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Darkthrone - Eternal Hails

Review von Damage Case vom 02.07.2021 (1942 mal gelesen)
Darkthrone - Eternal Hails DARKTHRONE. Legende. Die beiden Mitglieder Gylve "Fenriz" Nagell und Ted "Nocturno Culto" Skjellum kennt jeder Fan, der jemals ein wenig tiefer ins schwarzmetallische Universum eingetaucht ist. Als Death-Metal-Band gestartet, veröffentlichte das Duo in den frühen 1990ern einige der wichtigsten Alben der zweiten Black-Metal-Welle - nicht wenigen bedeutet die Phase zwischen "A Blaze In The Northern Sky" und "Panzerfaust" musikalisch alles. Alleine ihre finsteren Albencover voll von urbösem Corpse Paint wirkten beinahe so gefährlich, wie die Morde und Brandanschläge der Szene, zu der sie gehörten, es waren. Lange, lange ist es her. Und heute so? Die zwei etwas schrägen Protagonisten, inzwischen fast fünfzig Jahre jung, sind etablierte Musiker, Fenriz ist medial und journalistisch stark präsent und Ted bespielt neben seiner Zweitband SARKE auch als Gastmusiker auf vielen Alben anderer Kollegen die Tonträger dieser Welt. Live auftreten werden die beiden vehementen Bühnenverweigerer in diesem Leben wohl nicht mehr.

2021 erscheint Album Nummer neunzehn. Und keines klang jemals wie sein Vorgänger. Von crustigen Punkanleihen, 'Canadian Metal', Epic-Metal-Anleihen und Proto-US-Metal-Ausflügen führen uns DARKTHRONE nun wieder zurück zu ihren schwarzen Anfängen. Aber nicht ganz. Denn würde man sich die Songs von "Eternal Hails", mit all seinen knietief in Reminiszenzen an frühe VENOM, VOIVOD, BATHORY und CELTIC FROST in erhöhter Geschwindigkeit anhören, könnte man feststellen, wie ähnlich Riffing und Melodien von 2021 denen von 1992/3 sind. In normaler Wiedergabegeschwindigkeit muten die neuen Songs sehr doomig an. Vier Sätze zu Riffs: DARKTHRONE sind mittlerweile die Gutsverwalter des klassischen Metalriffs. Man höre nur das Riffing im Opener 'His Master's Voice', das sowas von 1984 ist. Niemand kann so ausführlich darüber dozieren, wie er Riffs sammelt, schreibt, kategorisiert und um sie herum Songs aufbaut wie Fenriz das tut. Die fünf überlangen Songs quellen während der knappen Dreiviertelstunde über vor abwechselnd proto-metallischen, schwarzwurzelnen, thrashigen und doomigen Riffsalven, die sich ihren Raum nehmen, dass es ein wahrer Genuss ist. Obendrauf kommt dann noch der bandtypische Oldschool-Sound, wie man ihn nur als Totalverweigerer sämtlicher Trends der letzten vier Jahrzehnte Studioarbeit, Charts und Hörgewohnheiten außerhalb von Nadelwäldern hinbekommen kann.

Auch das Cover ist wieder gelungen. Keine Zeichnung wilder Kampfszenen, kein Foto und schon gar keine Pandabären. Einfach ein düsterer, verträumter Blick in den Nachthimmel - wer an "Total Death" denkt, liegt nicht nur optisch gar nicht so sehr daneben.

Fazit: Man sollte sich mit Superlativen immer zurückhalten - gerade, wenn der Eindruck des Gehörten noch recht frisch ist. Aber mit Sicherheit wird "Eternal Hails" irgendwann in fernen Zeiten, wenn man auf die fünfundvierzig Studioalben von Fenriz und Ted zurück blicken wird, direkt in der Phalanx der Alben spielen, die unter den göttlichen Bandalben vor 1996 den schwarzen Nachthimmel auf ewig erleuchten werden.

Drei Anspieltipps: Bei einem Album, das aus fünf tollen und beinahe gleichwertigen Songs besteht, kann man keine drei Anspieltipps benennen. Okay, das abschließende 'Lost Arcane City Of Uppakra' frostet schon unheimlich wie Hölle. Tom G. Warrior kann getrost weitere sieben Jahre am nächsten TRIPTYKON-Album schrauben.

Gesamtwertung: 8.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. His Master's Voice
02. Hate Cloak
03. Wake Of The Awakened
04. Voyage To A North Pole Adrift
05. Lost Arcane City Of Uppakra
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 41:23 Minuten
VÖ: 25.06.2021

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