Pothamus - Abur | |
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| Review von Dead_Guy vom 10.04.2025 (13298 mal gelesen) | |
Wer auf langsame wie atmosphärische Brachialmusik steht, die urbanes Großstadtflair verströmt, kommt an dem Label Pelagic Records nicht vorbei, denn das ist ihr Spezialgebiet. So auch die Belgier POTHAMUS, die mit ihrem Zweitling ein empfehlenswertes Album für genau diese Zielgruppe haben. Fünf eher lange Stücke lassen Soundwände irgendwo zwischen Sludge, Post Metal und einer Prise Black Metal entstehen. Dabei schafft es die Band, gleichzeitig drückend und schwebend zu agieren: Auf dem mächtigen Fundament agieren sphärische Schichten und geben dem Ganzen ein unheimlich dichtes Stimmungsbild. Der Wechselgesang aus entrücktem Klargesang und harschen Geschrei passt bestens zu den monolithischen Songgebilden und gibt dem Ganzen eine leidvolle Ebene. Manchmal wird Monotonie als Stilmittel angewandt wie im fünfzehnminutigen Titeltrack der Fall, aber immer so, dass es nie negativ auffällt, sondern etwas Hypnotisches verleiht. Kleiner Kritikpunkt: Nachdem ich den Vorgänger zwecks Review gegengehört habe, muss ich sagen, dass mir dessen Dynamik ein Stück besser gefällt, denn dort sind die komplett ruhigen Momente in die einzelnen Songs eingewoben, während sie sich hier nur im kurzen sechsten Stück 'De-Varium' konzentrieren, das somit mehr den Charakter eines Zwischenstücks denn als richtigen Song aufweist. Dennoch ein großartiges Album für alle, die auf Bands wie HEMELBESTORMER, YEAR OF NO LIGHT, THE OCEAN, AMENRA und Artverwandte schwören. Perfekter Soundtrack, um bei einem nahenden Unwetter auf einer Klippe mürrisch auf das Meer zu starren, während die sich auftürmenden Wolkenberge Unheil verkünden.
Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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| Trackliste | Album-Info |
| 01. Zhikarta 02. Ravus 03. De-Varium 04. Savartuum Avur 05. Ykavus 06. Abur | Band Website: Medium: CD Spieldauer: 46:48 Minuten VÖ: 14.02.2025 |
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Wer auf langsame wie atmosphärische Brachialmusik steht, die urbanes Großstadtflair verströmt, kommt an dem Label Pelagic Records nicht vorbei, denn das ist ihr Spezialgebiet. So auch die Belgier POTHAMUS, die mit ihrem Zweitling ein empfehlenswertes Album für genau diese Zielgruppe haben. Fünf eher lange Stücke lassen Soundwände irgendwo zwischen Sludge, Post Metal und einer Prise Black Metal entstehen. Dabei schafft es die Band, gleichzeitig drückend und schwebend zu agieren: Auf dem mächtigen Fundament agieren sphärische Schichten und geben dem Ganzen ein unheimlich dichtes Stimmungsbild. Der Wechselgesang aus entrücktem Klargesang und harschen Geschrei passt bestens zu den monolithischen Songgebilden und gibt dem Ganzen eine leidvolle Ebene. Manchmal wird Monotonie als Stilmittel angewandt wie im fünfzehnminutigen Titeltrack der Fall, aber immer so, dass es nie negativ auffällt, sondern etwas Hypnotisches verleiht. Kleiner Kritikpunkt: Nachdem ich den Vorgänger zwecks Review gegengehört habe, muss ich sagen, dass mir dessen Dynamik ein Stück besser gefällt, denn dort sind die komplett ruhigen Momente in die einzelnen Songs eingewoben, während sie sich hier nur im kurzen sechsten Stück 'De-Varium' konzentrieren, das somit mehr den Charakter eines Zwischenstücks denn als richtigen Song aufweist. Dennoch ein großartiges Album für alle, die auf Bands wie HEMELBESTORMER, YEAR OF NO LIGHT, THE OCEAN, AMENRA und Artverwandte schwören. Perfekter Soundtrack, um bei einem nahenden Unwetter auf einer Klippe mürrisch auf das Meer zu starren, während die sich auftürmenden Wolkenberge Unheil verkünden.
