Steve Hackett - The Lamb Stands Up Live at the Royal Albert Hall | |
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| Review von Metal Guru vom 11.07.2025 (9925 mal gelesen) | |
STEVE HACKETT war irgendwann mal (= zwischen 1971 und 1978) der Gitarrist von GENESIS. GENESIS (= Tony Banks, Phil Collins, Peter Gabriel, Steve Hackett, Mike Rutherford) waren irgendwann mal eine der abenteuerlichsten, einflussreichsten, individuellsten, kreativsten, musikalischten Progressive Rock-Bands der 70er (Jahre). Lang ist's her! Deren letzte Platte VOR Herrn Gabriels Ausstieg (1974) trug den befremdlichen/obskuren/verwirrenden Titel "The Lamb Lies Down On Broadway" und war erstens ambitioniert, zweitens anstrengend und drittens artistisch nicht ausschließlich "genial". Dessen (für damalige Verhältnisse) exorbitante Länge von circa 90 Minuten erzwang ein preisreduziertes Doppel-Vinyl und tourte die Welt exakt ein einziges Mal. Dann war Feierabend: Gabriel wanderte gen Weltmusik, Collins steppte vom Super-Schlachzeuch ans Mega-Mikro, Rutherford wurde zum Mechaniker und Hackett ließ sich von seinen drei "Kumpels" weiterhin unterdrücken. Nach zwei weiteren Quartett-Scheiben (= "A Trick Of The Tail" und "Wind And Wuthering") flüchtete dann auch er gen Solo-Karriere. 50 Jahre später kommt der gute Mann nun daher und lässt "das Lamm" im Laufe seiner seit 1996 andauernden "GENESIS Revisited"-Tour wiederauferstehen. Aus diesem Anlass wurde (mal wieder) das halbe Lamm einstudiert, (mal wieder) die altehrwürdige Royal Albert Hall gebucht, (mal wieder) die notwenige Technik installiert, und das hör- beziehungsweise sehbare Ereignis/Erlebnis/Ergebnis kann sich Mensch JETZT noch mal/schon wieder reintun."The Lamb Stands Up Live In The Royal Albert Hall" ist nicht mehr/weniger als ein weiterer Beweis dafür, was eh alle HACKETT-Jünger seit circa 50 Jahren wissen: Der Typ kann Gitarre spielen, Punkt! Der Typ beziehungsweise dessen Beiträge wurden bei GENESIS größtenteils runtergeknüppelt, Doppelpunkt!! Und der Typ ist der einzige verbliebene Ex-GENESISer, der nach wie vor voll zu dem/seinem (?) "alten Sound" steht, Dreifachpunkt!!! Seine derzeitige Band (Craig Blundell/Schlagzeug und Stimme, Roger King/Tasten, Jonas Reingold/Bass, Basspedale, 12saitige Gitarre und Stimme, Nad Sylvan/Hauptstimme und Tambourine, Rob Townsend/Querflöte, Saxofon, Stimme und Tasten) kann "den alten Kram" so dermaßen originalgetreu reproduzieren ("covern"?), dass der/die geneigte GENESIS-Enthusiast/in "das Orignal" tatsächlich NICHT vermisst. Gänsehäutige Gäste wie beispielsweise (Bruder) John Hackett (Querflöte auf 'Hands Of The Priestess'), Amanda Lehmann (Engelsstimme auf 'Shadow Of The Hierphant', IBANEZ-Gitarre auf 'Every Day'), Steve Rothery (Gitarre auf 'Fly On A Windshield') und Ray Wilson (Hauptstimme auf 'The Carpet Crawlers') machen die ohnehin imposante Performance noooch imposanter. Alles gut, alles imposant und alles schön, aber jetzt mal im Ernst: Irgendwann ist der gesamte GENESIS-Katalog (mit Hackett als aktivem Mitglied) abgegrast - was DANN? Egal, zu den neun "Lamb"-Stücken (= circa die Hälfte des Original-Doppelalbums) gesellen sich - wie immer - einige HACKETT-Hits (= 'A Tower Struck Down', 'Camino Royale' und 'Every Day'), einige Neuigkeiten ('Circo Inferno', 'Devil's Cathedral', 'People Of The Smoke' und 'These Passing Clouds') und einige obligate Zugaben (= 'Firth Of Fifth', 'Los Endos' und 'The Cinema Show'). DIE hat HACKETT bereits in der Vergangenheit mehrfach performt UND mehrfach veröffentlicht, ebenfalls in geradezu beängstigender Perfektion. Muss ich all das jetzt noch mal/schon wieder haben? Wer - wie ich als bekennender Art-/Kopf-/Prog-Rocker - alle GENESIS-Original-Vinyls der 70er, (fast) alle Live- und sämtliche Studio-CDs/DVDs der COLLINS-Ära und dann auch noch faktisch alles von HACKETT himself hängen/liegen/stehen hat, braucht "The Lamb Stands Up Live In The Royal Albert Hall" nicht. MEINE Meinung. Warum so negativ? Nun, die beste GENESIS-"Coverband" der Welt lässt die Vergangenheit in der Gegenwart derart authentisch/echt/original klingen, dass Mensch kaum einen Unterschied feststellen kann. Ja, klar: alles fetter, alles schwerer, alles voluminöser, aber halt nix Neues. Für Hackett-Maniacs/Nostalgiker/Sammler sicherlich unverzichtbar, für mich leider langweilig ... - ohne Wertung - | |
| Trackliste | Album-Info |
| 01. People Of The Smoke (04:48) 02. Circo Inferno (03:13) 03. These Passing Clouds (03:09) 04. Devil's Cathedral (05:34) 05. Every Day (06:38) 06. Hands Of The Priestess (03:52) 07. A Tower Struck Down (04:43) 08. Low Notes And High Hopes (03:17) 09. Camino Royale (10:12) 10. Shadow Of the Hierophant (10:58) 11. The Lamb Lies Down On Broadway (05:18) 12. Fly On A Windshield (08:43) 13. Broadway Melody Of 1974 (02:28) 14. Hairless Heart (02:30) 15. The Carpet Crawlers (06:02) 16. The Chamber Of 32 Doors (05:38) 17. Lilliwhite Lileth (03:07) 18. The Lamia (07:27) 19. It (04:40) 20. Dancing With The Moonlit Knight (08:29) 21. The Cinema Show (11:04) 22. Aisle Of Plenty (01:35) 23. Firth Of Fifth (10:15) 24. Los Endos (12:54) | Band Website: www.hackettsongs.com Medium: CD, LP Spieldauer: VÖ: 11.07.2025 |
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STEVE HACKETT war irgendwann mal (= zwischen 1971 und 1978) der Gitarrist von GENESIS. GENESIS (= Tony Banks, Phil Collins, Peter Gabriel, Steve Hackett, Mike Rutherford) waren irgendwann mal eine der abenteuerlichsten, einflussreichsten, individuellsten, kreativsten, musikalischten Progressive Rock-Bands der 70er (Jahre). Lang ist's her! Deren letzte Platte VOR Herrn Gabriels Ausstieg (1974) trug den befremdlichen/obskuren/verwirrenden Titel "The Lamb Lies Down On Broadway" und war erstens ambitioniert, zweitens anstrengend und drittens artistisch nicht ausschließlich "genial". Dessen (für damalige Verhältnisse) exorbitante Länge von circa 90 Minuten erzwang ein preisreduziertes Doppel-Vinyl und tourte die Welt exakt ein einziges Mal. Dann war Feierabend: Gabriel wanderte gen Weltmusik, Collins steppte vom Super-Schlachzeuch ans Mega-Mikro, Rutherford wurde zum Mechaniker und Hackett ließ sich von seinen drei "Kumpels" weiterhin unterdrücken. Nach zwei weiteren Quartett-Scheiben (= "A Trick Of The Tail" und "Wind And Wuthering") flüchtete dann auch er gen Solo-Karriere. 50 Jahre später kommt der gute Mann nun daher und lässt "das Lamm" im Laufe seiner seit 1996 andauernden "GENESIS Revisited"-Tour wiederauferstehen. Aus diesem Anlass wurde (mal wieder) das halbe Lamm einstudiert, (mal wieder) die altehrwürdige Royal Albert Hall gebucht, (mal wieder) die notwenige Technik installiert, und das hör- beziehungsweise sehbare Ereignis/Erlebnis/Ergebnis kann sich Mensch JETZT noch mal/schon wieder reintun.