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Krisiun - Mortem Solis

Review von Damage Case vom 30.07.2022 (601 mal gelesen)
Krisiun - Mortem Solis KRISIUN stehen für technischen Präzisions-Tod, und das bereits seit über 30 Jahren. Den bescheuerten Exotenbonus 'Metal aus dem Dschungel', den SEPULTURA in den 1980ern noch innehatten und die damit verbundenen überheblichen Vorurteiler insbesondere der Musikpresse, kloppten die Brüder Moyses (Gitarre), Alex (Vocals, Bass) und Max (Schlagzeug) bereits mit ihrem atemberaubenden Debüt "Black Force Domain" (1995) wie ein Uhrwerk aus den Gedanken. Hier rumpelt und kumpelt nix gemütlich über die Bühne oder aus den Boxen. Im Vergleich zu ähnlichen Bands wie zum Beispiel DEICIDE merkt man dem Trio eben ihre unfassbar ausgeprägten musikalischen Fähigkeiten an. Und so lassen sie geschickt Tempowechsel, Melodien und Soli einfließen, ohne nur einen Milimeter von ihrer knallharten Route abzuweichen. Vier Jahre nach "Scourge Of The Enthroned" geht es auf dem zwölften Longplayer da weiter, wo die Brasilianer vor Corona jäh gestoppt wurden. Überraschungen gibt es keine, Verschnaufpausen wenige (kurze Momente in 'Necronomical', 'Tomb Of The Nameless', 'Worm God' oder dem Intro 'Dawn Sun Carnage'). Und so kehren die zehn Songs von "Mortes Solis" binnen 40 Minuten mit der gewohnt groovigen Rasanz aus dem Hause KRISIUN den Dreck von jeder Bühne. Seit der Bandgründung 1990 ist zwar eine Menge passiert, Satan und umgedrehte Kreuze stehen heute nicht mehr plakativ im Weg herum. Doch das alltägliche Böse beschwören die Brüder weiterhin herauf und arbeiten sich daran ab. Der klare Sound, aufgenommen von Hugo Silva und Otavio Rossato im Family Mob Studio zu São Paulo, passt dazu höllisch gut. Das brennende Cover von Marcelo Vasco (zeichnete auch die letzten SLAYER-Cover) riecht nach Apokalypse, Krieg und Verderben. Dafür steht auch der Albumtitel, der übersetzt 'Tod der Sonne' bedeutet. Viel Spaß!

Fazit: KRISIUN überspannen den Bogen zum Wahnsinn zwar niemals so sehr wie ihre großen Vorbilder MORBID ANGEL, aber dafür liefern sie stets und regelmäßig ab. Business as usual. Und das ist gut so.

Drei Anspieltipps: Der flott galoppierende Opener 'Sworn Enemies' klopft ordenlich wach. 'Necronomical' überrascht mit einem fast schon rockigen Intro, bevor das lauschige Lagerfeuer dann mit dem Doublebass wieder ausgetreten wird. 'Tomb Of The Nameless' reißt mit und kann von Groove bis Raserei alles.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Sworn Enemies
02. Serpent Messiah
03. Swords Into Flesh
04. Necronomical
05. Tomb Of The Nameless
06. Dawn Sun Carnage (Intro)
07. Temple Of The Abattoir
08. War Blood Hammer
09. As Angels Burn
10. Worm God
Band Website: www.krisiun.com.br
Medium: CD + digital
Spieldauer: 40:20 Minuten
VÖ: 29.07.2022

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