Omnium Gatherum - May The Bridges We Burn Light The Way | |
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| Review von Wulfgar vom 09.11.2025 (382 mal gelesen) | |
Es ist wieder einmal passiert. Eine Band, die ich bestenfalls peripher kannte (also circa ein, zwei Songs), entpuppt sich schon während des ersten Durchlaufs als absolutes Brett. Ich schreibe von OMNIUM GATHERUM und deren neuem Album "May The Bridges We Burn Light The Way". Uff, ein griffiger Titel geht definitiv anders, aber Namen sind ja eh nur Schall und Rauch. Wichtig ist ja der Inhalt. Und der hat es in sich, liebe Metalheads.Seit ihrer Gründung anno 1996 tummeln sich die Herren irgendwo an der Schnittstelle von Göteborger Melodic Death, modernem Heavy Metal und ein paar progressiven Tricksereien. Letztere stehen aber nicht wirklich im Vordergrund. Die Stärke der Band liegt im Gespür für catchy Melodien und Hooks, die sich gnadenlos ins Ohrwurmzentrum fräsen (zum Beispiel in 'The Last Hero' und 'Streets Of Rage'). Keine Wunder, zockt doch Hauptsongschreiber Markus Vanhala ebenfalls bei INSOMNIUM, die ja eine ganz ähnliche Nische bespielen. OMNIUM GATHERUM gehen aber doch noch eine ganze Ecke näher am Mainstream ans Werk. Anstelle der sonst so landestypischen Schwermut gibt hier eher das metallische Gaspedal den Ton an ('Barricades'). Die Twin-Gitarren und vor allem das omni(um)präsente (muhaha) Keyboard tragen dieses Trademark vom instrumentalen Album-Opener (gleichzeitig der Titeltrack) bis zum letzten Akkord an den geneigten Hörer heran. Produziert wurde der Silberling von Björn "Speed" Strid (SOILWORK), und der weiß definitiv, wie man so einem Album den richtigen Schliff verleiht. Thematisch geht es auf "May The Bridges We Burn Light The Way" lose um Geschichten von der Straße, aus verschiedenen Perspektiven. Aber auch wenn es das nicht täte, funktionierten die Songs ganz hervorragend. Meine Empfehlung lautet: Mucke aufdrehen, Augen schließen und den zugehörigen Film im Kopf selbst entwickeln. Insbesondere das instrumentale Outro taugt dafür, obwohl es ruhig eine oder zwei Minuten länger hätte sein dürfen und wenigstens ein langsames Fade-out verdient hätte, als diesen seltsam plötzlichen Cut mitten im schönsten Gewitter. Mich hat das Album vollkommen überzeugt. Jeder, der mit stark melodischer Finnen-Death-Mucke was anfangen kann, wird hier mehr als fürstlich bedient. Daumen hoch, Hut ab, Bauch rein, Brust raus, Head bangen! Greift ruhig zu, liebe Metalheads, damit macht ihr sicherlich nichts falsch. Cheers, euer Wulfgar. Gesamtwertung: 9.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. May The Bridges We Burn Light The Way 02. My Pain 03. The Last Hero 04. The Darkest City 05. Walking Ghost Phase 06. Ignite The Flame 07. Streets Of Rage 08. Barricades 09. Road Closed Ahead | Band Website: www.omniumgatherum.org Medium: CD, LP, Digital Spieldauer: 40:26 Minuten VÖ: 07.11.2025 |
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Es ist wieder einmal passiert. Eine Band, die ich bestenfalls peripher kannte (also circa ein, zwei Songs), entpuppt sich schon während des ersten Durchlaufs als absolutes Brett. Ich schreibe von OMNIUM GATHERUM und deren neuem Album "May The Bridges We Burn Light The Way". Uff, ein griffiger Titel geht definitiv anders, aber Namen sind ja eh nur Schall und Rauch. Wichtig ist ja der Inhalt. Und der hat es in sich, liebe Metalheads.

