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Portrait - At One With None

Review von Opa Steve vom 03.09.2021 (1180 mal gelesen)
Portrait - At One With None PORTRAIT wurden - völlig zu Recht - einst als Kopie von MERCIFUL FATE und KING DIAMOND bezeichnet, wobei das ja eigentlich kein Vorwurf ist, sondern eine ehrenvolle Adelung. Schließlich haben die Dänen einige stilistische Alleinstellungsmerkmale, die man nicht so einfach kopiert. Und außerdem sind ihre aktivsten Glanzzeiten schon länger vorbei, sodass man sich über die Fortsetzung aus Schweden nicht ärgern, sondern sie willkommen heißen sollte. Nach vier Jahren ist nun der neuste Longplayer von PORTRAIT raus und hört auf den Namen "At One With None". Und schon beim Titelsong atmet die Scheibe den Geist MERCIFUL FATEs. Wie Per den Sopran des Kings kopiert ist einzigartig, und im Sinne der großen Urväter gibt es selbstverständlich schon im Opener mindestens sieben Tonart- oder Tempowechsel. Die beschwörerische Dunkelheit strömt aus den Songs wie einst. Der Sound ist zwar etwas auf laut getrimmt, kommt aber ansonsten authentisch mit wenig Digitalisierung aus und klingt eher nach "Retro mit Wumms". Wenn sich Per vom Sopran etwas entfernt, kann man PORTRAIT auch durchaus eine eigenständige Note attestieren. Nicht jede Hookline, die es hier zu hören gibt, würde man so den Dänen zuschreiben. 'He Who Stands' steht in Sachen Epik den Gedächtnisriffs in nichts nach, betritt aber dennoch eigene Pfade. Genauso beweisen 'Shadowless' und 'The Gallow's Crossing', dass man sich auch komplett freischwimmen kann, ohne dass der Song als Fremdkörper wirkt. Solche Songs schimpfen diejenigen Lügen, die PORTRAIT als reine Retro-Coverband bezeichnen. Vielmehr handelt es sich um absolut ambitionierten True Heavy Metal mit einem Schuss Epik, der zwar nicht die dunkle Seite so in den Vordergrund rückt, aber dennoch aus einem Guss mit dem Rest des Materials eine fabelhafte Mischung des Genres abliefert. Es ist schön, dass PORTRAIT diese Balance wahren können - einerseits denjenigen immer noch frisches Futter anzubieten, die den Verlust von MERCIFUL FATE bis heute nicht verkraftet haben, andererseits sich auch unabhängig davon im zweiten Standbein als formidable Metal-Band mit eigenständigen Titeln präsentieren zu können. Ein mitreißendes Werk.

Gesamtwertung: 8.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. At One With None
02. Curtains (The Dumb Supper)
03. Phantom Fathomer
04. He Who Stands
05. Ashen
06. A Murder Of Crows
07. Shadowless
08. The Gallow's Crossing
Band Website: www.facebook.com/portraitsweden
Medium: CD
Spieldauer: 52:37 Minuten
VÖ: 03.09.2021

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03.09.2021 At One With None(8.5/10) von Opa Steve

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