Vinnfrost - Frost Requiem | |
|---|---|
| Review von ReviewRalle vom 26.12.2025 (398 mal gelesen) | |
Die aus dem Nordosten Finnlands stammende Band VINNFROST treibt bereits seit 2013 ihr Unwesen, hat aber erst 2019 mit ihrem Debütalbum "Initiation" ein erstes Zeichen in der Szene setzen können. Danach war es leider auch schon wieder länger still um die Melodic Death/Black Metal-Band, bevor am 14.11.2025 mit "Frost Requiem" eine neue Veröffentlichung in Form einer kurzen aber knackigen EP anstand. Die EP kommt mit einem schönen und detailreichen Artwork daher und der Sound ist auch hochwertig, insbesondere die Gitarren und das erdige Schlagzeug überzeugen.Die vier Songs auf "Frost Requiem" kommen auf nicht ganz 15 Minuten Spielzeit, lange ausufernde Wikingerepen, die man anhand des Logos und bei der Genrekombination durchaus erwarten kann, bekommt man also schon mal nicht. Dennoch, Wikinger-Enthusiasten sollten direkt mit den ersten Tönen von 'Fate Has To Wait' abgeholt werden. AMON AMARTH-Riffs treffen auf Melodic Black Metal der ebenfalls schwedischen Prägung. Der Härtegrad im Vergleich zu AMON AMARTH ist nur deutlich höher, dafür auf der anderen Seite aber weniger episch. Auch die Screams sind mehr dem Black als dem Death Metal zuzuordnen. Und die klassischen Viking Melodic Death Metal-Riffs werden immer wieder durch Tremolo-Riffs abgelöst: eine gelungene Symbiose der beiden Stile. Der zweite Song 'Waiting For The Dead' wurde vorab veröffentlicht und vereint erneut die angesprochenen Elemente. Dieses Mal ist aber auch der Refrain sehr episch ausgelagert, was zum einen an den tollen und sehr melodischen Gitarren, zum anderen aber auch am schnell einprägsamen Text und dem reduzierten Tempo liegt. Zum Ende hin gibt es noch ein klasse Gitarrensolo, während im restlichen Song stampfender Melodic Black Metal dominiert. 'Last Of His Kind' beginnt mit einem langsamen, verhängnisvollen Riff, das nach und nach durch die anderen Musikinstrumente und einer zweiten Gitarrenspur unterstützt wird. Nach einer knappen dreiviertel Minute werden dann das Tempo und der Härtegrad deutlich gesteigert. Hier gibt es deutlich weniger AMON AMARTH als bisher, dafür eine deutlich größere Ladung DISSECTION. Das Schlagzeug hat hier bisweilen sogar leichte Punk-Attitüde, was aber schön antreibend und in keiner Weise fehl am Platze wirkt. Der abschließende Song 'Summoning' agiert wieder episch und schleppender und lädt damit durchaus zum Headbangen ein. Die Gitarren haben das eine oder andere coole Riff auf Lager und auch die Harmonien lassen aufhorchen. VINNFROST bieten auf "Frost Requiem" Viking Melodic Death Metal mit einem ordentlichen Schuss Melodic Black Metal, zusammengeschnürt in eine unterhaltsame und kurzweilige EP. Fans der Genres sollten die EP definitiv anhören und sich VINNFROST auf die Merkliste setzen. Bleibt nur noch zu hoffen, dass der nächste Release nicht wieder so lange warten muss. 7/10 Gesamtwertung: 7.0 Punkte
| |
| Trackliste | Album-Info |
| 01. Fate Has To Wait 02. Waiting For The Dead 03. Last Of His Kind 04. Summoning | Band Website: vinnfrost.bandcamp.com Medium: EP Spieldauer: 14 Min. 57 Minuten VÖ: 14.11.2025 |
Alle Artikel
Die aus dem Nordosten Finnlands stammende Band VINNFROST treibt bereits seit 2013 ihr Unwesen, hat aber erst 2019 mit ihrem Debütalbum "Initiation" ein erstes Zeichen in der Szene setzen können. Danach war es leider auch schon wieder länger still um die Melodic Death/Black Metal-Band, bevor am 14.11.2025 mit "Frost Requiem" eine neue Veröffentlichung in Form einer kurzen aber knackigen EP anstand. Die EP kommt mit einem schönen und detailreichen Artwork daher und der Sound ist auch hochwertig, insbesondere die Gitarren und das erdige Schlagzeug überzeugen.

