Avatar - Don't Go In The Forest

Review von Eddieson vom 08.11.2025 (339 mal gelesen)
Avatar -   Don't Go In The Forest So richtig greifbar waren AVATAR auf ihren Alben ja bislang nicht. Klar, sie bieten auf ihren Alben immer einen bunten Stilmix zwischen Death Metal, Groove Metal und Alternative Metal. Doch auch das Songwriting wurde immer so ausgelegt, dass es nicht ganz leicht zugänglich war, bis sie dann 2023 ihr Album "Dance Devil Dance" veröffentlichten, ein Album, von dem 'The Dirt I'm Buried In' gerne von den rockigen Radiosendern ins Programm aufgenommen wurde. Vielleicht war dies die Initialzündung, die die Göteborger dazu brachte, auf ihrem neuen Longplayer "Don't Go In The Forest" etwas zugänglicher zu werden. Das soll nicht bedeuten, dass sie sich nun auch stilistisch in eine Richtung festgelegt haben, aber die Songs bleiben besser hängen. Das macht der Opener 'Tonight We Must Be Warriors' schon gleich deutlich. Diese Rock-Oper dürfte auf jeden Fall live gut funktionieren. 'The Airwaves' zeigt dann gleich wieder die harte Seite der Band. Ein stampfender Beat, fette Riffs, Doublebass und der aggressive Gesang machen die Death Metal/Groove-Seite der Schweden sehr deutlich. Dass AVATAR aber auch immer noch auf Theatralik bauen, zeigen sie mit 'Captain Goat' sehr eindrucksvoll. Irgendwo zwischen Shanty und Metal ist der Song anzusiedeln.

Der Titeltrack ist dann wieder gespickt von ordentlichen Riffs. Der liebliche Refrain setzt sich dann relativ schnell in den Ohren fest. Der Track dürfte sowas wie der 'The Dirt ...'-Song des Albums sein. Könnte man also auch im Radio laufen lassen. 'Death And Glitz' ist dann AVATAR-Kost der etwas härteren und leicht abgedrehten Sorte. AVATAR-Alben leben ja von ihrer Vielschichtigkeit und Abwechslung. Das ist ein elementarer Bestandteil der Alben, da bildet auch "Don't Go In The Forest" keinen Unterschied. Das hört man nicht nur bei 'Abduction Song', sondern auch beim balladesken 'Howling At The Waves', dem dann wieder ein fast schon episches 'Dead And Gone And Back Again' folgt, das erst im Alternative wildert und nach hinten raus dann wieder kurze Death Metal-Parts einbaut. 'Take This Heart And Burn' ist dann wieder von der abgedrehten Sorte und mit 'Magic Lantern' gibt es dann noch mal einen langsamen, aber brachialen Abschluss des Albums.

Okay, sind wir mal ehrlich: Als Vorband von IRON MAIDEN haben AVATAR nicht funktioniert. Das alteingesessene MAIDEN-Publikum kann mit diesem "neumodischen Kram" nicht viel anfangen. Für sich alleine und auf Album funktionieren sie aufgrund des Abwechslungsreichtums und der Vielschichtigkeit der Songs aber wirklich gut. Es passiert unheimlich viel in den Songs und man weiß nie so wirklich, was als nächstes passiert. Von daher haben AVATAR auf "Don't Go In The Forest" eine wirklich gute Arbeit gemacht.



Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Tonight We Must Be Warriors
02. In The Airwaves
03. Captain Goat
04. Don't Go In The Forest
05. Death And Glitz
06. Abduction Song
07. Howling At The Waves
08. Dead And Gone And Back Again
09. Take This Heart And Burn It
10. Magic Lantern
Band Website: www.avatar.net
Medium: CD, LP
Spieldauer: 47:20 Minuten
VÖ: 31.10.2025

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