Ancient Bards - Artifex | |
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| Review von Metal Marcus vom 25.05.2025 (14517 mal gelesen) | |
Sechs Jahre nach "Origine - The Black Crystal Sword Saga Part 2" laden uns die Italiener von ANCIENT BARDS ein weiteres Mal ein, um gemeinsam mit ihnen auf eine epische Quest zu gehen. Erneut präsentiert man der Hörerschaft Symphonic Power Metal, der unweigerlich Assoziationen zu RHAPSODY (mit oder ohne Fire) aufkommen lässt. Garniert wird das Ganze von einem lyrischen Fantasy-Konzept rund um ein mächtiges Schwert und ja, auch hier kann man sich der Querverbindungen zu RHAPSODY nicht verschließen. Doch was solls? Wenn es gut gemacht ist, kann ich auch sehr viel Spaß mit Fantasy, Drachen und einer Portion Kitsch haben. Also sattle ich mein Ross, schultere mein Schwert und lasse mich in die mächtige Quest hineinziehen.Natürlich gehört zu einem Album aus diesem Subgenre des Metal ein orchestrales Intro mit gesprochenen Erzählerpassagen. Der eine feiert es, der andere drückt eventuell auf den Skip-Knopf. Der eigentliche Opener hört dann auf den Namen 'My Prima Nox' und fegt die Boxen doch ordentlich durch. Mit flottem Tempo, Ohrwurm-Refrain und einem ganz besonderen Bonbon kann der Song punkten: Sängerin Sara Squadrani erhält gesangliche Unterstützung von einem 42-stimmigen Chor! Das klingt wirklich bombastisch und macht Laune auf weitere Songs und man zaubert im direkten Anschluss mein ganz persönliches Highlight der Scheibe aus dem Hut. 'The Vessel' dauert knappe sechs Minuten und diesmal bekommt Sara Unterstützung von einem Metalzwerg: Francesco Cavalieri von WIND ROSE überzeugt mit seiner kraftvollen Stimme und bringt den Song sicher ans Hitufer. Was außerdem erwähnt werden muss ist die fantastische Bassarbeit, die den Song unglaublich nach vorne treibt. Klasse! 'The Empire Of Black Death' präsentiert uns dann das bereits hinlänglich bekannte Spiel, wohlklingenden Frauengesang mit Growls zu mischen. Keine neue Idee, aber der Song bleibt auch in meinem Ohr. Leider baut die Scheibe in meiner Wahnehmung danach ziemlich ab. 'Unending' präsentiert sich als ruhige, balladeske Nummer und auch 'Ministers Of Light' kommt nicht so kraftvoll daher wie die Eröffnung der Scheibe. Einzig 'Soulbound Symphony' setzt nochmals neue Impulse, präsentiert man uns hier doch eine Geige, welche von Gabriele Boschi gespielt wird, den man sonst von WINTERAGE kennen kann. Im hinteren Teil des Albums vermisse ich die zwingenden Melodien ein wenig und der sehr poppige Appeal 'Sea Of Solitude' will auch nicht so recht zünden. Was man der Band absolut hoch anrechnen muss, ist das Hochhalten der Fahne für physische Medien. So erscheint das Album in einer limitierten Doppel-CD, der das ganze Album als Instrumental-Version beiliegt (etwas, was auch NIGHTWISH gern praktizieren). Darüber hinaus gibt es ein 24-seitiges Booklet, in welchem es Liner Notes von Band-Mastermind Daniele Mazza rund um die Story hinter "Artifex" gibt. Was hätte das für ein Album werden können, wenn alle Tracks das Niveau des Eröffnungs-Tripels 'My Prima Nox', 'The Vessel' und 'The Empire Of Black Death' halten würden. Leider geht "Artifex" in meinen Ohren nach der Hälfte aber ziemlich die Puste aus und alles wirkt eher gleichförmig, ohne die großen Wow-Effekte, die man zum Start noch hatte. Schade, denn zu gern würde ich das Album allen Fans von Symphonic Power Metal empfehlen, doch dies kann ich tatsächlich nur mit Einschränkung tun. Immerhin findet sich neben dem bereits angesprochenen Dreifachschlag zu Beginn mit 'Soulbound Symphony' ein weiterer Kracher auf der Scheibe, sodass ich in Summe von vier wirklich sehr guten Stücken berichten kann. Vielleicht hätte dem Album eine kürzere Spielzeit gutgetan, da mir vor allem hintenraus die Ohrwürmer fehlen. Anspielempfehlungen: 'My Prima Nox', 'The Vessel' und 'Soulbound Symphony'. 7 seelenbindende Symphonien Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Luminance and Abyss 02. My Prima Nox 03. The Vessel 04. The Empire Of Black Death 05. Unending 06. Ministers Of Light 07. Proximity 08. Soulbound Symphony 09. My Blood and Blade 10. Mystic Echoes 11. Under the Shadow 12. Sea Of Solitude 13. Artifex | Band Website: Medium: CD Spieldauer: 62:53 Minuten VÖ: 25.04.2025 |
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Sechs Jahre nach "Origine - The Black Crystal Sword Saga Part 2" laden uns die Italiener von ANCIENT BARDS ein weiteres Mal ein, um gemeinsam mit ihnen auf eine epische Quest zu gehen. Erneut präsentiert man der Hörerschaft Symphonic Power Metal, der unweigerlich Assoziationen zu RHAPSODY (mit oder ohne Fire) aufkommen lässt. Garniert wird das Ganze von einem lyrischen Fantasy-Konzept rund um ein mächtiges Schwert und ja, auch hier kann man sich der Querverbindungen zu RHAPSODY nicht verschließen. Doch was solls? Wenn es gut gemacht ist, kann ich auch sehr viel Spaß mit Fantasy, Drachen und einer Portion Kitsch haben. Also sattle ich mein Ross, schultere mein Schwert und lasse mich in die mächtige Quest hineinziehen.
