Winds Of Neptune - Winds Of Neptune

Review von derkleinekolibri vom 30.11.2025 (455 mal gelesen)
Winds Of Neptune - Winds Of Neptune WINDS OF NEPTUNE, eine während der Phase staatlich verordneter menschlich stark eingeschränkter Kontakte 2020 entstandene Formation in derMotor-City Detroit, steht nach nunmehr fünf Jahren harter Arbeit mit dem selbstbetitelten Debütalbum seit dem 21. November 2025 in den Startlöchern. Acht Titel spendieren uns Ross Westerbur (Bass und Gesang), Mike Alonso (Schlagzeug) und Kevin Roberts (Gitarre). Erstaunlich, dass der Drummer von der Celtic Punk-Band FLOGGING MOLLY stammt, hier aber einem ganz anderen Stil nachgeht und seine Qualitäten bestens unter Beweis stellt.

Das Trio schmettert los, als gäb's kein Halten mehr. Mit dem Opener wird sofort die Nähe zur harten, klassischen, psychedelischen Rockmusik der 70er Jahre deutlich. Insbesondere fallen einem sofort LED ZEPPELIN und WHITESNAKE, aber auch DEEP PURPLE und UFO ein. Die Dynamik der drei Amerikaner ist überwältigend. Was alleine an Gitarrenriffs hier zu hören ist, lässt fast alles in diesem Jahr Gehörte wie musikalische Anfänge erscheinen. Ebenso trifft das im Laufe des Albums definitiv auch für Bass und Schlagzeug zu. Bluesig geht's mit 'Gas Giant' weiter, der Rock wird etwas härter und von der ersten bis zur letzten Sekunde bleibt man vom Song gefesselt. Weiterhin tonangebend spielt sich der Gitarrist mit 'La Cacciata' in die Herzen der Zuhörer, die sicherlich ebenfalls den LED ZEPPELIN-Einschlag wahrnehmen. 'Temporal Mutant' stellt die ersten drei Sahnestücke tatsächlich noch in den Schatten. Exzellent ist die etwas längere Phase, in denen das Schlagzeug deutlich die Führung übernimmt. Unwillkürlich gleiten meine Gedanken zum 1980er 'My Time - Your Time' von STRTAIGHT SHOOTER, das eine ähnliche Länge aufweist. 'U.S.L.' und 'So Sayeth The Mouth Of The Void' zeigen danach, was in ihnen steckt: Rock vom Feinsten. Doch dem Vergleich mit den beiden Bonus-Tracks, die es nur auf der CD und digital gibt, können sie trotz ihrer hohen Qualität nicht standhalten. Jetzt haltet euch fest! Ich musste zum Vergleich mit 'The Fitz' unbedingt CHARLY ANTOLINIs Meisterwerk "Knock Out" von 1979 auflegen, das häufig als Test für audiophile Anlagen verwendet wird. Das Stück von WINGS OF NEPTUNE startet mit einem wahnsinnigen Schlagzeug, zu dem sich Bass und Gitarre gesellen und das sich zu einem Blues Rock-Giganten entwickelt, der zum Ende hin noch an Schnelligkeit gewinnt, sodass dieser Song als zweiter Höhepunkt gelten muss. Doch dabei bleibt es nicht, denn nicht alleine die exzellenten Drums und der grobe Bass des über zehnminütigen 'Queen Of Sumatra' bilden einen weiteren Höhepunkt zum Abschluss des Albums - der Gitarrist zeigt erneut seine herausragenden Fähigkeiten und gibt obendrein noch ein faszinierendes Solo zum Besten.

"Winds Of Neptune" gibt es in digitaler Form, als Compact Disc und als auf 200 Stück limitiertes schwarzes Vinyl. Wie lange der Vorrat noch reicht? Keine Ahnung. Wenn sich die Klasse dieses Meisterwerks erst einmal herumgesprochen hat, dürften sich die Regale schnell lehren.

WINDS OF NEPTUNE erheben meinerseits den Anspruch auf den Thron des Jahres 2025!

Gesamtwertung: 10.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. The Faun's Rhyme
02. Gas Giant
03. La Cacciata
04. Temporal Mutant
05. U.S.L.
06. So Sayeth The Mouth Of The Void
07. The Fitz (Bonus Track - CD Digital Only)
08. Queen Of Sumatra (Bonus Track - CD Digital Only)
Band Website:
Medium: CD, LP, Digital
Spieldauer: 60:59 Minuten
VÖ: 21.11.2025

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