Wulkanaz - Luftuz | |
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| Review von Dead_Guy vom 03.06.2025 (4927 mal gelesen) | |
WULKANAZ dürfte wohl die größte Obskurität des schwedischen Black Metals darstellen: Man nehme ARCKANUM, macht deren Musik noch primitiver (ja, das geht), gibt eine Portion punkige Rotzigkeit hinzu und das alles auf merkwürdigen Substanzen und fertig, das ist WULKANAZ. Dieses Mal jedoch ist das Ganze ein Stückchen musikalischer ausgefallen, das ein oder andere Riff beziehungsweise Melodie hat einen klassischen Metal- oder Folk-Einschlag, die Songs sind länger und es gibt mehr Dynamik. Ansonsten ist alles wie gehabt und was das Projekt ausmacht, nämlich punkiges Black Metal-Geschrote, immer mit Wahnsinn gekoppelt. Was das Projekt auch auszeichnet, sind die weirden Sprünge, mitten im Stück rituelle Ambient-Einlagen sind hier völlig normal und machen das Ganze besonders. Alles wirkt improvisiert, wenig durchkomponiert und man könnte an der ein oder anderen Stelle objektiv anmerken, dass das Schrott ist, es ist aber genau diese Mischung und diese merkwürdige wie trashige ist das was es so eigen und besonders macht. Und so bekommt man eine Atmosphäre geboten zwischen Suff, Medikamenten und rituellem Pilzenaschen bei Vollmond. Was ich dem Macher hinter WULKANAZ, der auch hinter dem Projekt WAGNER ÖDEGARD steht, welches das bekanntere ist, hoch anrechnen muss, ist, dass er es schafft, in einem Bereich wie konservativem Black Metal noch was mit Wiedererkennungswert zu kreieren, etwas, was frisch und anders klingt. Ganz klarer Fall von Love-it-or-hate-it, ich gehöre definitiv zur ersteren Fraktion und finde in Sachen "klassischen Black Metal" wird es schwer, da noch was draufzusetzen und jetzt nasch ich weiter vom Schwarzgebrannten und geh mit Kobolden durch den nächtlichen Wald, um an duchgeknallten Zeremonien teilzunehmen, den Soundtrack dazu habe ich ja.
Gesamtwertung: 9.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Hökvind 02. Gulbraza 03. Till Intet Gjord 04. Sigldu Pa Enslika Sioar 05. Dö Af Bote Lia 06. Rydning 07. Krokharpor 08. Bradhnavitni 09. Pukans Svartte Ledh 10. Draparin Villa | Band Website: Medium: CD Spieldauer: 34:51 Minuten VÖ: 18.04.2025 |
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WULKANAZ dürfte wohl die größte Obskurität des schwedischen Black Metals darstellen: Man nehme ARCKANUM, macht deren Musik noch primitiver (ja, das geht), gibt eine Portion punkige Rotzigkeit hinzu und das alles auf merkwürdigen Substanzen und fertig, das ist WULKANAZ. Dieses Mal jedoch ist das Ganze ein Stückchen musikalischer ausgefallen, das ein oder andere Riff beziehungsweise Melodie hat einen klassischen Metal- oder Folk-Einschlag, die Songs sind länger und es gibt mehr Dynamik. Ansonsten ist alles wie gehabt und was das Projekt ausmacht, nämlich punkiges Black Metal-Geschrote, immer mit Wahnsinn gekoppelt. Was das Projekt auch auszeichnet, sind die weirden Sprünge, mitten im Stück rituelle Ambient-Einlagen sind hier völlig normal und machen das Ganze besonders. Alles wirkt improvisiert, wenig durchkomponiert und man könnte an der ein oder anderen Stelle objektiv anmerken, dass das Schrott ist, es ist aber genau diese Mischung und diese merkwürdige wie trashige ist das was es so eigen und besonders macht. Und so bekommt man eine Atmosphäre geboten zwischen Suff, Medikamenten und rituellem Pilzenaschen bei Vollmond. Was ich dem Macher hinter WULKANAZ, der auch hinter dem Projekt WAGNER ÖDEGARD steht, welches das bekanntere ist, hoch anrechnen muss, ist, dass er es schafft, in einem Bereich wie konservativem Black Metal noch was mit Wiedererkennungswert zu kreieren, etwas, was frisch und anders klingt. Ganz klarer Fall von Love-it-or-hate-it, ich gehöre definitiv zur ersteren Fraktion und finde in Sachen "klassischen Black Metal" wird es schwer, da noch was draufzusetzen und jetzt nasch ich weiter vom Schwarzgebrannten und geh mit Kobolden durch den nächtlichen Wald, um an duchgeknallten Zeremonien teilzunehmen, den Soundtrack dazu habe ich ja.
