Manegarm - Edsvuren | |
|---|---|
| Review von Metal Guru vom 27.08.2025 (709 mal gelesen) | |
MÅNEGARM sind - wenn Mensch den beigepackten Promo-Fotos Glauben schenkt - drei Schweden, die sich bereits vor über 30 Jahren dem Nordic Folk (aka Wikinger) Metal verschrieben haben. Der für den Black Metal-Einfluss verantwortlich zeichnende (Zitat No. 1) "Riff-Meister" Markus Andé meistert meisterliche Riffs, Erik Grawsiö sorgt auf 'Skild Från Hugen' mit seiner (Zitat No. 2) "... eindringlichen Stimme" für (Zitat No. 3) "... feierliche Wucht", und (Zitat No. 4) "Schlagzeug-Druide" Jakob Hallegren rüstet zum Beispiel in 'Likgökens Fest' für (Zitat No. 5) "... härtere Schlachten". Alles klar! Die Gästeliste listet außerdem Gäste wie Grawsiös Tochter Lea Grawsiö Lindström, Liv Hope Lenard (Stimme beim Titelstück) sowie Ellinor Videfors. Alle zusammen sorgen für den (Zitat No. 7) "... perfekten Kontrast von Härte und Schönheit". Ja, doch, DAS stimmt wohl - klingt wirklich sehr hart-schön! Weniger hart, dafür genauso schön geigt auch der (Zitat No. 8) "acoustic master" Martin Björklund auf 'Rodhins Hav'. So weit die Basics ..."Edsvuren" heißt das mittlerweile 12. Volle-Länge-Werk der bekennenden Neo-Wikinger, besteht aus 12 zünftigen Stücken und rotiert 50 metgeschwängerte Minuten und 56 folkig-nordische Sekunden. Die typische Metal-Besetzung (= E-Bass, E-Klampfe und Schlachzeuch) auf der einen, die authentische Wikinger-Instrumentierung (= drehende Leiern, leiernde Flöten, fiddelnde Geigen, hochfrequenter Weibes-Singsang) auf der anderen Seite erzeugen von Anfang bis Ende, durch und durch, von hinten bis vorne eine Stimmung, der Mensch sich schwer entziehen kann. Während die Damen der Schöpfung durchweg "richtig" (= tonal korrekt) singen, bellen/fauchen/grollen/meckern/rufen die Herren Modern-Times-Wikinger. Manchmal singen auch sie (siehe weiter oben) - DAS klingt dann gar nicht mal sooo übel! Die weder zu unpassenden noch zu seltenen noch zu kurzen Instrumental-Parts tun ihr Übriges: Andeutung von Abwechslung/Demonstration von Können/Erzeugung von Interesse inmitten folkig-nordischer, heldenhaft-melodischer, stampfend-tänzelnder Wikinger-Zelebrierung! Viking Metal (als Musikstil) scheint sich nach wie vor großer oder sogar größer werdender Beliebheit zu erfreuen. Ich denke, das liegt hauptsächlich an der Instrumentierung/am Image/an der Illusion, Mensch könne allein durch den Konsum solcher Klänge in kämpferische, sagenumwobene, vergangene Zeiten ab-/ein-/untertauchen. Viking Metal (als Thema, inhaltlich, textmäßig) erscheint zumindest MIR deutlich unzugänglicher: lang vergangen, längst vergessen, in der beziehungsweise für die Gegenwart kaum "relevant", kaum oder wenn, dann nur nur für Spezialisten von Interesse. Oder - aus aktuellem Krieges-/Rüstungs-/Zerstörungswahn - vielleicht DOCH? Hm, mich erinnern Texte wie auf "Edsvuren" an eine Standard-Predigt eines Standard-Predigers runter von einer Standard-Kanzel einer Standard-Kirche runter auf ein Standard-Publikum mit Standard-Erwartungen: Alles gut und schön, möglicherweise sogar besänftigend/erhellend/motivierend, aber wo genau ist der Bezug zum Heute, zum Jetzt? Also: Musik acht Tropfen, Texte drei - macht zusammen 11 (Tropfen), geteilt duch zwei = fünfkommafünf, aufgerundet sechs. Sieht irgendwie negativer aus als es sich anfühlt ... Gesamtwertung: 6.0 Punkte
| |
| Trackliste | Album-Info |
| 01. I Skogsfruns Famn (5:22) 02. Lögrinns Vårn (4:13) 03. En Blodvittneskrans (4:04) 04. Rodhins Hav (2:40) 05. Till Gudars Följe (4:08) 06. En Nidings Dad Dåd (6:03) 07. Hör Mitt Kall (3:28) 08. I Runor Ristades Orden (2:19) 09. Skild Från Hugen (7:06) 10. Likgökens Fest (4:53) 11. Edsvuren (4:20) 12. Ofredsfylgjor (2:20) | Band Website: www.manegarm.com Medium: CD, digital Spieldauer: 50:56 Minuten VÖ: 29.08.2025 |
Alle Artikel
MÅNEGARM sind - wenn Mensch den beigepackten Promo-Fotos Glauben schenkt - drei Schweden, die sich bereits vor über 30 Jahren dem Nordic Folk (aka Wikinger) Metal verschrieben haben. Der für den Black Metal-Einfluss verantwortlich zeichnende (Zitat No. 1) "Riff-Meister" Markus Andé meistert meisterliche Riffs, Erik Grawsiö sorgt auf 'Skild Från Hugen' mit seiner (Zitat No. 2) "... eindringlichen Stimme" für (Zitat No. 3) "... feierliche Wucht", und (Zitat No. 4) "Schlagzeug-Druide" Jakob Hallegren rüstet zum Beispiel in 'Likgökens Fest' für (Zitat No. 5) "... härtere Schlachten". Alles klar! Die Gästeliste listet außerdem Gäste wie Grawsiös Tochter Lea Grawsiö Lindström, Liv Hope Lenard (Stimme beim Titelstück) sowie Ellinor Videfors. Alle zusammen sorgen für den (Zitat No. 7) "... perfekten Kontrast von Härte und Schönheit". Ja, doch, DAS stimmt wohl - klingt wirklich sehr hart-schön! Weniger hart, dafür genauso schön geigt auch der (Zitat No. 8) "acoustic master" Martin Björklund auf 'Rodhins Hav'. So weit die Basics ...
