Today Is The Day - Never Give In | |
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| Review von Metal Guru vom 02.10.2025 (1313 mal gelesen) | |
TODAY IS THE DAY ist das Anliegen/Kopfkind/Soloprojekt eines gewissen Steve Austin. Kannte ich bisher nicht, nie nix von gehört. Die mitgelieferten Live- und Studio-Bilder zeigen einen älteren, nicht gerade gesund dreinblickenden Kerl, der schmerzverzerrt ins Mikro leidet und nebenbei 'ne PRS-Klampfe traktiert. Auf seiner neuen zur Rezension stehenden Scheibe exekutiert Austin alle Elektronika, quält alle Klampfen, manipuliert den/einen Moog Sub37 und singt beziehungsweise spricht. Gäste wie David Brenner (GRIDFAILURE - Synthesizer und Stimme), Colin Frecknall (Schlagzeug), Mac Gollehon (unter anderem Live-Posaune und Session-Trompete bei/für/mit BLONDIE, DAVID BOWIE, HÉCTOR LAVOE, ONYX), Tom Jack (Bass) sowie Aaron Polk (Schlagzeug auf 'Psychic Wound’ und 'Secret Police') bereichern dabei Austins Material beziehungsweise komplettieren dessen Performance. Kannte ich bisher auch alle nicht, hab' ich auch nie nix von gehört. Bleibt mir mal wieder nur die hochkonzentrierte Hörung der georderten/zugesandten MP3s."Never Give In" besteht aus neun neuen Songs, dreht 46 Minuten und 30 Sekunden und enstand während der kranksten Scheiße (= f...ing Corona), die den Bewohnern dieses Planeten je angetan/vorgesetzt/übergestülpt/zugemutet wurde (ja, noch immer MEINE und nichts als MEINE Meinung). Austin fand sich damals (genau wie auch noch heute) in einem Zustand von (Zitat No. 1) "... socio-political chaos, seclusion, and bleakness of the times" wieder, fiel daraufhin in einen (Zitat No. 2) "... slump of depression" und wusste nur, dass er aus diesem wieder (Zitat No. 3) "... must emerge". Vor diesem besonderen/besonders deprimierenden Hintergrund präsentiert das (Zitat No. 4) "... iconic, groundbreaking, long-running visionary/psychedelic metal outfit TODAY IS THE DAY" auf seinem 14. offiziellen Studio-Album wenig verwundernde Titel wie 'Intentional Psychological Warfare', 'Pain And Frustration' oder 'The Choice Is Yours'. DIE handeln inhaltlich, wovon sie inhaltlich handeln - okay, but what about the music? DIE bewegt sich beziehungsweise Mr. Austin und seine oben aufgelisteten Gäste bewegen sich irgendwo zwischen Depro Doom, Indie Industrial, Manic Metal und Post Punk. Eindringlich gesprochene, oft effektierte (Doppler, Pitch-Shifter, Verzerrer) und vor allem viele Stimmen stimmen nicht gerade optimistisch, was angesichts der covidalen Auf-/Ausnahmesituation mehr bestätigt als weniger überrascht. Na ja, Mr. Austin nutzt halt das ihm zur Verfügung verbliebene/stehende Stimmbandpotenzial voll aus: Mal schreit er, mal spricht er. Manchmal singt er auch, ohne dabei zu genau auf akkurates Timing oder richtige Tonhöhe zu achten. Seine Klampfen klingeln mal halb-clean vor sich hin, mal zerren sie ganz ordentlich - sowohl akustisch als auch an den Nerven. Die übrigen Instrumente begleiten/hinterlegen/unterstützen Austin nach bestem Können und Wollen. Hm, passt! Die Gäste passen auch beziehungsweise sich dem Geschehen an, folgen dem austinschen Masterplan und erschaffen zusammen eine ambivalente "Wenn schon scheiße, dann aber richtig"-Atmosphäre. Da steht (Zitat No. 5) "... for fans of BOTCH, CONVERGE, DEADGUY, KEN MODE, MASTODON, NEUROSIS, SKULLFLOWER, ZENI GEVA". DAS mag stimmen - danke für die Empfehlungen! Nach circa dreimaliger Hörung erzeugt die Scheibe bei mir - entgegen ihrem zwangsoptimistischen Titel - eine aggressiv-angepisste, elend-energische, rastlos-resignierte Stimmung. Ne, da kommen weder Freude (worüber?) noch Hoffnung (worauf?) noch Zuversicht (wohin?) auf. Eher das Gegenteil ... - ohne Wertung - | |
| Trackliste | Album-Info |
| 01. Divide And Conquer (5:30) 02. I Got Nothin' (4:59) 03. Intentional Psychological Warfare (6:00) 04. Never Give In (5:48) 05. Secret Police (3:21) 06. Psychic Wound (5:10) 07. The Choice Is Yours (6:22) 08. Pain And Frustration (3:58) 09. The Cleansing (5:22) | Band Website: Medium: CD Spieldauer: 46:30 Minuten VÖ: 03.10.2025 |
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TODAY IS THE DAY ist das Anliegen/Kopfkind/Soloprojekt eines gewissen Steve Austin. Kannte ich bisher nicht, nie nix von gehört. Die mitgelieferten Live- und Studio-Bilder zeigen einen älteren, nicht gerade gesund dreinblickenden Kerl, der schmerzverzerrt ins Mikro leidet und nebenbei 'ne PRS-Klampfe traktiert. Auf seiner neuen zur Rezension stehenden Scheibe exekutiert Austin alle Elektronika, quält alle Klampfen, manipuliert den/einen Moog Sub37 und singt beziehungsweise spricht. Gäste wie David Brenner (GRIDFAILURE - Synthesizer und Stimme), Colin Frecknall (Schlagzeug), Mac Gollehon (unter anderem Live-Posaune und Session-Trompete bei/für/mit BLONDIE, DAVID BOWIE, HÉCTOR LAVOE, ONYX), Tom Jack (Bass) sowie Aaron Polk (Schlagzeug auf 'Psychic Wound’ und 'Secret Police') bereichern dabei Austins Material beziehungsweise komplettieren dessen Performance. Kannte ich bisher auch alle nicht, hab' ich auch nie nix von gehört. Bleibt mir mal wieder nur die hochkonzentrierte Hörung der georderten/zugesandten MP3s.