Spiritus Mortis - The Great Live | |
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| Review von Metal Marcus vom 25.05.2025 (13554 mal gelesen) | |
SPRITUS MORTIS gelten als die erste finnische Doom Metal-Band. Gegründet wurde die Formation 1987 noch unter dem Namen RIGOR MORTIS, doch bereits 1988 erfolgte die Umbenennung in SPIRITUS MORTIS. Trotz dieser langen Zeit des Bestehens kann die Band gerade mal auf fünf Longplayer zurückblicken. Zwar stammen aus der Zeit von 2007 bis 2011 noch einige Split-Veröffentlichungen mit anderen Bands aus dem Genre, aber in Summe ist der Backkatalog der Band wahrlich nicht opulent. Mit "The Great Live" (eine Anlehnung an das letzte Studioalbum "The Great Seal") veröffentlicht die Band anno 2025 ihr erstes Livealbum. Stürzen wir uns also in unheilschwangere Musik und lassen uns treiben. Doom Metal ist sicherlich keine Musik für die breite Masse und so ist es wenig verwunderlich, dass die Aufzeichnungen der verwendeten Konzerte keine Stadion- oder Festival-Atmosphäre versprühen. Zwischen den Songs ist das Publikum dezent hörbar und man fühlt sich direkt in einen kleinen Club versetzt. Die Aufnahmen stammen von verschiedenen Konzerten aus Finnland und vor diesem Hintergrund sind auch die Ansagen in Finnisch. SPIRITUS MORTIS beherrschen die verschiedenen Ausprägungen des Doom Metal wie aus dem ff. Hier finden sich kurze und knackige Nummern wie 'The Man Of Steel' oder 'Baron Samedi' eben so wieder wie lange und schwere Songs der Marke 'Death Bride' oder 'Holiday In The Cemetary'. Wer seinen Doom dann doch lieber mit einer großen Portion Epik und Theatralik mag, der kommt bei 'Death's Charoteer' oder 'Feast Of The Lord' vollends auf seine Kosten. Für Abwechslung wird also gesorgt und wer eine Affinität für Bands wie CANDLEMASS oder SOLITUDE AETURNUS hat, der findet hierzu sicherlich auch einen Zugang. Fünf Alben hat man in der Hinterhand und in den mehr als 75 Minuten Spielzeit präsentiert man der Hörerschaft 14 Tracks. Hier sollte man eigentlich meinen, dass man jedes seiner Studiowerke berücksichtigen könnte, doch dies ist leider nicht der Fall. Das Zweitwerk "Fallen" wird leider komplett ausgelassen, sodass man hier nicht von einem repräsentativen Querschnitt durch die Karriere der Band sprechen kann. Hauptaugenmerk liegt auf dem aktuellen Werk "The Great Seal", von welchem man fünf Songs präsentiert bekommt. Vom Vorgänger "The Year Is One" bekommt man zwei Nummern, sowie vier Tracks von "The God Behind The God" und drei vom Debüt-Album "Spiritus Mortis" aus dem Jahre 2004. Wenngleich die Band nicht alle ihrer Alben hier berücksichtigt, so bekommt man dennoch einen eindrucksvollen Querschnitt über das Schaffen von SPIRITUS MORTIS geboten, sodass sich "The Great Live" sehr gut für alle eignet, die mit der Band noch nicht vertraut sind. Kurze und knarzige Songs kommen hier ebenso zum Zuge wie lange oder epische Nummern und jeder Fan der langsamen und schwermütigen Musik sollte hier vollends auf seine Kosten kommen. Da die Aufnahmen an sich auch sehr authentisch rüberkommen, gibt es aus meiner Sicht herzlich wenig an dieser Livescheibe auszusetzen. Für Fans der Band ist "The Great Live" ebenso zu empfehlen wie für Neueinsteiger und ich hoffe, dass eine weitere Veröffentlichung der Band nicht wieder sechs oder sieben Jahre auf sich warten lässt. Anspielempfehlungen: 'Death's Charioteer', 'Beyond' und 'Feast Of The Lord'. Keine Wertung, da Live-Album - ohne Wertung - | |
| Trackliste | Album-Info |
| 01. Puputan 02. When The Wind Howled With A Human Voice 03. The Rotting Trophy 04. Death's Charioteer 05. Forever 06. Beyond 07. Feast Of The Lord 08. Death Bride 09. Robe Of Ectoplasm 10. Skoptsy 11. Martyrdom Operation 12. Holiday In The Cemetery 13. The Man Of Steel 14. Baron Samedi (Digital Bonus) | Band Website: Medium: CD, LP Spieldauer: 76:00 Minuten VÖ: 25.04.2025 |
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SPRITUS MORTIS gelten als die erste finnische Doom Metal-Band. Gegründet wurde die Formation 1987 noch unter dem Namen RIGOR MORTIS, doch bereits 1988 erfolgte die Umbenennung in SPIRITUS MORTIS. Trotz dieser langen Zeit des Bestehens kann die Band gerade mal auf fünf Longplayer zurückblicken. Zwar stammen aus der Zeit von 2007 bis 2011 noch einige Split-Veröffentlichungen mit anderen Bands aus dem Genre, aber in Summe ist der Backkatalog der Band wahrlich nicht opulent. Mit "The Great Live" (eine Anlehnung an das letzte Studioalbum "The Great Seal") veröffentlicht die Band anno 2025 ihr erstes Livealbum. Stürzen wir uns also in unheilschwangere Musik und lassen uns treiben. 