Seasons In Black - Anthropocene | |
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| Review von Eddieson vom 05.07.2025 (16573 mal gelesen) | |
Ludwig Maurer ist einigen vielleicht als Koch, Fernsehkoch, Gastronom oder Kochbuchautor bekannt. Er ist aber nicht nur eben jenes, sondern nebenbei auch noch Bassist bei SEASONS IN BLACK, mit denen er das dritte Album "Anthropocene" veröffentlicht. Die Band ist seit 1996 aktiv, allerdings können sie bisher mit "Deadtime Stories" und "The Swansong Diearies" erst auf zwei weitere Alben zurückblicken. Dass da mal acht oder auch 12 Jahre zwischen den Veröffentlichungen liegen, ist also bekannt. Nun legen sie also "Anthropocene" vor und gleich mit dem Opener 'World Wide Venom' nehmen SEASONS IN BLACK den Hörer bei der Hand und führen sie in ihre Welt des düsteren Metals, der auch mit ordentlich Wumms aus den Boxen kommt. Immer schwingt so ein leichter Groove-Faktor mit und man hält sich eher im Fahrwasser des Midtempos auf. Hier und da werden mit Keyboardklängen noch ein paar Akzente gesetzt, so wie bei 'Seasons In Black'.Auch die eingesetzten cleanen Vocals bei 'You Get What You Give' kommen schön atmosphärisch und mit einer Melodie, die sich direkt im Hirn festsetzt. Und damit haben wir schon ein erstes Highlight gleich an dritter Stelle. 'Yellow Sky' ist dann ein ziemlich intensives Biest und bildet so ein bisschen den Schnittpunkt zwischen Doom und Death Metal. Das folgende 'Inside' von STILTSKIN sollte die Alternative Generation aus den 90ern noch kennen. Zwar kommt die Version von SEASONS IN BLACK lange nicht an die Original-Version ran, bildet aber hier eine nette Abwechslung. 'Blacksite' führt uns dann wieder zurück zu den eigenen Kompositionen der Bayern, und hiermit fahren sie das Tempo etwas hoch, fährt aber auch recht unspektakulär am Hörer vorbei. Wuchtig und groovig wird es dann mit 'Fatal Fallout' und dann gegen Ende fällt das Album leider etwas ab, denn auch 'Hell Again' bietet nicht viel. Freundschaftliche Verbundenheit zeigen SEASONS IN BLACK mit Michelle Darkness (END OF GREEN), der auf "Anthropocene" ebenso zum EInsatz kommt wie Specki T.D. und Micha Rhein von IN EXTREMO. 'Forsaken' bildet dann den Abschluss und kann hier nochmal mit einer enormen Intensität, Epik und einer düsteren Atmosphäre überzeugen. "Anthropocene" zeigt sich in seiner Gesamtheit als ein wuchtiges und intensives Werk, das vor allem mit 'You Get What You Give' einen echten Diamanten-Song innehat. Gesamtwertung: 6.5 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. World Wide Venom 02. Seasons In Black 03. You Get What You Give 04. Yellow Sky 05. Inside 06. Blacksite 07. Fatal Fallout 08. Hell Again 09. Forsaken | Band Website: Medium: CD, LP Spieldauer: 43:27 Minuten VÖ: 04.07.2025 |
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Ludwig Maurer ist einigen vielleicht als Koch, Fernsehkoch, Gastronom oder Kochbuchautor bekannt. Er ist aber nicht nur eben jenes, sondern nebenbei auch noch Bassist bei SEASONS IN BLACK, mit denen er das dritte Album "Anthropocene" veröffentlicht. Die Band ist seit 1996 aktiv, allerdings können sie bisher mit "Deadtime Stories" und "The Swansong Diearies" erst auf zwei weitere Alben zurückblicken. Dass da mal acht oder auch 12 Jahre zwischen den Veröffentlichungen liegen, ist also bekannt. Nun legen sie also "Anthropocene" vor und gleich mit dem Opener 'World Wide Venom' nehmen SEASONS IN BLACK den Hörer bei der Hand und führen sie in ihre Welt des düsteren Metals, der auch mit ordentlich Wumms aus den Boxen kommt. Immer schwingt so ein leichter Groove-Faktor mit und man hält sich eher im Fahrwasser des Midtempos auf. Hier und da werden mit Keyboardklängen noch ein paar Akzente gesetzt, so wie bei 'Seasons In Black'.

