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Teethgrinder - Dystopia

Review von Opa Steve vom 08.08.2022 (1054 mal gelesen)
Teethgrinder - Dystopia Unsere niederländischen Nachbarn TEETHGRINDER bieten auf "Dystopia" nicht nur Grindcore mit politischer Message (was im Allgemeinen ja ohnehin schon eher genreüblich ist), sondern haben darüber hinaus auch noch einen echten Mehrwert an Vielseitigkeit im Angebot. Das düstere Album, zu dem auch einige offizielle Videos mit entsprechenden Anklagen gegen den menschlichen Umgang mit sich selbst und der Erde veröffentlicht wurden, sprengt in seiner Dichte das gewohnte Grindcore-Genre. Da ist schon der auffällig gute Sound, den man schon in den nervernzerrenden Feedbacks des Intros bemerkt. Allgemein wird das Genre ja eher knochentrocken produziert, um optimal zu knallen. "Dystopia" hat aber deutlich mehr Druck, auch fette Hochglanz-Drums mit wuchtigem Sound. Auch sind vielschichtige akustische Ebenen enthalten und nicht nur auf Loudness getrimmer Knarz aus den Amps. Natürlich sind die Songs brutal und oft auch brutal schnell. 'Birthed Into Suffering' ist nach dem alarmierenden Intro ein beinahe unkontrollierter Wutausbruch und auch das hektisch mit der Snare angezählte 'Worthless' macht - klingeling im Phrasenschwein - keine Gefangenen. Dennoch greift die Genrebezeichnung "Grindcore" einfach zu kurz. Die Band lässt es sich nicht nehmen, mit diversen Effektspuren zu arbeiten und Samples einzustreuen. Hier und da erinnert der Druck an STRAPPING YOUNG LADs Meisterwerk "City", ist aber weniger industrial- und mehr deathlastig. Dem Konzept des Albums stehen diese stets für Unruhe sorgenden Geräuschanteile aber gut zu Gesicht, verbreiten sie doch eine unangenehme Stimmung. Die Band setzt die Stilmittel auch gezielt zur Theatralik ein; auch ein Merkmal, mit der sie die üblichen Genregrenzen sprengt. Neben den wütenden und rasenden Titeln gibt es auch noch einen ungewöhnlichen Achtminüter namens 'Cloaked', der in seiner Langsamkeit sehr verstörend ist. Auch der Titelsong 'Dystopia' erreicht diese Langwerk-Grenze und vereint nochmals alle Trademarks: Raserei, Wut, Krach, und in der zweiten Hälfte mit sirenenartigen elektronischen Stimmen und Sprachsamples einen dystopischen Ausklang, als würde das letzte Stündlein in dichten Moll-Wolken schlagen. Ein krasses, aber sehr gelungenes Werk mit brutaler Wucht, aber auch theatralischer Düsterheit.

Gesamtwertung: 8.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Ascendance
02. Birthed Into Suffering
03. Worthless
04. Blood Ritual
05. Disgrace
06. Our Failing Species
07. God Complex
08. Cloaked
09. As I Believe The World To Be, So It Is
10. Dystopia
Band Website: www.teethgrinder.nl
Medium: CD
Spieldauer: 48:11 Minuten
VÖ: 22.07.2022

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