Mob Rules - Rise Of The Ruler

Review von ReviewRalle vom 21.08.2025 (1454 mal gelesen)
Mob Rules - Rise Of The Ruler Seit nunmehr 31 Jahren treibt die deutsche Power Metal-Band, welche sich nach BLACK SABBATHs Album MOB RULES benannte, schon ihr Unwesen. Von der ursprünglichen Besatzung ist jedoch nur noch Sänger Klaus Dirks übrig, der Qualität der Musik haben die Besatzungswechsel aber nie wirklich geschadet und als Alleinstellungsmerkmal funktioniert Klaus' Stimme auch einwandfrei, denn er singt nicht nur fantastisch, sondern hat auch eine Stimme, die sich aus der Menge abhebt. MOB RULES haben bisher 10 Alben veröffentlicht, zuletzt das wirklich starke "Beast Reborn", welches auch Platz 37 der deutschen Charts erreichte. Sieben Jahre mussten Fans nun auf neues Futter warten und am 22.08.2025 ist es endlich soweit, dann erscheint Album Nummer 11 "Rise Of The Ruler". "Rise Of The Ruler" ist aber keine logische Fortsetzung von "Beast Reborn", vielmehr bekennt man sich stilistisch und vor allem thematisch den Anfängen der Band und knüpft an die ersten beiden Veröffentlichungen "Savage Land" (1999) und "Temple Of Two Suns" (2000) an. Wie man anhand des Artworks unschwer erkennen kann, geht es dabei um ein dem Mad Max-Universum nicht allzu unähnlichem Szenario.

Mit knapp 47 Minuten und 11 Songs fällt das Album ziemlich genretypisch aus und was ebenfalls typisch für das Sextett ist, ist die Qualität der Musik, denn die überzeugt wie immer bei den Niedersachsen ab der ersten Sekunde. Nach einem schön kurz gehaltenen und gesprochenen Intro startet das Album direkt mit einem kraftvollen Riff und hämmernden Drums. Da kann man eigentlich nur die Matte kreisen und die Faust gen Himmel strecken lassen. So geht Power Metal.

Ab hier gibt es auch bis auf eine Ausnahme wirklich keinen Qualitätsverlust. Man bekommt durch die Bank rifflastigen, eher härteren und im stampfenden Midtempo gehaltenen Power Metal mit hervorragendem Gesang serviert. Vor zuckersüßen Keyboard-Passagen macht MOB RULES gekonnt einen großen Bogen, denn das Keyboard geht hier tatsächlich nie auf den Sack, nimmt keine Härte aus der Musik, sondern unterstreicht vielmehr an den passenden Stellen die Atmosphäre oder unterstützt die gute Gitarren-Arbeit. Dass die Soli hier auch durch die Bank fantastisch sind, sollte nicht unerwähnt bleiben. Auch die Parts, in denen MOB RULES das Tempo anzieht oder herausnimmt, fügen sich optimal in den Sound ein und verleihen der Musik so eine schöne Dynamik. Als Hörprobe hierfür dient hierfür die Single 'Trial And Trail Of Fear".

Wer es generell flotter haben möchte, kriegt seine Vollbedienung mit 'Future Loom', das Ding eignet sich auch perfekt zum Gasgeben (aber bitte immer vorausschauend fahren!) auf der Autobahn. Epischer, getragener und somit auch langsamer geht es bei 'Nomadic Oasis' zu. Hier kommt der Bass auch schön im Mix hervor und der Refrain sitzt schon beim zweiten Durchgang. Einfach eine saugute Power Metal-Hymne, die durch ein bockstarkes Solo gekrönt wird. Leider gibt es mit 'On The Trail' eine rein akustisch vorgetragene Ballade, die nicht an die Qualität der restlichen Songs heranreicht. Bei aller Liebe kein schlechter Song, aber Balladen sollten in der Regel etwas in einem auslösen, diese tut es bei mir einfach nicht. Alles halb so wild, denn mit dem abschließenden Titeltrack 'Equilibrium (Rise Of The Ruler)' endet das Album auf einem erneuten Hoch.

Und so bleibt MOB RULES' Diskografie weiterhin lückenlos und auf sehr hohem Niveau. Wer ORDEN OGAN und BRAINSTORM zu seinen Favoriten zählt, kann bei MOB RULES blind zugreifen.

9/10

Gesamtwertung: 9.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. The Fall Of Dendayar
02. Exiled
03. Future Loom
04. Dawn Of Second Sun
05. Back To Savage Land
06. Trial And Trail Of Fear
07. Providence
08. Nomadic Oasis
09. Coast Of Midgard
10. On The Trail
11. Equilibrium (Rise Of The Ruler)
Band Website: www.mobrules.de
Medium: CD, LP
Spieldauer: 46 Min. 42 Minuten
VÖ: 22.08.2025

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