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Ibaraki - Rashomon

Review von Rockmaster vom 17.07.2022 (1174 mal gelesen)
Ibaraki - Rashomon IBARAKI: Das ist zunächst mal das Projekt von TRIVIUM-Frontmann Matthew (Matt) Kiichi Heafy. Mit Ihsahn alias Vegard Sverre Tveitan hat er sich einen prominenten Mitstreiter an die Seite geholt - die Zusammenarbeit der beiden wurde schon seit einigen Jahren kolportiert. Außerdem hat Nergal an 'Akumu' mitgewirkt, Gerard Way Screams auf 'Ronin' beigesteuert, und TRIVIUM-Drummer Alex Bent hat auch sein übliches Werkzeug zur Hand genommen. Wenn die mal nicht alle zum Who-Is-Who des laufenden Metal-Jahrtausends zählen! Zwar können die Jungs ihren Metalcore-Hintergrund nicht gänzlich ablegen, "Rashomon" sollte aber von Anfang an ein Black Metal-Album werden. Da wird jetzt aber niemand erwartet haben, dass die Herren von IBARAKI traditionelles, derbes Geknüppel präsentieren würden. Im Gegenteil: "Rashomon" wartet mit vertrackten, komplexen und hochinteressanten Kompositionen auf, die - wenn man das so sagen darf - die schwarzmetallische Härte und Düsternis häufig zitieren, aber ebenso Elemente japanischer Folklore aufgreifen. Harte, nackenbrechende Passagen und ruhige, melodiöse Parts wechseln sich ab und geben dem Album eine genresprengende Vielschichtigkeit.

Inhaltlich hat sich Matt - wie es heißt auf Vorschlag von Ihsahn - der japanischen Hälfte seiner Herkunft gewidmet und alte Mythen und Sagen zitiert. "Rashomon" sollte Fans von Akira Korosawa noch ein Begriff sein, und IBARAKI ist ein furchterregender Dämon aus alten Legenden. Kurze Ausflüge in die japanische Feudalzeit gab es ja schon mit TRIVIUM, hier widmit sich das umfassende Album diesen Themen. Das geht so weit, dass Matt auf "Rashomon" auch japanisch singt.

Einen kleinen Eindruck von den Qualitäten des Erstlings von IBARAKI bekommt man, wenn man die Titel 'Kagutsuchi' oder 'Jigoku Dayu' anspielt. 'Tamashii No Houkai' ist einer der Titel, wo es erst mal schön auf die Zwölf gibt. Dass die Riff-Melodien ein auf's andere Mal an die anderen Arbeiten von Matt erinnern, lässt sich wohl kaum vermeiden. Die Kooperation von Matt und Ihsahn war aber überaus fruchtbar, so dass aus "Rashomon" ein progressives Werk geworden ist, das Anhänger verschiedenster Stile erreichen dürfte. Ein bockstarker Einstand, der nach einer Fortsetzung verlangt!

Gesamtwertung: 9.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Hakanaki Hitsuzen (1:29)
02. Kagutsuchi (7:35)
03. Ibaraki-Doji (7:52)
04. Jigoku Dayu (7:40)
05. Tamashii No Houkai (5:59)
06. Akumu (Feat. Nergal) (5:54)
07. Komorebi (6:07)
08. Ronin (Feat. Gerard Way) (9:14)
09. Susanoo No Mikoto (Feat. Ihsahn) (7:13)
10. Kaizoku (2:54)
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 61:56 Minuten
VÖ: 06.05.2022

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