Fer De Lance - Fires On The Mountainside

Review von Dead_Guy vom 05.08.2025 (1675 mal gelesen)
Fer De Lance - Fires On The Mountainside FER DE LANCE konnten schon mit ihrem Debüt ‘The Hyperborean‘ einen Achtungserfolg in der Epic-Szene erreichen. Ich zu meiner Schande muss gestehen, dass ich es zwar mitbekommen hatte, aber bisher noch nicht gehört, weswegen dieses Album nun meinen Erstkontakt mit der Band darstellt.

Die Musik der Band ist im besten Sinne aus der Zeit gefallen und gerade atmosphärisch geht es um lange vergangene Zeiten und Fantasy. Musikalisch gibt es auf der einen Seite englische Einflüsse, was die Harmonien angeht und mich hier und da zum Beispiel an DARK FOREST erinnert, wenn man bei neueren Bands bleiben möchte - aber auf der anderen Seite gibt es harschere Momente, die in den Bereich des Viking Metals gehen, BATHORY lassen grüßen. Die Songs sind angenehm verspielt, strotzen nur so vor Detailreichtum und so schafft es die Band, auch lange Songs wie den Opener und Titeltrack mit seinen zwölf Minuten kurz(weilig) wirken zu lassen. Dazu gibt es eine charismatische Stimme, die es schafft, die Geschichten mit der passenden Präsenz und Emotionen zu untermalen und gleichzeitig für die nötige Eingängigkeit und Mitsingbarkeit sorgt. Auch die Solos an der Gitarrenfront sind klasse und überzeugen mit Spielfreude und Gefühl statt Egomanengewichse. Einzige Abzüge gibt es für einzelne zu hymnische Momente, das sind aber Kleinigkeiten, die dem großen Ganzen keinen Abbruch tun und von größeren Liebhabern des Genres als mir vermutlich nicht als störend empfunden werden.

Hier ist jeder Song ein Fest für Freunde epischer Musik und schafft es, dem eher britisch klingenden Epic Metal durch eine frostige Note aus Skandinavien eine eigene Note zu verleihen, die die Musik von Artverwandten wie VISIGOTH, ETERNAL CHAMPION oder GATEKEEPER abhebt. Deren Fans bekommen allerdings ein wahrlich tolles Album geboten, was für Fans des Genres sicherlich zu den Highlights des Jahres gehören wird. Ach ja, und zum Abschluss wird es gar noch ungewöhnlich: Die Melodien in 'Tempest Stele', die nach Nahost klingen, sind noch mal ein besonderer Farbtupfer, was nochmals überraschend kommt und zum Ende im Gedächtnis bleibt.

Gesamtwertung: 8.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Fires On The Mountainside
02. Ravens Fly (Dreams Of Daidalos)
03. Death Thrives (Where Walls Divide)
04. Fire & Gold
05. The Feast Of Echoes
06. Children Of The Sky And Sea
07. Tempest Stele
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 48:53 Minuten
VÖ: 27.06.2025

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