Brunhilde - In Love Yours Hate | |
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| Review von Opa Steve vom 02.08.2025 (1495 mal gelesen) | |
Der Name lässt aufhorchen, denn man überlegt unweigerlich, was man mit BRUNHILDE denn assoziieren würde und wie das alles klingen mag? Frontfrau Caro geht mir zu Beginn mit ihrem kieksigen Gesang beim Titelsong schon schwer auf die Nüse und das ist nicht gerade ein gelungener Start, wenn eine Scheibe bei mir so ungeschickt die Tür öffnet. Doch meine Bedenken lichten sich dann doch relativ schnell - zwar ist der Titelsong insgesamt bis auf den ordentlichen Refrain keine Offenbarung, aber was danach noch an weiteren 11 Songs folgt, hebt meine Stimmung von Song zu Song. Die Hooks werden dichter und besser, die Vocals von Track Eins entpuppen sich als Missverständnis, denn Caro hat eine ordentlich rotzige Rockröhre, kann in unterschiedlichen Emotionen mit viel Power singen und vermittelt eine fabelhafte "Leck-mich-am-Arsch"-Attitüde, die die Punkrock-Einflüsse des Quartetts unterstreicht. Einige Songs würde ich vielleicht mit den heutigen VICE SQUAD vergleichen ('Gossip Girl', 'Running Away'), andere Titel erinnern mich eher an MELISSA AUF DER MAUR ('Go With The Flow'). Dennoch bewahrt sich die Band zwischen den locker-flockigen Uptempo-Nummern und anspruchsvollerem Songwriting immer einen eigenen Stil. Das hört man besonders an dem etwas melancholischen 'Wait', welches in meinen Ohren beweist, dass die Band nicht zwingend einem Schema folgt, aber dennoch bei stilistischer Vielfalt ihre eigenen Trademarks dennoch durchscheinen lässt. Auch die gelegentlich auftönende Trompete gehört zu den Merkmalen, die bei vielen Bands dann rasch zum Fremdkörper werden, aber von BRUNHILDE irgendwie doch aus einem Guss in ihren Stil integriert wurden. Wenn dann auch noch die Klasse bis zum Ende der Scheibe stabil bleibt (der Refrain von 'Like Miss God' ist brutal gut und 'Who The Fuck' lädt nochmal zum Moshen ein), dann zeigt das, dass die Band nicht einfach ein paar Zufallstreffer im Songwriting landet, sondern dass hier wirklich Potenzial ist. Mir gefällt die Scheibe ausgesprochen gut - sie ist abwechslungsreich, glänzt durch tolle Vibes und überzeugt auch in der Produktion. Die acht Blutstropfen sind verdient - vergesst den Ausrutscher am Anfang.Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. In Love Yours Hate 02. Are You Blind 03. Gossip Girl 04. Halali 05. Running Away 06. Souls Unchained 07. Go With The Flow 08. Wait 09. Surface 10. Hit And Run 11. Like Miss God 12. Who The Fuck | Band Website: Medium: CD Spieldauer: 37:40 Minuten VÖ: 04.07.2025 |
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Der Name lässt aufhorchen, denn man überlegt unweigerlich, was man mit BRUNHILDE denn assoziieren würde und wie das alles klingen mag? Frontfrau Caro geht mir zu Beginn mit ihrem kieksigen Gesang beim Titelsong schon schwer auf die Nüse und das ist nicht gerade ein gelungener Start, wenn eine Scheibe bei mir so ungeschickt die Tür öffnet. Doch meine Bedenken lichten sich dann doch relativ schnell - zwar ist der Titelsong insgesamt bis auf den ordentlichen Refrain keine Offenbarung, aber was danach noch an weiteren 11 Songs folgt, hebt meine Stimmung von Song zu Song. Die Hooks werden dichter und besser, die Vocals von Track Eins entpuppen sich als Missverständnis, denn Caro hat eine ordentlich rotzige Rockröhre, kann in unterschiedlichen Emotionen mit viel Power singen und vermittelt eine fabelhafte "Leck-mich-am-Arsch"-Attitüde, die die Punkrock-Einflüsse des Quartetts unterstreicht. Einige Songs würde ich vielleicht mit den heutigen VICE SQUAD vergleichen ('Gossip Girl', 'Running Away'), andere Titel erinnern mich eher an MELISSA AUF DER MAUR ('Go With The Flow'). Dennoch bewahrt sich die Band zwischen den locker-flockigen Uptempo-Nummern und anspruchsvollerem Songwriting immer einen eigenen Stil. Das hört man besonders an dem etwas melancholischen 'Wait', welches in meinen Ohren beweist, dass die Band nicht zwingend einem Schema folgt, aber dennoch bei stilistischer Vielfalt ihre eigenen Trademarks dennoch durchscheinen lässt. Auch die gelegentlich auftönende Trompete gehört zu den Merkmalen, die bei vielen Bands dann rasch zum Fremdkörper werden, aber von BRUNHILDE irgendwie doch aus einem Guss in ihren Stil integriert wurden. Wenn dann auch noch die Klasse bis zum Ende der Scheibe stabil bleibt (der Refrain von 'Like Miss God' ist brutal gut und 'Who The Fuck' lädt nochmal zum Moshen ein), dann zeigt das, dass die Band nicht einfach ein paar Zufallstreffer im Songwriting landet, sondern dass hier wirklich Potenzial ist. Mir gefällt die Scheibe ausgesprochen gut - sie ist abwechslungsreich, glänzt durch tolle Vibes und überzeugt auch in der Produktion. Die acht Blutstropfen sind verdient - vergesst den Ausrutscher am Anfang.
