Kreator - Krushers Of The World | |
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| Review von Eddieson vom 16.01.2026 (792 mal gelesen) | |
Da ist es also, das 16. Album der Essener Thrash-Urgesteine KREATOR. Knappe vier Jahre nach "Hate Über Alles" legen KREATOR nach und so ziemlich jeder Fan und Nicht-Fan kann sich denken, wie das Album klingen wird. Nein, es wird kein zweites "Pleasure To Kill". Das sollte jedem klar sein. Bands entwickeln sich und wenn man 40 Jahre lang Musik macht, dann muss die Musik sich ebenfalls entwickeln. KREATOR haben verschiedene Phasen in ihrem Dasein durchgemacht. Von den wilden Achtzigern über die experimentellen Neunziger hin zur melodischen Neuzeit. Ob das nun das letzte Stadium der Entwicklung von KREATOR ist, wissen wahrscheinlich nicht mal Mille und Kollegen selbst, aber es ist eine extrem erfolgreiche Phase. Es führt kein Weg an den Essenern vorbei, ausverkaufte Konzerte in riesigen Locations mit fetten Bühnenshows und ein medialer Overload, um die Veröffentlichung des neuen Albums sind an der Tagesordnung. Und mit was? Mit Recht! KREATOR haben es sich verdient. Seit 40 Jahren spielen sie sich den Arsch ab, halten stets die Fahne des Thrash Metals hoch und werden nicht müde, dies auch weiterhin zu tun. Dafür muss man ihnen einfach Respekt zollen.Doch schauen wir mal, was der Longplayer "Krushers Of The World" zu bieten hat. Das Album startet mit 'Seven Serpents', welches durch ein ruhiges Intro à la 'Apocalypticon' von der "Gods Of Violence" eingeleitet wird. Anfänglich ein wilder Song, wird dann aber zu einer eher epischen Nummer, was die Chöre im Hintergrund fett unterstreichen, die eingestreuten scharfen Riffs lassen aber immer noch die wilden KREATOR durchschimmern. 'Satanic Anarchy' wurde ja schon im Vorfeld veröffentlicht und dürfte mit seiner Eingängigkeit nicht jedem gefallen, dennoch ein starker Song, der vor allem live wieder gut funktionieren wird. Bedrohlich baut sich dann der Titeltrack auf, der sich dann zu einer stampfenden Nummer entwickelt und sich nach und nach mit der ganzen Wucht entfaltet. Ein Nackenbrecher, der zum Mitgrölen einlädt und sich in den Gehörgängen festsetzt. 'Tränenpalast', der mit Unterstützung von HIRAES-Frontfrau Britta Görtz entstanden ist, zählt zu einer der mutigen Nummern des Albums, da hier so ein leichter KREATOR-90er-Vibe mitschwingt und so zu einer brachialen Nummer wird. Über die Growl-Qualitäten von Britta Görtz muss ich mich jetzt nicht auslassen, die Qualität ist einfach da und diese zeigt sie hier mal wieder in voller Pracht. Mit 'Barbarian' geben KREATOR dann Vollgas, auch 'Blood Of Our Blood' schlägt in diese Kerbe. Die beiden Songs katapultieren den Hörer ein wenig zurück in die 80er Jahre, natürlich lassen KREATOR auch hier die modernen KREATOR mit einfließen, aber im Großen und Ganzen sind das zwei ordentliche Thrash-Keulen, die richtig Spaß machen. 'Combatants' geht dann wieder in eine etwas andere Richtung. Runter vom Gas, hin zum Midtempo, wieder mehr Melodie und eine leicht epische Kante. Aber auch das ändert sich dann direkt wieder mit 'Psychotic Imperator', denn der Track schließt sich eher 'Barabrian' und 'Blood Of Our Blood' an, und ist somit ein weiterer Song für die Altfans, die sich allenfalls am Chor im Mittelteil stören dürften. Die volle Doublebass-Attacke gibt es dann bei 'Deathscream', welcher ebenfalls nostalgische Gefühle aufkommen lässt. 'Loyal To Grave' rundet das Album dann in moderner KREATOR-Manier ab. Ein episch-melodischer Song, der fast schon ein wenig bedächtig rüberkommt. Und nach nicht mal 45 Minuten ist es auch schon wieder vorbei. "Krushers Of The World" ist ein saustarkes Album geworden, was es vor allem der zweiten Albumhälfte zu verdanken hat, auf der KREATOR mal wieder richtig zur Sache gehen und zeigen, dass sie den alten Thrash immer noch drauf haben. Das soll die anderen Songs nicht schmälern, denn auch die modernen KREATOR liefern hier ein paar wirklich überragende Songs ab. Und so bildet "Krushers Of The World" nicht nur einen starken Querschnitt aus alten und neuen Zeiten, sondern auch ein Jahreshighlight des noch jungen 2026. Gesamtwertung: 9.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Seven Serpents 02. Satanic Anarchy 03. Krushers Of The World 04. Tränenpalast 05. Barbarian 06. Blood Of Our Blood 07. Combatants 08. Psychotic Imperator 09. Deathscream 10. Loyal To The Grave | Band Website: www.kreator-terrorzone.de Medium: CD, LP Spieldauer: 44:28 Minuten VÖ: 16.01.2026 |
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Da ist es also, das 16. Album der Essener Thrash-Urgesteine KREATOR. Knappe vier Jahre nach "Hate Über Alles" legen KREATOR nach und so ziemlich jeder Fan und Nicht-Fan kann sich denken, wie das Album klingen wird. Nein, es wird kein zweites "Pleasure To Kill". Das sollte jedem klar sein. Bands entwickeln sich und wenn man 40 Jahre lang Musik macht, dann muss die Musik sich ebenfalls entwickeln. KREATOR haben verschiedene Phasen in ihrem Dasein durchgemacht. Von den wilden Achtzigern über die experimentellen Neunziger hin zur melodischen Neuzeit. Ob das nun das letzte Stadium der Entwicklung von KREATOR ist, wissen wahrscheinlich nicht mal Mille und Kollegen selbst, aber es ist eine extrem erfolgreiche Phase. Es führt kein Weg an den Essenern vorbei, ausverkaufte Konzerte in riesigen Locations mit fetten Bühnenshows und ein medialer Overload, um die Veröffentlichung des neuen Albums sind an der Tagesordnung. Und mit was? Mit Recht! KREATOR haben es sich verdient. Seit 40 Jahren spielen sie sich den Arsch ab, halten stets die Fahne des Thrash Metals hoch und werden nicht müde, dies auch weiterhin zu tun. Dafür muss man ihnen einfach Respekt zollen.
