Edenbridge - Set The Dark On Fire | |
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| Review von Metal Guru vom 15.01.2026 (596 mal gelesen) | |
EDENBRIDGE sind eine (wenn nicht DIE ) Melodic Symphonic Metal-Formation aus Österreich. Sabine Edelsbacher (Gesang) und ihr Langzeitlebensabschnittsgefährte Arne Stockhammer (aka Lanvall - Arrangements, Kompositionen, Saiten, Tasten) zelebrieren seit Bandgründung im Jahre 1998 ihr dichtes, melodisches, opulentes, symphonisches Schwermetall. Nach so einigen Besetzungswechseln (in mittlerweile über 'nem Vierteljahrhundert) bedienen jetzt Johannes Gral das Schlagzeug, Steve Hall den Bass und Sven Sevens die zweite Gitarre. Meines Wissens hatten EDENBRIDGE zu keinem Zeitpunkt ihrer Karriere einen festen Keyboarder, weder im Studio noch auf Tour. Soll heißen: Chöre, Orchestersounds, Samples kommen sämtlichst aus der digitalen Dose (= Drummer spielt zum Klick). Nachteile: no Improvisation, no Überraschung, no Variation (Live vs. Studio). Vorteile: no heavy Equipment, no kaputte Rücken, no menschliche Temposchwankungen. Hm, wenn Mensch bedenkt, dass Herr Stockhammer aufgrund maroden Rückens schon mal im Rollstuhl beziehungsweise mit Stehhilfe die Bühne rockte, vielleicht nicht die schlechteste Idee ..."Set The Dark On Fire" heißt nach "Sunrise In Eden" (2000), "Arcana" (2001), "Aphelion" (2003), "Shine" (2004), "The Grand Design" (2006), "My Earth Dream" (2008), "Solitaire" (2010), "The Bonding" (2013), "The Great Momentum" (2017), "Dynamind" (2019) und "Shangri-La" (2022) EDENBRIDGEs 12. Studio-Album (von diversen Best Of-/Live-Scheiben mal abgesehen). Geboten werden 12 Songs in 53 Minuten und 36 Sekunden in mehr oder weniger "typischer" EDENBRIDGE-Tradition, wobei Track No. 4 ('Tears Of The Prophets') und Track No. 8 ('Divine Dawn Reveal') als instrumentale Vorspiele zu den jeweils folgenden "richtigen" Stücken fungieren. Ansonsten "... the same procedure as every release": bombastische Chöre (speziell in den Refrains), Harmonien mehr aus der Klassik/weniger aus dem Metal, recht rhythmische Riffs, da 'n mehrstimmiges Klampfentapping, hier 'n orchestraler Tusch, sauberes (mir generell zu leises) Schlachzeuch und über allem: Sabines nach wie vor/wie immer mittelfrequente, (ein)schmeichelnde, runde Stimme(n). EDENBRIDGE-typische "Bombastballaden" ('Bonded By The Light') dürfen ebenso wenig fehlen wie a bisserl Irish Folk ('Where The Wild Things Are') oder der in diesem Fall albumabschließende Longtrack. Das vierteilige 'Spark Of The Everflame' vereint alle beliebten und zu erwartenden EDENBRIDGE-Trademarks: Teilstück 1 ('Let Time Begin') stellt die verschiedenen Themen - vorerst rein instrumental - vor, Teilstück 2 ('The Winding Road To Evermore') markiert Sabines Sanges-Intro, Teilstück 3 ('Per Aspera Ad Astra') kommt komplett orchestral (thanks to Lanvalls Klassik-Ausbildung) und Teilstück 4 ('Where It Ends, Is Where It Starts') fasst im "großen Finale" viel Band/Bombast, viel Chor/Orchester, viel Harmonie/Rhythmus zusammen. Kennste eine EDENBRIDGE, kennste alle EDENBRIDGEs - könnte Mensch sagen. Oder auch nicht. "Set The Dark On Fire" zeichnet sich im Verhältnis zu seinen Vorgängern (und meiner wie immer subjektiven Meinung nach) durch aktualisierte Aggression, etwas höheren Gesang, opulenteres Orchester, tendenziell langsamere Tempi aus. Alles in allem mal wieder eine runde Sache, die nicht zuletzt aufgrund der langjährigen Zusammenarbeit mit THRESHOLDs Karl Groom immer mal wieder an eben DIE erinnert. Genau deswegen oder trotzdem: kaufen! Das/mein Gefühl schleichend voranschreitender Selbst-Rezitation im Hause Edelsbacher/Stockhammer werd' ich trotzdem nicht los ... Gesamtwertung: 7.5 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. The Ghostship Diaries (6:20) 02. Cosmic Embrace (3:58) 03. Where The Wild Things Are (4:42) 04. Tears Of The Prophets (1:26) 05. Our Place Among The Stars (7:17) 06. Set The Dark On Fire (5:13) 07. Bonded By The Light (4:24) 08. Divine Dawn Reveal (1:07) 09. Lighthouse (5:31) 10. Spark Of The Everflame - Let Time Begin (1:13) 11. Spark Of The Everflame - The Winding Road To Evermore (5:45) 12. Spark Of The Everflame - Per Aspera Ad Astra (2:05) 13. Spark Of The Everflame - Where It Ends, Is Where It Starts (4:34) | Band Website: www.edenbridge.org/de/ Medium: CD, LP Spieldauer: 53:35 Minuten VÖ: 16.01.2026 |
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EDENBRIDGE sind eine (wenn nicht DIE ) Melodic Symphonic Metal-Formation aus Österreich. Sabine Edelsbacher (Gesang) und ihr Langzeitlebensabschnittsgefährte Arne Stockhammer (aka Lanvall - Arrangements, Kompositionen, Saiten, Tasten) zelebrieren seit Bandgründung im Jahre 1998 ihr dichtes, melodisches, opulentes, symphonisches Schwermetall. Nach so einigen Besetzungswechseln (in mittlerweile über 'nem Vierteljahrhundert) bedienen jetzt Johannes Gral das Schlagzeug, Steve Hall den Bass und Sven Sevens die zweite Gitarre. Meines Wissens hatten EDENBRIDGE zu keinem Zeitpunkt ihrer Karriere einen festen Keyboarder, weder im Studio noch auf Tour. Soll heißen: Chöre, Orchestersounds, Samples kommen sämtlichst aus der digitalen Dose (= Drummer spielt zum Klick). Nachteile: no Improvisation, no Überraschung, no Variation (Live vs. Studio). Vorteile: no heavy Equipment, no kaputte Rücken, no menschliche Temposchwankungen. Hm, wenn Mensch bedenkt, dass Herr Stockhammer aufgrund maroden Rückens schon mal im Rollstuhl beziehungsweise mit Stehhilfe die Bühne rockte, vielleicht nicht die schlechteste Idee ...
