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Wolfs Moon - Psycho Underground

Review von Tailgunner vom 17.07.2022 (1412 mal gelesen)
Wolfs Moon - Psycho Underground Sägendes Brachialriffing und Uptempo-Geschrote gepaart mit derb-eintönigem Gesang und teils etwas deplatzierten Keyboard-Arrangements. So klingen WOLF MOON mitunter, und das ist auch ein Teil der musikalischen DNA der Truppe aus Niedersachsen, die bereits 30 Jahre Bandgeschichte auf dem Buckel hat und nun mit "Psycho Underground" nach neunjähriger Unterbrechung Album Nummer acht vorlegt. imgright
Auf der anderen Seite erleben wir auch durchaus gelungenes Songwriting und mitziehende Hooklines, nur um danach den Hörer wiederholt mit gerdazu ausufernder Pianobegleitung zu irritieren oder um in unspektakulären Midtempo-Passagen zu versanden. Zugegeben, da werde ich nicht so recht schlau draus. Man hört die Routine der Musiker hier sicher raus, denn wirklich dilettantisch ist hier eigentlich nichts. Aber ich empfinde einen kompletten Hördurchgang von "Psycho Underground" irgendwie eher anstrengend als vergnüglich. Das liegt auch daran, dass hier insgesamt zu viele Komponenten nicht stimmig zusammenfinden. Möchte ich ruppigen Teutonen-Metal, oder möchte ich verspielte Arrangements? Ein Brachialpart hier wird von einem planlos dahinmäandernden Part dort abgelöst. In 'Superbastard' und 'Tholaris The Worldtaker' findet dieses "Den Fokus aus den Augen verlieren" seinen für mich nicht nachvollziehbaren Höhepunkt.

Prinzipiell ist abwechslungsreiches Songwriting begrüßenswert, aber im Fall von "Psycho Underground" wirkt es eher aufgesetzt als natürlich. Dass die an sich sehr angenehme Grundhärte des Sounds von WOLFS MOON permanent von eher anstrengenden akustischen Passagen konterkariert wird, klingt in der Gesamtbetrachtung einfach nicht homogen. Daraus resultiert kein per se schlechtes Album, aber unter dem Strich bewegen sich die Niedersachsen hier unauffällig und vergleichsweise unspektakulär im Mittelfeld. Das ist grundsätzlich auch keine Schande, das Problem ist hier dann für die Band eher die unheimliche Masse an wirklich starker Konkurrenz, an verdammt talentierten Metal-Bands da draußen. Hier werden es WOLFS MOON schwer haben, Akzente zu setzen und entsprechende Aufmerksamkeit zu generieren. Das sollte die Jungs natürlich weiterhin nicht davon abhalten, ihr Ding durchzuziehen. Nur mich erreichen sie damit leider nicht.



Gesamtwertung: 6.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Bloodrider
02. Psycho Underground
03. Munsters Meet The Addams Family
04. Wolf Demon
05. Sacrifice In Flames
06. Dawn Of Morphosis
07. Superbastard
08. Tholaris The Worldtaker
09. Summit Of Evil
10. Paint A Pentagram
11. Sigil Of Tragedy
12. I Still Believe In Metal
Band Website: www.wolfsmoon.de
Medium: CD
Spieldauer: 1:04:47 Minuten
VÖ: 01.07.2022

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