Greeting
02. Last of the Riders
03. The Star Well
04. Reprisal of the Sun
05. Deep Stillness (Rest for a While)
06. To Linger, To Triumph
07. The Legend of Moll Dyer
08. Provocations
09. Queen of Autumn Leaves
10. Meeting the Argent Dawn
Band Website: solsticerider.bandcamp.com/
Medium: Digital
Spieldauer: 50 Min. 35 Minuten
VÖ: 14.11.2025

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