Fimbul Winter - What Once Was

Review von Eddieson vom 26.12.2025 (887 mal gelesen)
Fimbul Winter - What Once Was Manchmal fallen einem ja durch Zufall neue Alben oder EPs in die Hände, von denen man, ohne es vorher zu ahnen, völlig überrascht wird. So geschehen dem Schreiber dieser Zeilen mit der vorliegenden FIMBUL WINTER EP "What Once Was". Gegründet wurde die Band von den ehemaligen AMON AMARTH-Mitgliedern Anders Biazzi, Niko Kaukinen, und Fredrik Andersson. Die ersten beiden gehörten auch zu den Gründungsmitgliedern der schwedischen Winkinger-Metaller. Eigentlich als kurzes Projekt gegründet, um das komplette AMON AMARTH-Demo "The Arrival of Fimbul Winter" zu spielen und so den 50. Geburtstag von Kaukinen zu feiern. Erweitert wird das schwedische Trio durch den australischen Sänger Clint Williams, der auch noch bei MUNITIONS und am Mikro steht.

Mit der Mission, Melodic Death Metal wieder melodisch und majestätisch zu machen, gibt es auf der aktuellen EP, die übrigens schon Mitte November erschienen ist, fünf Songs, die jeden AMON AMARTH-Fan der frühen Jahre überzeugen dürften. Schon mit den ersten Klängen des Openers 'Storms Rage' fühlt man sich zurückkatapultiert in die Zeit zu "Once Sent From The Golden Hall" oder auch "The Crusher" oder "The Avenger". Majestätische Melodien, Midtempo Doublebass-Attacken und eine starke Energie, die von dem Song ausgeht. Auch der Titeltrack knüpft nahtlos daran an. Natürlich schwingen hier die Vibes der großen Metal-Wikinger mit und daraus scheinen FIMBUL WINTER auch kein Geheimnis machen zu wollen. Während AMON AMARTH den Weg des Erfolgs gewählt haben und auf die damit verbundene Eingängigkeit in den Songs, setzen FIMBUL WINTER auf Melodie und Death Metal und das machen sie verdammt gut. Denn genau so geht Melodic Death Metal. 'Mounds Of Stones' wurde schon vor einiger Zeit als Single veröffentlicht und reiht sich gekonnt in die Tracklist. Von der Songstruktur hört man schon raus, dass vor allem Biazzi am Songwriting der ersten AMON AMARTH-Veröffentlichungen beteiligt war, denn auf "What Once Was" bekommt man genau das zu hören. Lediglich Sänger Williams klingt etwas krächzender und nicht so tief, wie es der Kollege Hegg zum Beispiel tut, was letztendlich gar kein Kritikpunkt ist, denn so heben sich FIMBUL WINTER etwas von AMON AMARTH ab.

'A Soul That Soared' und 'In Solitude's Embrace' bilden dann den Abschluss der EP und lassen auch hier das Niveau absolut nicht sinken. Die Melodien sind immer noch bockstark und die Nackenmuskeln schwer strapaziert. Und so bildet "What Once Was" ein absolutes Muss für AMON AMARTH-Jünger der ersten Stunde, die den frühen Tagen der Schweden etwas hinterhertrauern. FIMBUL WINTER knüpfen an die Zeiten bis zu der "Versus The World" an, aber wecken eher Erinnerungen an die erste EP und die ersten drei Alben. Und so wird "What Once Was" zu einer absolut großartigen und starken EP. So mag ich meinen Melodic Death Metal.



Gesamtwertung: 9.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Storms Rage
02. What Once Was
03. Mounds Of Stones
04. A Soul That Soared
05. In Solitude's Embrace
Band Website:
Medium: CD, LP
Spieldauer: 23:54 Minuten
VÖ: 14.11.2025

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