Dolmen Gate - Echoes Of Ancient Tales | |
|---|---|
| Review von derkleinekolibri vom 08.11.2025 (470 mal gelesen) | |
Epische Metal-Melodeien, wie Dichter vor langer Zeit zu sagen pflegten, erheben sich aus den Fluten des Atlantiks rings um Portugals Hauptstadt Lissabon, getragen von fünf Musikern, die 2021 zusammenfanden und sich den Namen DOLMEN GATE gaben. "Gateways Of Eternity", ihr Debütalbum aus dem Jahre 2024, machte die Metal-Gemeinde hellhörig. Nur ein Jahr später war es dann just am Tag der deutschen Einheit so weit, dass sie ihr zweites Studioalbum "Echoes Of Ancient Tales" vorstellten. Obwohl nur ein Jahr zwischen beiden Veröffentlichungen liegt, können sie das Niveau des Erstlings locker übertreffen. Diesmal sind DOLMEN GATE mit einem Titel weniger unterwegs, was aber auch daran liegt, dass sich auf dem Debüt zwei Minutenstücke befanden, diesmal gibt es nur ein Intermezzo dieser Länge. Die acht Stücke passen wunderbar auf die ebenso wie die Compact Disc erhältliche Langspielplatte, etwas mehr als 43 Minuten dauert das musikalische Vergnügen.Wie es sich für Bewohner einer Seefahrernation gehört, widmet das Quintett, bestehend aus Ana (Gesang, Akustikgitarre), Kiko (Gitarre), Artur (Leadgitarre), Nuno (Bass) und Alex (Schlagzeug), schon den über neunminütigen Opener dem Meer: 'Souls To Sea' ist sowohl der längste und gleichzeitig auch reizvollste Titel des Longplayers. Neben angenehm klingenden Soli, dem treibenden Schlagzeug und einem exzellenten Bassfundament ist Anas Gesang das Hauptmerkmal der knappen Dreiviertelstunde, die "Echoes Of Ancient Tales" unser Leben versüßt. Besonders an dieser jungen Dame ist feststellbar, wie sehr sich die Band in so kurzer Zeit weiterentwickelt hat. 'The Prophecy' wird von Anas Akustikgitarre eingeleitet und weitet sich von Sekunde zu Sekunde zu einem glänzenden epischen Stück, das in einem Klangorkan endet. 'A Tale Of Time's End' ist vollgepackt mit filigranem Gitarrenspiel, es lädt sämtliche Luftgitarristen dieser Welt zum Mitmachen ein. Mit Themen der römischen Mythologie, die episch aufbereitet daherkommen, und Fantasyelementen hat sich die fünfköpfige Formation einen oberen Platz im portugiesischen Underground erkämpft. Das machen DOLMEN GATE noch einmal mit ihrem letzten Song 'We Are The Storm' deutlich, der mächtig ins Ohr geht und genau jenen bleibenden Eindruck hinterlässt, der die Hörerschaft mit Neugierde aufs nächste Schaffenswerk der Iberer geduldig warten lässt. Gesamtwertung: 7.5 Punkte
| |
| Trackliste | Album-Info |
| 01. Souls To Sea 02. The Maze 03. The Prophecy 04. Rising Whispers 05. A Tale Of Time's End 06. Carthage Eternal 07. Afore The Storm 08. We Are The Storm | Band Website: Medium: CD, LP Spieldauer: 43:03 Minuten VÖ: 03.10.2025 |
Alle Artikel
Epische Metal-Melodeien, wie Dichter vor langer Zeit zu sagen pflegten, erheben sich aus den Fluten des Atlantiks rings um Portugals Hauptstadt Lissabon, getragen von fünf Musikern, die 2021 zusammenfanden und sich den Namen DOLMEN GATE gaben. "Gateways Of Eternity", ihr Debütalbum aus dem Jahre 2024, machte die Metal-Gemeinde hellhörig. Nur ein Jahr später war es dann just am Tag der deutschen Einheit so weit, dass sie ihr zweites Studioalbum "Echoes Of Ancient Tales" vorstellten. Obwohl nur ein Jahr zwischen beiden Veröffentlichungen liegt, können sie das Niveau des Erstlings locker übertreffen. Diesmal sind DOLMEN GATE mit einem Titel weniger unterwegs, was aber auch daran liegt, dass sich auf dem Debüt zwei Minutenstücke befanden, diesmal gibt es nur ein Intermezzo dieser Länge. Die acht Stücke passen wunderbar auf die ebenso wie die Compact Disc erhältliche Langspielplatte, etwas mehr als 43 Minuten dauert das musikalische Vergnügen.

