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Dark The Suns - Suru Raivosi Sydämeni Pimeydessä

Review von derkleinekolibri vom 14.05.2021 (2274 mal gelesen)
Dark The Suns - Suru Raivosi Sydämeni Pimeydessä Elf lange Jahre mussten die Fans der finnischen Melodic Metal-Band DARK THE SUNS auf das vierte Album “Suru Raivosi Sydämeni Pimeydessä“ warten. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn von 2013 bis 2020 waren DARK THE SUNS inaktiv. Die ersten drei Alben hatte man zuvor in den Jahren 2007 bis 2010 eingespielt und veröffentlicht.

Um es vorwegzunehmen: das Warten hat sich gelohnt.

Bereits nach den ersten Sekunden des Openers ‘Spirit In The Dark‘ fällt etwas auf, das sich - bis auf den letzten Song - über das komplette Album erstreckt und mich in Entzücken versetzt. Es ist dies die Nähe zu den frühen Werken von CREMATORY, deren erstes Jahrzehnt des Schaffens wohl die intensivste und beste Phase war, die sie seitdem aber nicht mehr auch nur annähernd erreichen.

Gelungene Streicher- und Keyboardpassagen geben ‘Everywhere‘ das besondere Etwas, so dass sich das Stück noch ein wenig vom ersten Titel abheben kann. Das Growling ist noch ein wenig tiefer und düsterer, es geht durch Mark und Bein.

Der Titelsong fängt harmlos an und geht dann in ein brachiales Klanggewitter à la VOODOOCULT über. Einziges Manko an diesem Stück, das auch noch an NIGHTWISH und EDENBRIDGE erinnert, ist die zu leise abgemischte Stimme. Wenn sie dann trotzdem an die Ohrmuscheln gelangt, hört sie sich wunderschön düster an.

Ein erster Höhepunkt kristallisiert sich heraus, ‘Hope In Our Hands‘ packte mich bereits beim ersten Hördurchgang durch den schleppenden Rhythmus, der mich ins Reich der Träume schickte - auf einen Flug durch die Dunkelheit auf den Schwingen eines Adlers. Und immer wieder sind sie da, die Ähnlichkeiten mit CREMATORY.

Es ist Jammern auf hohem Niveau, wenn ich sage, dass ‘The Secrets Of Time‘ ein wenig abfällt. Dem bis hierher grandiosen Eindruck des Albums tut das keinen Abbruch.

LEAVES‘ EYES könnten bei ‘Seeker‘ Pate gestanden haben, das Stück ist sehr keyboardlastig und fällt durch “aufgeregte“ Gitarrenriffs und eine besonders rauchige Stimmlage auf.

Im Stile der ersten sechs Songs geht es auch bei ‘Storm Of Fire‘ und ‘Taivas Itki Tulta‘ weiter, da kennen DARK THE SUNS keine Gnade und halten euch mit ihren wohlstrukturierten Klängen auf Trab.

Eine Besonderheit, derer ich bisher bewusst noch auf keinem anderen Tonträger gewahr wurde, lässt ‘Shadows In The Void‘ in einem besonderen Licht erscheinen - hier gibt es ein Flüstern der außergewöhnlichen Art, ein “Flüster-Growling“ kommt hier zum Zuge und wird gleich mehrmals angewandt. Sperrt eure Lauscher auf!

Gänzlich unerwartet nach den vorgenannten neun Songs präsentiert sich ‘Enkelsiipi‘, zu deutsch ‘Engelsflügel‘, dem geneigten Hörer. Es ist das einzige Stück, dem man keine offensichtliche Ähnlichkeit mit irgendeiner anderen Band anhört. Auch ist es das langsamste Stück - aber immer noch schnell genug, um mir einen Knoten in die Füße zu verpassen, wenn ich am Schlagzeug sitzen würde - es lebt von seinem gemächlichen, schleppenden Rhythmus und einer glasklaren Frauenstimme. Jedes einzelne Instrument ist deutlich herauszuhören, der Bass geht einem sofort unter die Haut und das Schlagzeug scheint direkt vor einem zu stehen. Mir unverständlich war allerdings anfangs eine Stelle im Song - eine nach vier Minuten Laufzeit abrupt auftretende kurze Stille, der aber sofort wieder wohlige Klänge folgen. Man könnte meinen, eine CD würde springen, doch dem kann gar nicht so sein, es liegt hier nämlich ein rein digitales Format vor. Je öfter ich dieses Lied hörte - und das war gewiss mehr als fünfundzwanzigmal - um so weniger fiel dieser Bruchteil einer Sekunde ins Gewicht und schließlich empfand ich diesen kurzen Moment der Stille als normalen Bestandteil des um Längen besten Songs dieses Albums.

Wir dürfen Mikko Ojala dankbar sein, daß er DARK THE SUNS im letzten Jahr reaktiviert hat. Mit Inka Ojala hat er eine gefühlvolle Bassistin und großartig spielende Keyboarderin an seiner Seite, die dieses Werk erst möglich machte.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Spirit In The Dark
02. Everywhere
03. Suru Raivosi Sydämeni Pimeydessä
04. Hope In Our Hands
05. The Secrets Of Time
06. Seeker
07. Storm Of Fire
08. Taivas Itki Tulta
09. Shadows In The Void
10. Enkelsiipi
Band Website: www.darkthesuns.com
Medium: digital
Spieldauer: 44:16 Minuten
VÖ: 09.04.2021

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