Ov Sulfur - Endless | |
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| Review von Paddel vom 17.01.2026 (565 mal gelesen) | |
Deathcore-Anhänger haben im vergangenen Jahr an einer reich gedeckten Tafel gespeist. Die jüngsten Alben von WHITECHAPEL, LORNA SHORE oder SHADOW OF INTENT haben durch die Bank weg überzeugt und waren ein Segen für das Subgenre. In diesen Zeiten veröffentlichen OV SULFUR nun ihr zweites Studioalbum "Endless". Die Jungs aus Las Vegas konnten mich vor drei Jahren mit ihrem Debüt-Album "The Burden Ov Faith" schon über weite Strecken überzeugen. Ihr Symphonic Deathcore-Entwurf war stellenweise schon sehr nah an LORNA SHORE dran, was jedoch ebenfalls ein hohes Maß an handwerklichem Geschick voraussetzt. "Endless" hingegen ist eine Modern Metal-Wundertüte. Ich würde das Album immer noch in die Deathcore-Kategorie einsortieren, aber die Band unternimmt auf "Evermore" auch kleine kreative Ausflüge. Die Machart von 'Wither' beziehungsweise der Einsatz von Clean Vocals auf dem Song hat mich an die jüngeren SLIPKNOT- und an die aktuellen PALEFACE SWISS Veröffentlichungen erinnert. Geile Nummer! Das abschließende 'Endless//Loveless' schießt den Vogel allerdings komplett ab. Der Song könnte auch als Dadrock-Ballade von DAUGHTRY oder so durchgehen. Sehr schmalzig. Auf Albumlänge dominiert allerdings der wuchtige Symphonic Deathcore-Sound, welchen die Jungs auf "The Burden Ov Faith" etabliert haben. Dafür sorgen auch die illusteren Gastbeiträge aus aller Welt. Josh Davies (INGESTED) und Alan Grjna (DISTANT) bereichern die Platte mit ihrer europäischen Deathcore-Power. Gerade Alan Grjna habe ich in jüngerer Vergangenheit als "Hansdampf in allen Gassen" wahrgenommen, aber auf 'A World Away' harmonieren seine und Hoovers Stimme hervorragend miteinander. Der Song besticht mit Theatralik, Dringlichkeit und Wucht. Die Albumproduktion klingt clean und modern. Als Deathcore-Fan komme ich bei einer 8/10 raus, weil ich auf der einen Seite ein wirklich gelungenes Genre-Album bekommen habe, auf der anderen Seite habe ich aber auch das Vorjahr mit "Hymns In Dissonance" (WHITECHAPEL) und "I Feel The Everblack Festering Within Me" (LORNA SHORE) im Hinterkopf. Dagegen fällt "Endless" leider etwas ab. Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Endless//Godless 02. Seed 03. Forlorn 04. Vast Eternal 05. Wither 06. Evermore 07. Dread (feat. Josh Davies) 08. Bleak (feat. Johnny Ciardullo) 09. A World Away (feat. Alan Grjna) 10. Endless//Loveless | Band Website: Medium: CD Spieldauer: 45:57 Minuten VÖ: 16.01.2026 |
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Deathcore-Anhänger haben im vergangenen Jahr an einer reich gedeckten Tafel gespeist. Die jüngsten Alben von WHITECHAPEL, LORNA SHORE oder SHADOW OF INTENT haben durch die Bank weg überzeugt und waren ein Segen für das Subgenre. In diesen Zeiten veröffentlichen OV SULFUR nun ihr zweites Studioalbum "Endless". Die Jungs aus Las Vegas konnten mich vor drei Jahren mit ihrem Debüt-Album "The Burden Ov Faith" schon über weite Strecken überzeugen. Ihr Symphonic Deathcore-Entwurf war stellenweise schon sehr nah an LORNA SHORE dran, was jedoch ebenfalls ein hohes Maß an handwerklichem Geschick voraussetzt. "Endless" hingegen ist eine Modern Metal-Wundertüte. Ich würde das Album immer noch in die Deathcore-Kategorie einsortieren, aber die Band unternimmt auf "Evermore" auch kleine kreative Ausflüge.
