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Velvet Viper - Cosmic Healer

Review von Dunkeltroll vom 30.04.2021 (777 mal gelesen)
Velvet Viper - Cosmic Healer Als Jutta Weinhold VELVET VIPER 2017 reformierte, war das eine gehörige Überraschung: In den Jahren zuvor war sie zwar auch nie wirklich komplett weg vom Fenster, veröffentlichte zuletzt 2010 unter eigenem Namen ein Album und spielte live auch immer viele ZED YAGO und VELVET VIPER-Songs, doch nun konnte man auf neues Material im klassischen Stil hoffen. Das erste Album unter altem Namen ("Respice Finem", 2018) hatte noch einen gewissen Projektcharakter, da ein Großteil der Beteiligten (wie Michael Ehré von GAMMA RAY am Schlagzeug) lediglich als Gäste geführt wurden, doch bereits vor dem Nachfolger ("The Pale Man Is Holding A Broken Heart", 2019) hatte sich eine feste Besetzung gefunden, und man beackerte ausgiebig die Clubs und Festivals der Republik.

Nur knappe 18 Monate später liegt mit "Cosmic Healer" jetzt der dritte Streich in den Regalen, und so kommt man nicht drumherum zu bescheinigen: Die 'Queen Of Dramatic Metal', die dieses Jahr ihren 74en Geburtstag feiern wird, will es noch mal richtig wissen, und ist produktiv wie lange nicht mehr. Diese Tatsache allein ist schon beachtlich genug, doch VELVET VIPER gehen noch einen Schritt weiter und haben ihren Sound ein wenig modernisiert, so dass man hier nicht von einem 'auf Nummer sicher'-Album sprechen kann. So würde ich vermuten, dass die Gitarren hier zumindest stellenweise herunter gestimmt wurden, und auch viele der Riffs klingen nicht so, als hätte man sie schon in den seligen Achtzigern gehört. Das ist durchaus gewöhnungsbedürftig, und bei den ersten beiden Durchläufen wollte es für mich nicht so recht zu Juttas 'klassischer' Stimme passen - funktionierte nach weiteren Versuchen dann aber doch.

Apropos Juttas Stimme: Wer bisher noch keine Vorstellung von ihr hat, dem ist sie wohl am ehesten mit 'wie Dio, nur weiblich' zu beschreiben. Einen Tick höher vielleicht, aber von Kraft, Theatralik und Vibrato her absolut auf Augenhöhe - und sie scheint in den letzten 30 Jahren keinen Tag gealtert zu sein. Diese Stimme nimmt uns auf "Cosmic Healer" mit ins alte Ägypten, auf den Grund des Rheins und auf die Suche nach dem letzten Einhorn, preist die wahre Bedeutung von Anarchie und warnt vor den Auswüchsen des Materialismus - eine bunte Mischung also, die Fantastisches und Nachdenkliches beinhaltet.

Neben zehn neuen Songs bietet "Cosmic Healer" noch eine akustische Version des vom Vorgänger bekannten 'Götterdämmerung' feil, und sorgt so für 49 Minuten kraftvollen Heavy Metal, die teils etwas sperrig ausfallen, und bei denen mir leider ein richtiger Hit fehlt. 7.5 Punkte ist mir dieses mutige Spätwerk aber wert.



Gesamtwertung: 7.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Sword Sister
02. Let Metal Be Your Master
03. Cosmic Healer
04. Holy Snake Mother
05. Voice Of An Anarchist
06. Sassenach
07. Osiris
08. On The Prowl
09. Long Shadows
10. Darkness Of Senses
11. Götterdämmerung (Acoustic Version)
Band Website: https://www.facebook.com/VelvetViper
Medium: CD
Spieldauer: 49:01 Minuten
VÖ: 23.04.2021

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