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Cannibal Corpse - Violence Unimagined

Review von Eddieson vom 15.04.2021 (1243 mal gelesen)
Cannibal Corpse - Violence Unimagined Wenn CANNIBAL CORPSE ein neues Album auf den Markt bringen, dann muss das Gesamtkonzept CANNIBAL CORPSE stimmen. Die Erwartungen der Fans sind da natürlich dementsprechend hoch. Da geht es nicht nur um Songs, Texte und Sound, da steht auch vor allem das Artwork nicht an letzter Stelle. Ich kann mich noch erinnern, wie groß die Enttäuschung beim langweiligen Artwork zu "Kill" gewesen ist. Das Cover muss blutig sein, das Cover muss auf dem Index landen und es muss dementsprechend natürlich ein Alternativ-Cover geben. Auf "Violence Unimagined" erfüllen CANNIBAL CORPSE diese Erwartungen voll. Das nicht-zensierte Cover (übrigens unten im Video zu sehen) grenzt wieder (zum Glück) an der Geschmacklosigkeit und wird alle Christa Jenals dieser Welt wieder auf den Plan rufen. Gut gemacht. Die zensierte Coverversion ist demnach natürlich recht harmlos gehalten.

Doch, und das soll ja nicht außer acht gelassen werden, können CANNIBAL CORPSE hier natürlich auch musikalisch sehr wohl überzeugen. Nach dem unfreiwilligen Ausstieg von Gitarrist Pat O'Brien war es naheliegend, dass der langjährige Bandfreund und Produzent Eric Rutan den Platz an der Gitarre übernimmt. Dieser hat auch gleich mächtig Spuren auf dem Album hinterlassen. 'Ritual Annihilation', welches deutlich die Liebe zur Geschwindigkeit in den Vordergrund stellt. Außerdem, und das ist besonders hörenswert, hat er aus Schlagzeuger Paul Mazurkiewicz wirklich alles rausgekitzelt, was geht, und ihm zig Fills und Parts auf den Leib gedrückt, die ihn wahrhaft an die Grenzen bringen. Das hört man vor allem bei 'Condemnation Contagion'. Doch können die Songs auch durch Abwechslung punkten. 'Inhuman Harvest' mit seinem gemächlichen Tempo und dem Nackenbrecher-Mosh in der Mitte. Ich mag CANNIBAL CORPSE eh am liebsten wenn sie vom Tempo gehen und mit dicken Riffs den Hammer schwingen, 'Follow The Blood' ist deshalb eines meiner Highlights, aber auch 'Slowly Sawn' und 'Cerements Of The Flayed' sind deswegen ein absolutes Brett geworden. 'Bound And Burned' ist mir am Ende doch mit zu viel Leads vollgepackt und fällt deswegen in der Tracklist etwas ab.

Mission erfüllt. Auch mit dem 15. Album können CANNIBAL CORPSE nicht schwächeln. Jedes Mitglied trägt seinen Teil dazu bei, selbst Corpsegrinder packt hier wieder einige markerschütternde Schreie aus. "Violence Unimagined" macht seinem Titel alle Ehre. Auch wenn sich CANNIBAL CORPSE mit ihrem komplexen Splatter Death Metal selbst ein sehr enges Korsett geschnürt haben, werden die Grenzen immer neu verschoben und so kann doch ein - für CANNIBAL CORPSE Verhältnisse - vielfältiges, technisch ausgereiftes und mit ungeahnter Gewalt versehendes Album dabei rauskommen.



Gesamtwertung: 9.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Murderous Rampage
02. Necrogenic Resurrection
03. Inhumane Harvest
04. Condemnation Contagion
05. Sorround, Kill, Devour
06. Ritual Annihilation
07. Follow The Blood
08. Bound And Burned
09. Slowly Sawn
10. Overtorture
11. Cerements Of The Flayed
Band Website: www.cannibalcorpse.net/
Medium: CD, LP
Spieldauer: 42:55 Minuten
VÖ: 16.04.2021

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