Kokkinià - The Last Are Lost From The List

Review von Froosti vom 28.08.2025 (684 mal gelesen)
Kokkinià - The Last Are Lost From The List Bereits 2022 hat das Album "The Last Are Lost From The List" der Griechen KOKKINIÀ digital das Licht der Welt erblickt. Mit einigen Jahren Verspätung folgt nun der physische Release der Platte, leider nur im CD-Format. Das Cover lässt mich etwas ratlos zurück und ich habe keine wirkliche Idee, was mich auf diesem Album erwarten wird. In der Promo steht allerdings als Untertitel Heavy Prog Rock. Leider ist der restliche Text vom Label komplett auf Französisch, was für eine internationale Promo recht fragwürdig erscheint. Aber werfen wir den Text mal in die Ecke und lassen die Musik für sich sprechen. Kann eine Band unter dem Banner Heavy Prog Rock mich überzeugen?

Was ich bereits nach ein paar Minuten sagen kann, ist, dass die Band nicht ins Korsett einer Heavy Prog Rock-Gruppe passt. Auf mich prasseln viele verschiedene Einflüsse aus den unterschiedlichsten Bereichen der Gitarrenmusik ein. Betrachtet man die Vocals, so fühlt man sich im ersten Moment im Stoner Rock heimisch. Ein knarzig rauer Gesang, der trockener kaum rüberkommen kann, sorgt für ein entspanntes Kopfnicken. Wechselt dieser dann allerdings auf Klargesang, wird es für mich schnell zu einer Belastungsprobe. Zum Glück kommt dies nicht allzu häufig vor. Was allerdings beide Seiten gemeinsam haben, ist das geringe Maß an Abwechslung, die der Gesang bietet. Entweder bekommt man geflüsterten Klargesang oder eben den rauen Stoner-Gesang. Das ist auf ganzer Länge eintönig und ermüdend.

Auch der weitere Verlauf von "The Last Are Lost From The List" kann man sehr gut unter dem Punkt "ermüdend" zusammenfassen. Zwar bieten KOKKINIÀ auf instrumentaler Seite deutlich mehr Abwechslung als am Gesang, aber eine wirkliche Spannung oder Atmosphäre erschaffen sie damit nicht. Die Basis bildet weiterhin Stoner Rock mit einigen progressiven Elementen. An manchen Stellen kommt sogar ein wenig Country-Feeling auf, was sich aber gut mit dem Stoner-Anteil verbinden lässt. Von technischen, störenden Gefrickel sieht die Gruppe zum Glück ab und lässt lieber mit ein paar intensiven Soli aufhören. Dies ist leider aber auch der einzige Teil, der mich wirklich interessiert aufhorchen lässt. Die meiste Zeit plätschert die Platte einfach so vor sich hin und ich merke, wie es mir immer schwerer fällt, meine Aufmerksamkeit bei der Musik zu halten. Ruhige Ambient-Zwischenspiele wie in 'Syope' machen das Ganze nur noch schlimmer und ich frage mich echt, warum diese überhaupt mit auf der CD sind.

Zusammenfassend kann ich "The Last Are Lost From The List" nur wenig abgewinnen. Zu eintönig, zu langweilig, zu fragwürdig plätschert das Album an mir vorbei. Nichts bleibt hängen und in mir regt sich auch nicht der Wunsch nach einem weiteren Durchlauf. Ich bin mit Sicherheit nicht der größte Fan der progressiven Musik, aber andere Bands haben da die Nase ein deutliches Stück weiter vorn. Wer es allerdings experimentell mag und eine Vorliebe für Stoner Rock mit psychedelischen und progressiven Einflüssen hat, könnte an dieser Platte Gefallen finden. Gebt der Band mal eine Chance und macht euch ein Bild!



Gesamtwertung: 4.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Whoami
02. Stachte
03. Blue On Black
04. Enigma
05. Syope
06. Shelt3r
07. Lethe
08. Tromos/Thyella
09. Arboreal
Band Website: facebook.com/kokkinoi
Medium: CD
Spieldauer: 50:34 Minuten
VÖ: 00.00.0000

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