Stellar Circuits - Phantom::Phoenix | |
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| Review von derkleinekolibri vom 12.11.2025 (419 mal gelesen) | |
In der Progressive Metal-Szene haben STELLAR CIRCUITS im Jahr 2023 ein deutliches Zeichen mit ihrem zweiten Album "Sight To Sound" gesetzt: "Wir sind jetzt hier!" Ab 14. November 2025 heißt es dann: "Wir sind wieder hier!" Dann geht nämlich das dritte Album mit der recht ungewöhnlichen Schreibweise "Phantom : : Phoenix" an den Start. Allerdings gibt es eine tiefere Bedeutung: Phantom und Phoenix stehen für die beiden thematischen Seiten, denen sich die US-Amerikaner widmen - die persönliche Transformation des Menschen, die eine selbstzerstörerische Wirkung haben kann und die durch Feuer begleitete Wiedergeburt derselben Person in einem geänderten Ich.Mit fucking Gekeife geht das Album sofort in die Vollen. Es rumpelt und pumpelt mächtig, so wie dereinst beim Wolf und den sieben Geißlein. Ben Beddick, das Gesangsmonster, zeigt die vielen Facetten seines Könnens und haucht den Songs sowohl Emotionalität als auch Aggressivität ein. Jared Stamey flankiert die stimmlichen Attacken des Sängers mit derben, melodischen und ultrabrutalen Riffs, die Hand in Hand mit Tyler Menons Schlagzeuggewitter gehen. Das überwiegend brachiale Konzept findet seine Komplettierung durch Jesse Olsen, dessen Bass schnurstracks den Songs eine gewisse Linie vorgibt. So kraftvoll und markig sich die zehn Titel auch aus den Lautsprechern schälen, so finden sie selbst nach einigen Durchläufen nicht den richtigen Zugang ins (progressive) Metal-Herz meiner selbst. Trübsal blasen ist dennoch nicht angesagt, denn jedes einzelne Stück besticht durch Vielschichtigkeit sowohl im melodischen als auch ganz besonders im gesanglichen Bereich - schließlich entlockt Ben Beddick seinen Stimmbändern alles nur denkbar Mögliche, bei 'Corridor' hält er sich demgegenüber sogar mal ein wenig zurück. 'The War Within' ist der Song mit den feinsten Gitarrenriffs. Das relativ ruhig dahingleitende 'Gloria' strengt das Nervenkostüm des Hörers an, ohne dass man erklären kann, warum genau das so ist. Im Gegenzug folgt im Anschluss das Highlight des Longplayers der Amis: Feine Klänge bestimmen, auch dank des Sängers Variabilität, 'Same Page', das zum Ende hin schön ruppig durchs Wohnzimmer schallt. STELLAR CIRCUITS haben mit "Phantom : : Phoenix" ein Ausrufezeichen gesetzt, daran gibt's nichts zu rütteln, allerdings treten halt einige Schwächen zutage, die mich veranlassen, "nur" sieben Blutstropfen zu spenden. Erhältlich ist das Werk der Jungs aus North Carolina als Gold Vinyl (Indie Exclusive Edition), als CD und wie heute üblich auch in digitaler Form. Das Artwork entfaltet seine Wirkung natürlich am allerbesten, wenn es das Cover der goldenen Schallplatte ziert. Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. I See Your Spirit 02. Queen Mary 03. Silhouette 04. Elegant Illusion 05. The War Within 06. Bury The Ashes 07. Corridor 08. Gloria 09. Same Page 10. Paris | Band Website: Medium: CD, LP, Digital Spieldauer: 40:39 Minuten VÖ: 14.11.2025 |
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In der Progressive Metal-Szene haben STELLAR CIRCUITS im Jahr 2023 ein deutliches Zeichen mit ihrem zweiten Album "Sight To Sound" gesetzt: "Wir sind jetzt hier!" Ab 14. November 2025 heißt es dann: "Wir sind wieder hier!" Dann geht nämlich das dritte Album mit der recht ungewöhnlichen Schreibweise "Phantom : : Phoenix" an den Start. Allerdings gibt es eine tiefere Bedeutung: Phantom und Phoenix stehen für die beiden thematischen Seiten, denen sich die US-Amerikaner widmen - die persönliche Transformation des Menschen, die eine selbstzerstörerische Wirkung haben kann und die durch Feuer begleitete Wiedergeburt derselben Person in einem geänderten Ich.

