Azathoth's Dream - Solitary Forest Necromancy | |
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| Review von Dead_Guy vom 20.07.2025 (2142 mal gelesen) | |
Mittlerweile ist der Markt mit lo-fi-/ Raw Black Metal-Bands massiv überfüllt, kein Wunder, denn die meisten Akteure bringen es ja auf mehrere Bands/Projekte und vieles davon klingt obendrein noch austauschbar. Dementsprechend hatte ich auch wenig Erwartungen an diese Band, die die selben Leute wie bei LURING sind. Musikalisch unterscheiden sich die beiden kaum, tief in den 90ern verwurzelter Black Metal mit simplen Melodien, Keyboard, ein bisschen Dungeon Synth (der sich nur in Intro und Outro so richtig zeigt) und alles schön verwaschen. Was mich bei AZATHOTH’S DREAM aber positiv überrascht hat, ist, dass man deutlich dynamischer agiert, statt einer Melodie oder Riff im Stück dürfen hier mehr sein, es ist immer noch simpel, aber so bringt man Abwechslung rein. Auch sind die Melodien erstaunlich eingängig fürs Genre, aber zum Glück nie zu sehr oder mit Zuckerglasur versehen. Und auch wenn ich beileibe kein Freund des Kitschs bin, hier steckt er mich merkwürdigerweise an, vielleicht auch deshalb, weil es immer etwas over the top ist, wie zum Beispiel das hohe Gekreische und irgendwo auch naiv. Wer dem Bandnamen nach Lovecraft-Atmosphäre erwartet, wird bitter enttäuscht, außerweltliche Abgründe tun sich hier nicht auf. Stattdessen bekommt man einsame Schlossruinen bei Vollmond geboten, in denen die ein oder andere Fledermaus ihr Unwesen treibt. Ich bin positiv überrascht und kann daher nur eine Empfehlung aussprechen.
Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Malefic Spellcraft 02. Death Denied 03. Ancient Black Blood 04. Solitary Forest Necromancy 05. Malevolence Enshrined 06. Coven Of The Ancient Black Flame 07. Exsanguinated And Impaled 08. Heed The Call 09. Under Cover Of Night 10. Beyond The Veil Of This Reality | Band Website: Medium: CD Spieldauer: 35:44 Minuten VÖ: 11.07.2025 |
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Mittlerweile ist der Markt mit lo-fi-/ Raw Black Metal-Bands massiv überfüllt, kein Wunder, denn die meisten Akteure bringen es ja auf mehrere Bands/Projekte und vieles davon klingt obendrein noch austauschbar. Dementsprechend hatte ich auch wenig Erwartungen an diese Band, die die selben Leute wie bei LURING sind. Musikalisch unterscheiden sich die beiden kaum, tief in den 90ern verwurzelter Black Metal mit simplen Melodien, Keyboard, ein bisschen Dungeon Synth (der sich nur in Intro und Outro so richtig zeigt) und alles schön verwaschen. Was mich bei AZATHOTH’S DREAM aber positiv überrascht hat, ist, dass man deutlich dynamischer agiert, statt einer Melodie oder Riff im Stück dürfen hier mehr sein, es ist immer noch simpel, aber so bringt man Abwechslung rein. Auch sind die Melodien erstaunlich eingängig fürs Genre, aber zum Glück nie zu sehr oder mit Zuckerglasur versehen. Und auch wenn ich beileibe kein Freund des Kitschs bin, hier steckt er mich merkwürdigerweise an, vielleicht auch deshalb, weil es immer etwas over the top ist, wie zum Beispiel das hohe Gekreische und irgendwo auch naiv. Wer dem Bandnamen nach Lovecraft-Atmosphäre erwartet, wird bitter enttäuscht, außerweltliche Abgründe tun sich hier nicht auf. Stattdessen bekommt man einsame Schlossruinen bei Vollmond geboten, in denen die ein oder andere Fledermaus ihr Unwesen treibt. Ich bin positiv überrascht und kann daher nur eine Empfehlung aussprechen.
