Employed To Serve - Fallen Star

Review von Lestat vom 26.05.2025 (13739 mal gelesen)
Employed To Serve - Fallen Star EMPLOYED TO SERVE. Dieser Name dürfte wohl bislang eher Anhängern der Metalcore-Szene etwas sagen denn der breiten Massen. Mit "Fallen Star" veröffentlichen die Briten jetzt ihr fünftes Album, für das sie sich mit vier Jahren besonders viel Zeit gelassen haben. Stilistisch würde ich die Kombo ziemlich klar dem Metalcore zurechnen, sie selbst sehen bei sich auch Einflüsse von Mathcore, Hardcore, Punk und Death Metal. Über Death Metal können wir noch reden, der Rest wirkt auf mich eher wie eine Art Namedropping. Wie das Kind am Ende genannt wird spielt allerdings auch nur sekundär eine Rolle.

Fakt ist, dass EMPLOYED TO SERVE sich alle Mühe geben, damit keine Langeweile aufkommt und sie in der Tat eher flexibel sind. Insbesondere Sängerin Justine Jones drückt der Band mit ihrer Stimme einen Stempel auf, wechselt unter anderem beim Titeltrack an einigen Stellen grandios und mit sanftem Übergang von mehr oder weniger klarem Sprechgesang hin zu Screams. Insgesamt bringt sie eine schneidendscharfe Aggression rein, die ihresgleichen sucht. Hingegen sind die klischeehaften Klargesänge von Gitarrist Sammy Urwin nur bedingt förderlich für den Hörgenuss. Was nicht daran liegt, dass Sammy nicht singen kann, sondern weil man das einfach von so vielen Songs und Bands kennt. Definitiv stark ist dafür die Gitarrenarbeit von Sammy und David, sie weiß durch Präzision und technische Finesse zu glänzen und ist der zweite starke Markenkern neben Justines Gesang. Hier bewegen wir uns eben nicht nur in den typischen Metalcorebereichen, sondern erkunden auch Randregionen des Death Metal. Und dies immer ohne aufgesetzt oder künstlich zu wirken.

Von einigen Ausnahmen abgesehen geben EMPLOYED TO SERVE die meiste Zeit Vollgas. Und das nicht auf stupide Art und Weise, sondern durchaus mit Abwechslung und Kreativität, einem ausgefeilten Songwriting und technisch sauberer Instrumentenarbeit. Das Album macht also durchaus Spaß, hat aber immer dann seine Schwächen, wenn man zu eindeutig in die Metalcore-Klischees abdriftet. Die Fünf haben definitiv Potential und ich kann das Album alles in allem empfehlen.

Gesamtwertung: 7.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Treachery
02. Fallen Star
03. Atonement
04. Breams Me Down
05. Familiar Pain
06. Brother, Stand Beside Me
07. Now Thy Kingdom Come
08. Last Laugh
09. Whose Side Are You On?
10. The Renegades
11. From This Day Forward
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer:
VÖ: 25.04.2025

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