Myth Carver - Twist Of Fate | |
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| Review von Stormrider vom 07.01.2026 (250 mal gelesen) | |
Es dauert keine zehn Sekunden des "Twist Of Fate"-Openers, bis jedem Hörer vollkommen klar ist, dass man von MYTH CARVER nichts anderes als truesten True Metal zu hören bekommen wird. Ok, man hätte vielleicht auch beim Lesen des Songtitels 'Untamed Steel' oder dem Blick auf das Cover schon darauf kommen können. Die vier Titel, plus zwei Bonustracks, von "Twist Of Fate" sind puristischer Stahl ohne jeglichen Schnickschnack oder irgendwelche modernen Referenzen. Entsprechend nennt das Quintett aus Texas METALLICAs Debüt als Referenz. OK, das ist von vornherein eine Bürde, aber auf der anderen Seite auch nicht ganz so weit hergeholt, denn die extrem schnittigen Riffs sind trocken, geradlinig und astreines Bangerfutter. Wer also eine Kombination aus leichter Epik, klassisch(st)em Metal und Thrash goutiert. Here you go! Die Vocals neigen zu einer gewissen Theatralik und haben bisweilen dieses überdreht Verrückte des frühen Jon Oliva, ohne jedoch seine Intensität in Gänze zu erreichen. Sie sind für mich, neben dem noch ausbaufähigem Songwriting, auch ein wenig der Schwachpunkt von MYTH CARVER, und das sage ich als SAVATAGE-Jünger. Metalpuristen werden "Twist Of Fate" bestimmt lieben, auch wenn 'Thunderkill' etwas zu lange braucht, um wirklich Fahrt aufzunehmen. Der Groove von 'Shadow Firmament' hingegen, geht sofort ins Bein und auch hier zeigt das Gitarrenduo, woher es seine Einflüsse bezogen hat, und dass es mehr als ein paar Stunden am Griffbrett saß. Ja, die Gitarren sind das größte Pfund, was MYTH CARVER im Köcher haben. Die Produktion ist undergroundig und authentisch und man spendiert der geneigten Fanschar neben den vier regulären Tracks noch zwei solide Bonustracks in Form von 'King Of The Pyre' und 'Crimson Terrain'. Es sei übrigens angemerkt, dass diese EP bereits digital erschienen ist und das griechische Undergroundlabel No Remorse hier eine quasi Wiederveröffentlichung physischer Natur bietet. MYTH CARVER sind Heavy Metal vom ersten Takt bis zur letzten Note, vom Outfit, bis zum Cover, von der Produktion bis zum Label. KIT-Fans, das hier ist für Euch. Es ist noch nicht alles komplett ausgereift, und auch wenn die Refrains griffig daherkommen, im Songwriting gibt es durchaus noch Potenzial für den nächsten Schritt. Aber es ist dennoch immer wieder gut zu wissen, dass der Underground des wahren Stahls lebt und es nicht nur Loudnesswar-Core oder Black Metal gibt, die (zumindest von mir gefühlt) einen Großteil der monatlichen Veröffentlichungen dominieren. Gesamtwertung: 7.5 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Untamed Steel 02. Thunderkill 03. Shadow Firmament 04. Iron Helm 05. King Of The Pyre [Bonus Track] 06. Crimson Terrain [Bonus Track] | Band Website: www.facebook.com/mythcarvertx Medium: CD Spieldauer: 26:05 Minuten VÖ: 28.11.2025 |
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Es dauert keine zehn Sekunden des "Twist Of Fate"-Openers, bis jedem Hörer vollkommen klar ist, dass man von MYTH CARVER nichts anderes als truesten True Metal zu hören bekommen wird. Ok, man hätte vielleicht auch beim Lesen des Songtitels 'Untamed Steel' oder dem Blick auf das Cover schon darauf kommen können. Die vier Titel, plus zwei Bonustracks, von "Twist Of Fate" sind puristischer Stahl ohne jeglichen Schnickschnack oder irgendwelche modernen Referenzen. Entsprechend nennt das Quintett aus Texas METALLICAs Debüt als Referenz. OK, das ist von vornherein eine Bürde, aber auf der anderen Seite auch nicht ganz so weit hergeholt, denn die extrem schnittigen Riffs sind trocken, geradlinig und astreines Bangerfutter. Wer also eine Kombination aus leichter Epik, klassisch(st)em Metal und Thrash goutiert. Here you go! Die Vocals neigen zu einer gewissen Theatralik und haben bisweilen dieses überdreht Verrückte des frühen Jon Oliva, ohne jedoch seine Intensität in Gänze zu erreichen. Sie sind für mich, neben dem noch ausbaufähigem Songwriting, auch ein wenig der Schwachpunkt von MYTH CARVER, und das sage ich als SAVATAGE-Jünger.

