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Alchemy Of Flesh - Ageless Abominations

Review von Damage Case vom 13.08.2021 (1649 mal gelesen)
Alchemy Of Flesh - Ageless Abominations ALCHEMY OF FLESH wird eine seltene Ehre zuteil: Mit Erscheinen des Debütalbums "Ageless Abominations" im August 2021 existiert noch kein Bandeintrag im Online-Standardwerk unter www.metal-archives.com. Das macht die Recherche über die Promoinfo hinaus etwas schwieriger - oder positiv ausgedrückt: Willkommen zurück in den 1980ern/1990ern, als Magazine die wichtigste Informationsquelle darstellten. Aber in den aktuellen Ausgaben der bekanntesten Journalien findet die Band auch nicht statt. Okay, man erfährt über die Promoinfo, dass die "Band" ein Soloprojekt von Tim Rowland ist, bei welchem er neben dem kompletten Songwriting auch für die Einspielung sämtlicher Instrumente inklusive Gesang verantwortlich zeichnet. Eine Rolle, die er bereits in einigen seiner aktuellen und ehemaligen Projekte wie LOTHRIC, PRIMAL GORE oder SCULPTED HORROR einnimmt und einnahm. Mit Wohlwollen kann man ihn als einen alleine schaffenden Visionär bezeichnen.

Und wie klingt ALCHEMY OF FLESH nun? Wem beim Blick aufs sehr gut passende Cover noch kein Licht aufging, darf gerne kurz über den Begriff "Lava" sinnieren. Wenn also ein Death-Metal-Song 'Lava Storm' heißt, dürfte jedem Florida-Fan diesseits des gesetzlichen Rentenalters klar sein, was Phase ist. Zwar huldigt Mainman Tim Rowland mit seinem Projekt hinsichtlich der Brutalität des Songs auch Helden wie DEICIDE und CANNIBAL CORPSE. Aber ohne "Domination" und "Formulas Fatal To The Flesh" von MORBID ANGEL würde Tim Rowland 2021 vielleicht BON JOVI Tribut zollen und Spandex tragen. Die technische Finesse mit welcher der 1988 geborene Multiinstrumentalist vorgeht, ist schon beeindruckend nah dran an Trey Azagthoth und auch der Gesang spielt durchaus in der Liga von David Vincent und Steve Tucker. Einzig bei den Drums herrscht eine gewisse Skepsis, ob der tatsächlichen fleischlichen Konkurrenz auf "Ageless Abominations" zum Wunderschlagwerker Pete Sandoval. Das Songwriting ist extrem dicht und sauber auskomponiert. Zwar fühlt man sich ein wenig vom Dauer-Double-Bass erschlagen, doch solche esoterischen Auflockerer vom Kaliber eines Trey Azagthoth, die der Boss von MORBID ANGEL heuer ja auch nicht mehr zu bringen in der Lage ist, schüttelt man sich nicht einfach so aus den Ärmeln. Und so bleibt Rowland bei seiner Kernkompetenz: Ballern. Und das macht er so gekonnt "kumpeldeathig", dass man ihn in den Arm nehmen und ihm ein Bier spendieren möchte.

Fazit: Für ein Debüt schon ganz famos. Daumen hoch für das beste MORBID-ANGEL-Album seit 1998, oder so.

Drei Anspieltipps: Das Eröffnunstriple ballert so herrlich los, dass man den Rest dieser nicht mal vierzig Minuten langen Platte mit Freude noch mitnimmt.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Pain Primordial
02. House Of Earth
03. Lobsel Vith
04. Slipgates To Annihilation
05. Knotters Of Entrails
06. Sleeping Chaos
07. Lava Storm
08. Fiamma Nera Rites
09. Opener Of The Way
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 38:56 Minuten
VÖ: 13.08.2021

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13.08.2021 Ageless Abominations(8.0/10) von Damage Case

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