Abhorrent Expanse - Enter The Misanthropocene | |
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| Review von Metal Guru vom 13.08.2025 (1541 mal gelesen) | |
ABHORRENT EXPANSE sind Brian Courage (A-, E- und präparierte Bässe, E-Piano), Erik Fratzke (E-Bass, Gitarre, präpariertes E-Piano, Synthesizer), Tim Glenn (Becken, Glocken, Trommeln, Türen, Metall, Perkussion) und Luke Polipnick (Gitarren, Metall, präparierter E-Bass, Stimmen). Was dieses in und um Chicago, Minneapolis und Umgebung rumhängende Quartett musikalisch macht, berschreibt das Decibel Magazine als (Zitat No. 1) "... heavy and unrelenting, moving seamlessly between blasting death metal, doom interludes, and oddly timed music in a genre all its own". Metal Injection empfiehlt Folgendes (Zitat No. 2) "... if you're a fan of the more free-jazz side of metal, then you're really going to dig this one". Und No Clean Singing fasst zusammen (Zitat No. 3) ".... the musicians challenged themselves; their music will challenge you. But it's a challenge well worth taking if your tastes include appetites for things adventurous, and things mad". Alles klar!"Enter The Misanthropocene" heißt nach dem 2022er Debüt "Gateways To Resplendence" ABHORRENT EXPANSEs Zweitwerk (in nur einem Jahr), offeriert 11 frei impovisierte Stücke in 47 Minuten und 23 Sekunden und hat - entgegen der Einschätzung des Beipackzettels beziehungsweise oben genannter Magazine - mit Jazz, Metal, Prog, Rock oder weiß die Wurst wenig bis gar nichts zu tun. MEINER Meinung nach! Und warum nicht, geehrter Herr Läster-Rezensent? Naja, es existieren weder Akkorde/Harmonien noch Melodien/Tonfolgen noch Refrains/Strophen noch Rhythmen/Soli. Aber wenn all das fehlt - was hören beziehungsweise kriegen wir dann? Gedudel/Gefrickel/Gegniedel, Geklingel/Geklöter/Geschepper - alles zu 100 Prozent auf oben genannten Instrumenten improvisiert! Abgesehen vom viereinhalbminütigen Titelstück, das mit zerrender Klampfe (= Geschraddel, KEIN Riff!), rumpelndem Rhythmus (= Gestolpere, KEIN Groove!) und stressiger Stimme (= Gegurgel, KEIN Gesang!) in irgendeine Core Death-, Death Grind- oder Grind Metal-Irre leitet, herrschen im weiteren Verlauf akustisches Chaos, formlose Kompositionslosigkeit und rhythmischer Zufall vor. Nichts gegen Chaos, Formlosigkeit und Zufall - bringt bestimmt viel Spaß, solch Zeuch zusammen mit Gleichgesinnten zu fabrizieren, aber bei DER Ankündigung hab' ich - ganz offensichtlich - anderes erwartet (= bin dementsprechend enttäuscht, fast gelangweilt, nicht wirklich wohlwollend). Zu ABHORRENT EXPANSEs Ehrenrettung sei gesagt, dass jeder einzelne Track durchaus individuelle Stimmung erzeugt. DIE liegt aber mehr im Bereich Fragezeichen/Interesse oder Langeweile/Nerverei, weniger Anspannung/Entspannung oder Freude/Trauer. MEINER Meinung nach ... Also, mich erinnern ABHORRENT EXPANSE beziehungsweise "Enter The Misanthropocene" an irrwitzige Improvisationseskapaden á la KING CRIMSON - nur akustischer, mutloser und weit weniger witzig. Meiner musikalischen Meinung nach haben ABHORRENT EXPANSE beziehungsweise deren "Enter The Misanthropocene" nur insofern was mit Jazz (und ähnlich verhassten Musikstilen) zu tun, als dass hier viel (wie gesagt: 100 Prozent) improvisiert wird. Das war's dann aber auch mit "Jazz" - keine abenteuerliche Jazz-Harmonik, keine anstrengende Jazz-Rhythmik, keine ausufernden Jazz-Soli. Stattdessen - hm, Geräusche, Spielereien, Verarsche? Der Beipackzettel informiert (Zitat No. 4) "... all eleven movements on "Enter The Misanthropocene" were improvised live by ABHORRENT EXPANSE". DAS kann Mensch hören und DAS ist per se ja auch überhaupt nicht verwerflich, aber "Stücke" wie 'Ascension Symptom Acceleration', 'Crystal Proliferation In Subharmonic Space' oder 'Prostrate Before Chthonic Devourment' haute ich im Zehnerpack raus - pro Tag! Wenn mich irgendjemand drum bäte. Da mich aber niemand drum bittet, schreibe ich diese enttäuschten, fast gelangweilten, nicht wirklich wohlwollenden Worte ... - ohne Wertung - | |
| Trackliste | Album-Info |
| 01. Enter The Misanthropocene (04:35) 02. Kairos (01:55) 03. Praise For Chaos (03:52) 04. Crystal Proliferation In Subharmonic Space (03:39) 05. Waves Of Graves (02:33) 06. Assail The Density Matrix (02:46) 07. Drenched Onyx (03:54) 08. Nephilim Disinterred (06:24) 09. Dissonant Aggressors (02:37) 10. Ascension Symptom Acceleration (04:41) 11. Prostrate Before Chthonic Devourment (10:27) | Band Website: Medium: CD Spieldauer: 47:23 Minuten VÖ: 16.08.2025 |
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ABHORRENT EXPANSE sind Brian Courage (A-, E- und präparierte Bässe, E-Piano), Erik Fratzke (E-Bass, Gitarre, präpariertes E-Piano, Synthesizer), Tim Glenn (Becken, Glocken, Trommeln, Türen, Metall, Perkussion) und Luke Polipnick (Gitarren, Metall, präparierter E-Bass, Stimmen). Was dieses in und um Chicago, Minneapolis und Umgebung rumhängende Quartett musikalisch macht, berschreibt das Decibel Magazine als (Zitat No. 1) "... heavy and unrelenting, moving seamlessly between blasting death metal, doom interludes, and oddly timed music in a genre all its own". Metal Injection empfiehlt Folgendes (Zitat No. 2) "... if you're a fan of the more free-jazz side of metal, then you're really going to dig this one". Und No Clean Singing fasst zusammen (Zitat No. 3) ".... the musicians challenged themselves; their music will challenge you. But it's a challenge well worth taking if your tastes include appetites for things adventurous, and things mad". Alles klar!