Sick Society - 2 Hard 2 Die | |
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| Review von Stormrider vom 14.01.2026 (547 mal gelesen) | |
Wer hat Lust auf eine wenig 90er-Jahre-Ruhrpott-Metal? Und nein, ich meine nicht im Sinne der üblichen verdächtigen Thrasher, sondern Metal, wie er uns von GRAVE DIGGER und RAGE damals angeboten wurde. Nach dem etwas unscheinbaren Intro in Form von 'Beautiful Day' kommt mit 'Divide Et Impera' ein Stampfer, wie er von Chris Boltendahl und seiner Mannschaft zu "Symphony Of Death" oder "The Reaper" gerne gespielt wurde. Die Referenz an die Gladbecker Institution wird sich im Verlauf von "2 Hard 2 Die" immer wieder auftun. Neben 'Videocall For All' besonders offensichtlich in 'I Am The King', das sich aber eher auf "Heart Of Darkness" einreihen würde. Der Track hat aber dazu einen coolen Rock 'n' Roll-Vibe und die knarzigen Vocals erinnern ein wenig an HELLTRAIN, die gar nicht so unähnlich tönten. Dazu passt auch das (Bühnen-) Outfit des Quartetts mit Krawatten und Zylinder. Der andere große Einfluss, der sich immer wieder Bahn schlägt, kommt aus Herne. Peavey und seine Mittneunziger-Crew dürften auch mehrfach auf dem Plattenteller gelaufen sein. Hört mal in 'Motherfucker Dressed In White' rein und legt danach 'Sent By The Devil' vom (in meinen Ohren) besten RAGE-Album, "Black In Mind", auf. Na, klingelt's? Und wo wir schon bei tiefen Verneigungen sind: 'The Four Motherfuckers' dürfte sich zumindest in der Attitüde an 'The Four Horseman' (METALLICA) oder auch dem Gedanken hinter 'Blood Of The Kings' (MANOWAR) orientieren. Letzeres dann mit Akustikintermezzo und Schellenring.Ihr merkt es, SICK SOCIETY sind null innovativ, was ihre Musik angeht. Sie tun aber auch erst gar nicht so, als wären sie es und nennen es selber Primitive Metal. Ganz so primitiv ist es nicht, aber vieles ist auch entfernt von einer raketenwissenschaftlichen instrumentalen Ausarbeitung. Die Italiener (ja, Überraschung, die kommen gar nicht aus dem Pott) machen Herzblutmusik, das hört man und das macht auch für 35 Minuten durchaus Spaß. Leider hat man nicht die ganz, ganz großen Refrains im Köcher. Der eingängigste ist nunmal bei RAGE geklaut. Wer einfach nur mal kurz Spaß haben will, kann sich aber hier gerne mal ein wenig Underground geben, dem man seine Attitüde zu jeder Sekunde abkaufen kann. Gesamtwertung: 6.5 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Beautiful Day 02. Divide Et Impera 03. I Am The King 04. Motherfucker Dressed In White 05. I'll Never Forget 06. Whore 07. Black Train 08. Videocall For All 09. The Four Motherfuckers 10. Too Hard To Die | Band Website: www.sicksociety.band Medium: CD Spieldauer: 34:14 Minuten VÖ: 00.00.0000 |
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Wer hat Lust auf eine wenig 90er-Jahre-Ruhrpott-Metal? Und nein, ich meine nicht im Sinne der üblichen verdächtigen Thrasher, sondern Metal, wie er uns von GRAVE DIGGER und RAGE damals angeboten wurde. Nach dem etwas unscheinbaren Intro in Form von 'Beautiful Day' kommt mit 'Divide Et Impera' ein Stampfer, wie er von Chris Boltendahl und seiner Mannschaft zu "Symphony Of Death" oder "The Reaper" gerne gespielt wurde. Die Referenz an die Gladbecker Institution wird sich im Verlauf von "2 Hard 2 Die" immer wieder auftun. Neben 'Videocall For All' besonders offensichtlich in 'I Am The King', das sich aber eher auf "Heart Of Darkness" einreihen würde. Der Track hat aber dazu einen coolen Rock 'n' Roll-Vibe und die knarzigen Vocals erinnern ein wenig an HELLTRAIN, die gar nicht so unähnlich tönten. Dazu passt auch das (Bühnen-) Outfit des Quartetts mit Krawatten und Zylinder. Der andere große Einfluss, der sich immer wieder Bahn schlägt, kommt aus Herne. Peavey und seine Mittneunziger-Crew dürften auch mehrfach auf dem Plattenteller gelaufen sein. Hört mal in 'Motherfucker Dressed In White' rein und legt danach 'Sent By The Devil' vom (in meinen Ohren) besten RAGE-Album, "Black In Mind", auf. Na, klingelt's? Und wo wir schon bei tiefen Verneigungen sind: 'The Four Motherfuckers' dürfte sich zumindest in der Attitüde an 'The Four Horseman' (METALLICA) oder auch dem Gedanken hinter 'Blood Of The Kings' (MANOWAR) orientieren. Letzeres dann mit Akustikintermezzo und Schellenring.
