Cemetery - Thoughts On Life ... And Death | |
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| Review von Dead_Guy vom 02.09.2025 (1512 mal gelesen) | |
Die bayrischen CEMETERY (nicht zu verwechseln mit den drölfzig anderen Bands gleichen Namens oder die mit einem A statt des zweiten E) haben eine tragische Geschichte hinter sich. In den 80ern gegründet, kam 1994 das Debüt raus und nach diesem legte man die Band still, da das Label pleite war. Aber seit 2017 sind sie wieder aktiv und bringen nun ihr zweites Album raus, dem man die musikalische Erfahrung der Musiker anhört. Stilistisch geht man in die 90er zurück und serviert skandinavischen Melodic Death Metal, der sich glücklicherweise jeglichen Trends verschließt. Und auch wenn man die Naivität wie Unbekümmertheit dieser Zeit nicht hinaufbeschwören kann, so schafft man es, eine hochgradig abwechslungsreiche Scheibe voller guter Riffs, packender Melodien und Kniffe im Songwritting zu kredenzen. Dabei schafft die Band es, die Melodien nie zu dudelig oder positiv werden zu lassen, das "Death" in der Genrebezeichnung bleibt stets präsent. Was das Ganze aber interessanter macht als viele andere Vertreter, ist, dass man sich nicht vor anderen Genres und Einflüssen verschließt: hier ein bisschen klassischer Todesstahl, dort eine thrashige Note, ab und an ein paar technische Verzierungen und gelegentliche Einflüsse aus dem symphonischen Schwarzmetall sorgen für ein vielseitiges Werk, was in seinem Segment sich nicht vor der internationalen Konkurrenz verstecken braucht. Einzelne Songs rauszupicken ist bei der gleichbleibenden Qualität schwierig, dafür ist der Closer 'Thoughts On Death' zu Beginn eine sehr atmosphärisch-schleppende Nummer, die sich im Verlauf dramaturgisch geschickt immer weiter steigert. Wem im melodischen Death Metal oftmals die Heavyness und Durchschlagkraft fehlt, kann hier einen Vertreter bekommen, der genau das liefert und kaum Wünsche offenlässt. Ich als Am-Rand-Verfolger dieses Subgenres müsste länger überlegen, wann ich zuletzt solch einen Gefallen an einem Album daraus gefunden habe, auch wenn mir das ein oder andere Solo zu melodiös ausgefallen ist, aber das ist zu vernachlässigen. Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Thoughts On Life 02. Among The Dead 03. Grief, Anger And Despair 04. Physical Fear 05. Nothingness 06. Lock The Doors To Your Mind 07. Believe 08. Truth "A" 09. Thoughts On Death | Band Website: Medium: CD Spieldauer: 49:41 Minuten VÖ: 08.08.2025 |
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Die bayrischen CEMETERY (nicht zu verwechseln mit den drölfzig anderen Bands gleichen Namens oder die mit einem A statt des zweiten E) haben eine tragische Geschichte hinter sich. In den 80ern gegründet, kam 1994 das Debüt raus und nach diesem legte man die Band still, da das Label pleite war. Aber seit 2017 sind sie wieder aktiv und bringen nun ihr zweites Album raus, dem man die musikalische Erfahrung der Musiker anhört. Stilistisch geht man in die 90er zurück und serviert skandinavischen Melodic Death Metal, der sich glücklicherweise jeglichen Trends verschließt. Und auch wenn man die Naivität wie Unbekümmertheit dieser Zeit nicht hinaufbeschwören kann, so schafft man es, eine hochgradig abwechslungsreiche Scheibe voller guter Riffs, packender Melodien und Kniffe im Songwritting zu kredenzen. Dabei schafft die Band es, die Melodien nie zu dudelig oder positiv werden zu lassen, das "Death" in der Genrebezeichnung bleibt stets präsent.
